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Stam/Van Bon in 2. Nacht von Bremen mit einer Runde Vorsprung auf Verfolgertrio
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16.01.2010

Stam/Van Bon in 2. Nacht von Bremen mit einer Runde Vorsprung auf Verfolgertrio

Info: Sixdays: 6-Tage-Rennen Bremen
Autor: Thorsten Schmidt (www.sixdaysinfo.de)



Bremen, 16.01.2010 - Mit dem Gewinn der letzten Jagd der 2. Nacht stürmten Danny Stam und Léon Van Bon von Platz vier zur Führung des Bremer Sechstagerennens. Die Niederländer setzten sich eine Runde von drei weiteren Teams ab, mit denen sie um den Gesamtsieg kämpfen werden. Bruno Risi/Franco Marvulli, Robert Bartko/Iljo Keisse und die auf Platz vier zurückgefallenen Führenden der 1. Nacht Leif Lampater/Christian Grasmann haben allerdings alle mehr Punkte als die neuen Leader.


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Mit dem Gewinn der zweiten Jagd und einem Rundengewinn gegenüber den Konkurrenten konnten sich Danny Stam und Leon van Bon zum Abschluss der zweiten Nacht an die Spitze der Gesamtwertung setzen. Mit einer Runde Rückstand folgen Risi / Marvulli, Bartko / Keisse und Lampater / Grasmann auf den nächsten Plätzen.

Es ist keine Überraschung, dass die beiden 37-jährigen Holländer nach Punkten mit ihren Mitkonkurrenten um den Sieg nicht mithalten können. Sie haben keine Chance, in den beiden Zeitfahren pro Abend in die Punkte zu fahren. Dieses Manko konnten sie zu Beginn der zweiten Nacht ausgleichen, indem sie die beiden ersten Prüfungen – Wertungssprint und Mannschaftsausscheidung – für sich entschieden.

Im Rundenrekordfahren verfehlte Erik Mohs seine Bestzeit von gestern knapp, blieb aber mit 8,912 Sek. als einziger Fahrer unter 9 Sekunden. Tristan Marguet, der schon in Zürich die kurzen Zeitfahren stark gefahren ist, wurde Zweiter vor Marvulli, Keisse und Lampater.


Thorsten Schmidt berichtet für uns wie schon im letzten Jahr von den Bremer Sixdays.
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Bartko / Keisse und Risi / Marvulli, schließen in erster Jagd auf
Die insgesamt sieben Fahrer, die zum ersten Mal auf der technisch anspruchsvollen kurzen Bahn in der Bremen-Arena fahren, kamen heute wesentlich besser damit zurecht als noch am Eröffnungsabend. Von oben aus den Rängen beobachtet, drehte das Feld nun wesentlich harmonischer seine Runden und das Tempo wurde insgesamt deutlich angezogen. Dennoch verlief die erste Jagd sehr hektisch und unübersichtlich. Mehrfach wurden Ausreißer vom Feld wieder eingeholt. Mindestens fünf Teams verpassten eine Ablösung. Leif Lampater und Christian Grasmann – von den Sprechern wegen ihrer roten Trikots von Radio Bremen die „Roten Teufel“ benannt – fuhren wie gestern konsequent am Hinterrad ihrer Schweizer Konkurrenten Risi / Marvulli. Beim Frühstück hatte mir Christian Grasmann diese Taktik erläutert: „Trotz seiner 41 Jahre hat Bruno Risi immer noch den schnellsten Antritt im Feld. Er kann auf den ersten Metern einer Attacke enorm beschleunigen. Dieser explosionsartige Antritt ist seine große Stärke. Ich glaube, Leif ist der Einzige, der ähnliche Fähigkeiten hat und Brunos Attacken mitgehen kann. Wenn das klappt, dass wir kontern und mit ausreißen können, dann kommen wir schneller und kräftesparender um die Runde rum, als wenn wir mit Bartko oder Stam oder irgendjemand anders zusammen rumfahren.“ Die Schweizer haben diese Taktik natürlich längst durchschaut – und deshalb verrate ich hier auch kein Geheimnis – und setzten ihre Angriffe zumeist dann, wenn Leif gerade pausierte. So auch fünf Minuten vor Ende der ersten Jagd. Bruno flog aus dem Feld heraus und Grasmann konnte nicht kontern. Die beiden Schweizer schlossen zu Bartko / Keisse in die Nullrunde auf, verpennten aber dann das Finale. Zwei Runden vor Schluss hingen sie im hinteren Feld fest und waren noch nicht für den Endspurt präpariert. Ein alter Fuchs wie Robert Bartko erkennt natürlich eine solche Chance. Er zog frühzeitig einen langen Spurt an und fuhr mit großem Vorsprung den Sieg nach Hause.

Bartko / Keisse und Risi / Marvulli hatten sich damit die gestern verlorene Runde zurückgeholt. Zudem erreichten beide Teams und auch Lampater / Grasmann die 100-Punkte-Marke und bekamen ihre erste Bonusrunde. Somit waren diese drei Paarungen in der Nullrunde und lagen auch nach Punkten dichtauf. Die beiden Holländer folgten mit einer Runde Rückstand auf Rang vier.

