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Italienischer Meister Filippo Pozzato holt auf 12. Etappe des Giro d´Italia endlich ersten Heimsieg
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20.05.2010

Italienischer Meister Filippo Pozzato holt auf 12. Etappe des Giro d´Italia endlich ersten Heimsieg

Info: GIRO D´ITALIA 2010
Autor: Felix Griep (Werfel)
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Vorschau: Begnadigte Sprinter auf Etappe 12 mit drittletzter Chance für einen Sieg



Porto Recanati, 20.05.2010 - Am letzten kleinen Anstieg der eigentlich für die Sprinter gedachten 12. Etappe hagelte es knappe 15 Kilometer vor dem Ziel Attacken, worauf sich eine hochkarätige Gruppe bildete, die zehn Sekunden zum Feld ins Ziel brachte. Aus ihr sprintete Filippo Pozzato (Katusha) zum ersten italienischen Etappensieg bei diesem Giro, gefolgt von zwei Franzosen. Zur Bildung der Gruppe trugen auch Topfahrer wie der gestern entthronte Alexandre Vinokourov (Astana) bei.

Schönes Wetter aber Roels tritt nicht mehr an
Wettermäßig war es einer der schönsten Tage dieses Giro. Statt dick eingepackt in Regenjacken fuhren manche Fahrer gar mit leicht geöffneten Trikots am Adriatischen Meer entlang. 169 Fahrer waren noch dabei, nach der gestrigen Regenetappe stiegen Wouter Weylandt (Quick Step) und Dominik Roels (Team Milram) nicht mehr aufs Rad. Nach Fabian Wegmann und Thomas Rohregger ist dies schon der dritte Ausfall für Milram, nur Astana und BMC mussten noch mehr Verluste hinnehmen.
-> Zu allen Ausfällen und verbliebenen Fahrern pro Team


Analyse: 11 Fahrer überholen Vinokourov nach
denkwürdiger 11. Etappe: Ihre Chancen unter der Lupe


Stamsnijder verliert Führungen an Flens und Pineau
Eine gut vier Kilometer lange Steigung direkt vom Ziel aus lud direkt zu Attacken ein, die eine Fluchtgruppe auslösen könnten. Diese gab es zwar auch, die Gruppe bildete sich aber erst etwas später. Bei Kilometer neun griff Rick Flens (Rabobank) an, der in der Ausreißerwertung als Dritter nur ganz knapp hinter seinem Teamkollegen Tom Stamsnijder lag, den er mit dieser Aktion nun übertrumpfen sollte. Yuriy Krivtsov (Ag2r) und Olivier Kaisen (Omega Pharma-Lotto) fuhren nach kurzer Zeit hinterher und bildeten schließlich mit Flens das rennbestimmende Spitzentrio. Der Rückstand des Feldes stieg rasch auf fast zehn Minuten an, doch heute setzte die Verfolgungsarbeit rechtzeitig ein, an der Garmin-Transitions vom zweifachen Sprintsieger Tyler Farrar den größten Anteil hatte. Nach 130 der total 206 Kilometer bog die Strecke von der Küste ins Landesinnere ein, wo es ein wenig welliger wurde. Auf dem ersten Hügel wurde der Zwischensprint ausgetragen, den Flens gewann. Aus dem Feld holte Jérôme Pineau (Quick Step) einen Punkt, mit dem er die Führung in der Sprintwertung übernahm. Auch hier lag zuvor Stamsnijder auf Platz eins.

Feld zerlegt sich am letzten Anstieg, Vinokourov in Spitzengruppe
Zwei Bergwertungen der niedrigsten Kategorie gab es auch, die erste entschied Flens für sich, an der zweiten, die nur zwölf Kilometer vor dem Ziel lag, war er nicht mehr vorne. In diesem Anstieg (3,5 km à 4,7%) setzte sich der alltägliche Giro-Wahnsinn fort. Francesco Failli (Acqua & Sapone) griff an und holte die Ausreißer als Erster ein. Dann gingen Alessandro Bisolti (Colnago-CSF) und mit Marco Pinotti (HTC-Columbia) der erste Topfahrer. Es folgte Angriff auf Angriff und auch Alexandre Vinokourov (Astana) suchte aktiv etwas Widergutmachung für den gestrigen herben Verlust des Rosa Trikots. Es bildete sich eine hochkarätige Spitzengruppe, die im Ziel noch zehn Fahrer umfasste. Auf dem flachen Schlussteil hatten sie teilweise bis zu 20 Sekunden Vorsprung auf ein letztlich nur noch 49 Fahrer umfassendes Hauptfeld, in dem der zurückgefallene Cadel Evans (BMC Racing Team) Tempo bolzen musste und sich auch Sprinter wie André Greipel (HTC-Columbia) oder Tyler Farrar (Garmin) selbst an der Verfolgung beteiligten. Zehn Sekunden lagen am Ende zwischen diesem Hauptfeld und der Spitzengruppe, in der etwas passierte, worauf schon lange gewartet wurde.


Weiterer Bericht: Linus Gerdemann verteidigt Platz sieben der Gesamtwertung

Pozzato erlöst Italien, Pineau wieder in Rot
Bis zum zwölften Tag des Giro mussten die Italiener auf ihren ersten Sieg warten, so lange wie noch nie in der Geschichte der Rundfahrt. Es war ihr Landesmeister, Filippo Pozzato, der die lange Durststrecke beendete und sich im Zielsprint der Spitzengruppe durchsetzte. Zugleich war es nach dem Erfolg von Evgeni Petrov der zweite Sieg für das Team Katusha in Folge. Die Franzosen Thomas Voeckler (Bouygues Telecom) und Jérôme Pineau (Quick Step) belegten die nächsten Plätze. Darauf folgten Stefano Garzelli, der auf der Zielgeraden angreifende Vinokourov, Vincenzo Nibali (Liquigas), Pinotti, Michele Scarponi (Androni Giocattoli), Damiano Cunego (Lampre) und Ivan Basso (Liquigas) und dann das Hauptfeld mit zehn Sekunden Rückstand. Darin steckte Tyler Farrar, der die Führung in der Punktewertung an Pineau abgeben musste. Der kommt morgen ein zweites Mal in den Genuss, im Roten Trikot zu fahren. Richie Porte (Saxo Bank) konnte mit den wenigen verlorenen Sekunden leben und behält Platz eins in der Gesamtwertung, die sich nur außerhalb der Top10 leicht verändert hat.

-> Zum Resultat





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