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Ivan Basso krönt sich zum neuen König des Monte Zoncolan, aber David Arroyo verteidigt Rosa
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23.05.2010

Ivan Basso krönt sich zum neuen König des Monte Zoncolan, aber David Arroyo verteidigt Rosa

Info: GIRO D´ITALIA 2010
Autor: Felix Griep (Werfel)
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Vorschau: 15. Etappe des Giro endet mit durchschnittlich 11,9% am Monte Zoncolan



Monte Zoncolan, 23.05.2010 - Am unfassbar steilen Schlussanstieg der 15. Etappe des Giro d’Italia hat Ivan Basso (Liquigas) die Nachfolge von Gilberto Simoni (Lampre) angetreten . Basso krönte sich zum neuen König des Monte Zoncolan, gewann 1:19 Minuten vor seinem ersten Verfolger, Weltmeister Cadel Evans (BMC Racing Team). David Arroyo (Caisse d’Epargne) kämpfte sich als Elfter mit fast vier Minuten Rückstand ins Ziel und bleibt damit Führender der Gesamtwertung, in der Basso auf Platz drei klettert.

Nachfolger von König Simoni gesucht
Erst zwei Mal machte der Giro d’Italia am Monte Zoncolan halt, dem Monsterberg, der auf nur 10,1 Kilometern einen Höhenunterschied von 1200 Metern überwindet. 2003 und 2007 gewann hier jeweils Gilberto Simoni (Lampre), der zum Abschluss seiner Karriere bei seiner letzten Italien-Rundfahrt noch einmal an die Stätte alter Erfolge zurückkehren konnte. Der König des Zoncolan verabschiedete sich als 31. des Tages mit über acht Minuten Rückstand, fand aber zugleich einen Nachfolger, der den vielleicht schwersten Anstieg Europas zu seinem Hoheitsgebiet machte.

Pineau nimmt Rabobank beide Führungen ab
Nach 18 Kilometern wurde eine sechsköpfige Ausreißergruppe fahren gelassen, die sich auf der ersten, flachen Hälfte der Etappe austoben durfte. Quick Step hatte mit Jérôme Pineau und Francesco Reda gleich zwei Mann dabei, Jackson Rodriguez (Androni Giocattoli), Ludovic Turpin (Ag2r), Guillaume Le Floch (Bouygues Telecom) und Nico Sijmens (Cofidis) vervollständigten das Sextett, das bis zu einer Viertelstunde Vorsprung bekam. Als dann der erste Berg begann, erhöhte Liquigas das Tempo im Feld und bis zur Mitte des Schlussanstiegs waren sie alle wieder gestellt. Turpin sammelte mit drei gewonnenen Bergpreisen 20 Punkte, die ihn in der Bergwertung auf Platz drei brachten, großer Sieger der Flucht war aber Pineau, der gleich zwei Rabobank-Fahrern Führungen abnahm. Bei seiner zwei Wochen andauernden Privatfehde mit Tom Stamsnijder ging der Franzose in der Sprintwertung wieder in Führung, Rick Flens verdrängt er von der Spitze der Ausreißerwertung. 476 Fluchtkilometer hat Pineau jetzt gesammelt, 13 mehr als Flens.

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Liquigas bereitet super vor, Basso vollendet in beeindruckender Manier
Wie schon tags zuvor am Monte Grappa beeindruckte Liquigas durch starke mannschaftliche Präsenz und kontrollierte das Feld das ganze Rennen über. Keinesfalls satt nach dem Sieg von Vincenzo Nibali gab man das Team das Tempo vor und sorgte 40 Kilometer vor dem Ziel am zweiten Berg, dem Passo Duron, für eine Vorselektion, bei der viele Topfahrer ihre Helfer verloren. In der Abfahrt fanden einige davon zurück und blieben dann auch über den dritten Anstieg hinweg dran. Dann türmte sich der unerbittliche Zoncolan vor den Fahrern auf und verlangte allen das Äußerste ab. Schnell trennte sich die Spreu vom Weizen und in dem mit 22% steilsten Abschnitt rund sechs Kilometer vor dem Ziel zerfiel fast alles. Ivan Basso war es, der mit seinem Antritt die Vorentscheidung herbeiführte, nur Cadel Evans (BMC Racing Team) und Michele Scarponi (Androni Giocattoli) konnten Anschluss an den Giro-Sieger von 2006 halten. Scarponi fiel als Erster wieder zurück und bei noch vier Kilometern wurde auch Evans Opfer einer weiteren Tempoverschärfung Bassos, der fortan einem beeindruckenden Sieg entgegenfuhr.


Weiterer Bericht: Linus Gerdemann verteidigt Top-Ten-Platzierung beim Giro

Basso halbiert Rückstand zu Arroyo, Gerdemann bleibt in Top10
1:19 Minute, so einen Vorsprung hatte Simoni bei seinen zwei Zoncolan-Siegen nicht annähernd erreicht. Diesen Rückstand kassierte Weltmeister Evans auf Tagessieger Basso, der sich bis ins Ziel kontinuierlich abgesetzt hatte. Scarponi folgte elf Sekunden später, Damiano Cunego (Lampre) nach 1:58 Minute als Vierter. Nach zweieinhalb Minuten erreichte Alexandre Vinokourov (Astana) das Ende der Quälerei und musste das Rote Trikot an Evans abgeben, der in der Punktewertung nun am Kasachen vorbeigezogen ist. Einzeln oder maximal zu zweit erreichten die nächsten Fahrer den Gipfel, das Rosa Trikot überquerte nach 3:50 Minuten den Zielstrich. Das reichte David Arroyo (Caisse d‘Epargne), um die erste Position in der Gesamtwertung zu behalten, 3:33 Minuten vor Basso, der jetzt aber zum großen Favoriten geworden ist. Zwischen den beiden liegt mit 2:35 Minuten weiterhin noch Richie Porte (Saxo Bank), der auf Platz 18 ebenfalls eine starke Leistung abrief. Deutschlands Bester Linus Gerdemann (Team Milram) fiel zwar ein Stück zurück, bleibt hinter Carlos Sastre (Cervélo TestTeam), Evans, Vinokourov, Nibali und Scarponi als Neunter aber immer noch unter den ersten Zehn.

-> Zum Resultat

Etappensieger und Voß streichen vor letztem Ruhetag die Segel
Sieben Ausfälle forderte die 15. Etappe, so dass nur noch 157 von einst 198 Fahrern den morgigen zweiten Ruhetag erreichen. Gar nicht mehr zum Start erschienen die Sprinter Robbie McEwen (Katusha) und Tyler Farrar (Garmin-Transitions), für den der Giro mit zwei Etappensiegen ohnehin bereits ein Erfolg war. Mit Manuel Belletti (Colnago-CSF) und Matthew Goss (HTC-Columbia) stiegen zwei weitere Fahrer aus, die sich in die Liste der Etappensieger eintragen konntne. Zu den weiteren Aussteigern gehörte Paul Voß (Team Milram), der die tolle Erfahrung von vier Tagen Bergtrikot aus seiner ersten Grand Tour mitnimmt. Milram gehört nun zu den schwächsten Teams im Rennen, hat nur noch fünf Fahrer dabei. Vollzählig bleiben einzig Cervélo und das überragende Liquigas.
-> Alle Ausfälle und verbliebene Fahrer pro Team





Basso krönt sich zum neuen König des Monte Zoncolan aber Arroyo verteidigt Rosa
Basso krönt sich zum neuen König des Monte Zoncolan aber Arroyo verteidigt Rosa
Foto: Sabine Jacob, www.eventfoto-jacob.de

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