Dass wirklich um jeden einzelnen Punkt gefightet wurde, zeigte das Finale des zweiten Derny-Laufes. Robert Bartko wollte unbedingt gewinnen und sein Schrittmacher gab in der letzten Runde Vollgas, um noch an Bruno Risi vorbeizukommen. Bartko verlor den Kontakt zur Rolle und stampfte mit einem guten Meter Abstand seinem Motorrad hinterher – und gewann trotzdem den Lauf. Das war ein Kraftakt.

Pech hatten Lampater / Grasmann im langen Zeitfahren. Sie hatten gut beschleunigt, waren mit hohem Tempo über die Startlinie gerast, schafften ein optimale Ablösung und die Uhr blieb bei 27,935 stehen. Eine Fabelzeit! Doch die Jury hatte ihre Zweifel an der Zeitmessung. Die Zeit wurde auf 28,69 korrigiert. Die Bayern rutschten auf Platz drei. Sieger wurde wie gestern Franco Marvulli in 28,474 Sekunden für die 500 Meter.

Stam / van Bon schlagen in zweiter Jagd zu
Vor der zweiten Jagd lagen die beiden Andis - Andreas Müller und Andreas Beikirch – im Gesamtklassement auf Rang sechs. Mülli war dennoch nicht zufrieden: „Wir haben in den bisherigen Jagden mehrfach Attacken nicht zu Ende gebracht und wurden wieder eingeholt. Das können wir uns kräftemäßig nicht leisten. Wenn wir einen Angriff starten, dann muss er sitzen. Am Ende der Jagden war ich völlig leergefahren und konnte nur noch mitfahren.“ Offenbar hatten die beiden die Pause während des Auftritts von DJ Ötzi gut zur Erholung nutzen können, denn in der abschließenden Jagd über 40 Minuten überraschten sie mit einer offensiven Fahrweise, attackierten früh und blieben ständig in der Nullrunde.

Das Tempo im Feld war von Beginn an gleich bleibend hoch, so dass sich kaum eines der schwächeren Teams einen Angriff traute. Und wer dennoch allen Mut zusammennahm und ausriss, der musste sich länger als üblich ums Oval quälen, bis er den Schwanz des Feldes zu packen bekam.

Die drei Teams Risi / Marvulli, Bartko / Keisse und Lampater / Grasmann belauerten sich gegenseitig und hatten Stam / van Bon offenbar wegen des Rundenrückstandes nicht mehr auf der Rechnung für das Podium. Aber diese Rechnung ging nicht auf. Fünf Minuten vor Ende stahl sich Danny Stam davon und die Holländer schlossen zu Müller / Beikirch in die Nullrunde auf. Bartko versuchte zu kontern, wurde aber von Risi zurückgeholt. So wurde der Sprint zu einem Zweikampf, den Leon van Bon um Reifenstärke vor Andreas Müller für sich entscheiden konnte. Mit den 20 Punkten für den Sieg in dieser Jagd erreichten auch die Holländer eine Bonusrunde und führen das Klassement vor dem langen Samstag als einziges Team in der Nullrunde an.

-> Zum Stand nach der 2. Nacht

Bremer Veranstalter mit Grund zur Freude
Veranstalter Frank Minder hatte übrigens heute gute Laune und lief den ganzen Abend mit einem Lächeln im Gesicht herum. Der Grund war offensichtlich: Mit 17.300 Besuchern am Eröffnungsabend und 27.500 Besuchern am Freitag steuern die Bremer Sixdays wieder auf ein Ergebnis von über 120.000 Besuchern zu. Gegen alle Schwierigkeiten im Vorfeld der Veranstaltung durch den kurzzeitigen Ausstieg dreier Hauptsponsoren hatte Minder auf die Abstimmung mit den Füßen gesetzt. Seine Pressesprecherin Annette Lemm hatte in den letzten Wochen die Journalisten fast täglich per E-Mail mit Infos und Hintergrundberichten gefüttert und auch die Medienpartner Weser Kurier und Radio Bremen hatten mit großformatigen Anzeigen, Werbespots und Reportagen kräftig die Werbetrommel gerührt. Offenbar mit Erfolg. Von Krise spricht in Bremen niemand mehr.

Wer noch mehr Lust auf das Bremer Sechstagerennen hat, kann alle Wettbewerbe live im Internet verfolgen. Auf www.web-dome.com/sports-line wird am Samstag, Montag und Dienstag jeweils ab 19.15 Uhr und am Sonntag schon von 10.45 Uhr bis ca.17 Uhr übertragen. Und das beste: Dieser Service ist kostenlos.

Das Programm der 3. Nacht (Samstag)
20.05 Uhr 6 Wertungen á 10 Runden
20.25 Uhr Mannschaftsausscheidung
20.45 Uhr Rundenrekordfahren
21.05 Uhr 1. Große Jagd
22.45 Uhr Derny - 1. Lauf
23.00 Uhr Einzelausscheidung
23.15 Uhr Derny - 2. Lauf
23.30 Uhr 6 Wertungen á 10 Runden
23.50 Uhr 500-Meter-Zeitfahren
00.15 Uhr 2. Große Jagd
01.10 Uhr Ende


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