<< älterer Bericht  | zurück zur News |  neuerer Bericht >>
Start > Giro d’Italia
Garzelli gewinnt Bergzeitfahren am Kronplatz vor Evans, Arroyo bleibt vor Basso und in Rosa
Suchen <font size=2>Giro d’Italia</font> Forum  <font size=2>Giro d’Italia</font> Forum  <font size=2>Giro d’Italia</font>
25.05.2010

Garzelli gewinnt Bergzeitfahren am Kronplatz vor Evans, Arroyo bleibt vor Basso und in Rosa

Info: GIRO D´ITALIA 2010
Autor: Felix Griep (Werfel)
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Vorschau: Bergzeitfahren auf den Kronplatz am Dienstag - Vorschau mit allen Startzeiten



Kronplatz, 25.05.2010 - Stefano Garzelli (Acqua & Sapone), der in der Gesamtwertung schon weit abgeschlagen war, hat mit großem Vorsprung das Bergzeitfahren am Kronplatz auf der 16. Giro-Etappe gewonnen. Weltmeister Cadel Evans (BMC Racing Team) wurde mit 42 Sekunden Rückstand Zweiter. David Arroyo (Caisse d'Epargne) bewahrte die Gesamtführung 2:27 Minuten vor dem neuen Zweiten Ivan Basso (Liquigas) und auch Richie Porte (Saxo Bank) biss sich auf dem Podium fest.

Gutes Wetter bei zweitem Bergzeitfahren auf dem Kronplatz
Zum zweiten Mal nach 2008 gab es ein Bergzeitfahren auf den Kronplatz, einen unerbittlichen Berg, der im zweiten Teil gar über nicht asphaltierte Straßen verfügt, wenngleich diese nicht ganz so schlimm waren wie die strade bianche auf der 7. Etappe. Der Plan de Corones, wie er in Italien heißt, bietet auf dem Gipfel nicht viel Platz, so dass die 155 Fahrer - Mickael Buffaz (Cofidis) und Leonardo Bertagnolli (Androni Giocattoli) traten nicht mehr an - in drei Gruppen unterteilt werden musste, wonach jeweils eine Pause eingelegt wurde, um den Berg von Fahrern und Begleitfahrzeugen zu räumen. Die Sonne strahlte über dem Kronplatz, der an einigen Stellen aber immer noch von Schnee bedeckt war.


Analyse: Einbrüche und Aufholjagden am Kronplatz

Monier dominiert 1. Gruppe, Bangen um die Karenzzeit
Da nach umgekehrter Reihenfolge der Gesamtwertung gestartet wurde, fand man in der ersten Gruppe kaum starke Bergfahrer. Ihr Bester war Damien Monier (Cofidis), der am Ende des Tages immerhin Platz 26 belegte. Der Franzose führte im Ziel 32 Sekunden vor Marco Marzano (Lampre), auf den er an der Zwischenzeit nach 7,6 von 12,85 Kilometern noch zehn Sekunden Rückstand hatte. Das zeigte, dass man sich den Anstieg sehr gut einteilen musste, um am Ende nicht einzubrechen. Es gab viele Fahrer, die gegen das Zeitlimit ankämpfen mussten, das mit 25% der Siegerzeit angesetzt wurde. Am Ende erwischte es nur Ermanno Capelli (Footon-Servetto), der 1:24 Minute zu langsam war. Markus Fothen (Team Milram) hatte als Vorletzter noch knapp eine Minute Polster und darf weiterfahren.

Szmyd überzeugt in 2. Gruppe, Simoni und Eibegger vorn dabei
Nur zwei Starter aus der zweiten Gruppe konnten eine besser Zeit als Monier fahren. Sylvester Szmyd, der für seine Liquigas-Kapitäne Ivan Basso und Vincenzo Nibali zuletzt so viel wertvolle Arbeit verrichtet hat, war 35 Sekunden schneller und schaffte es mit seiner Zeit auch nach allen Topfavoriten noch auf Platz 15. David Moncoutié hatte seinen Cofidis-Teamkollegen Monier ebenfalls überholen können. Das gelang Gilberto Simoni (Lampre) bei seiner Abschiedstournee über die italienischen Berge nicht ganz, er wurde vorübergehend Vierter und belegte am Ende Platz 30. Sechster nach den ersten gut hundert Fahrern war der Österreicher Markus Eibegger (Footon-Servetto), für den später Platz 35 heraussprang.

Evans nur am Furcia Spitze, Garzelli teilt Kräfte besser ein, Tschopp kurz top
Als die Topfavoriten loslegten, kam es zum Kampf um den Etappensieg, den Cadel Evans (BMC Racing Team) als klares Ziel hatte. Am Passo Furcia, bei der Zwischenzeit, lag der Weltmeister vier Sekunden vor Michele Scarponi (Androni Giocattoli) und zwölf Sekunden vor Stefano Garzelli (Acqua e Sapone). Doch der hatte für den etwas schwereren Schlussteil die meisten Kraftreserven, fuhr den anderen noch deutlich davon. Oben war er mit einer Zeit von 41:28 Minuten - 2008 gewann Franco Pellizotti in 40:26! - 42 Sekunden schneller als der Zweite Evans. Von Platz elf am Zwischenmesspunkt fuhr John Gadret (Ag2r) überraschend auf den dritten Platz, blieb knapp unter einer Minute Rückstand. Mit etwas mehr als einer Minute folgten Nibali, Scarponi und Basso. Hervorragender 13. wurde der Schweizer Johann Tschopp (Bouygues Telecom), der nach seiner Zielankunft sogar für 59 Sekunden der Führende war.


Weiterer Bericht: Starke Bronchitis schwächt Gerdemann

Arroyo und Porte wehren sich, Gerdemann weit zurückgefallen
Mit seinem sechsten Tagesrang war Ivan Basso dabei, sich in der Gesamtwertung weiter zu verbessern. Richie Porte (Saxo Bank), der als 17. eine tolle Leistung zeigte, fiel nur um neun Sekunden hinter den Zoncolan-Sieger zurück. David Arroyo (Caisse d’Epargne) ließ sich das Rosa Trikot aber nicht abnehmen, war eine Sekunde schneller als Porte und behält von seinen vor dem Bergzeitfahren 3:33 Minuten auf Basso noch 2:27 Minuten. Evans arbeitet sich auf Rang vier vor, mit nunmehr 3:09 Minuten Rückstand. Dass man für die heutigen Anstrengungen topfit sein musste, bekam Linus Gerdemann (Team Milram) zu spüren. Von einer Bronchitis geschwächt verlor er sechs Minuten auf den Tagessieger und fiel somit gesamt aus den Top10 heraus.

-> Zum Resultat





Garzelli gewinnt Bergzeitfahren am Kronplatz vor Evans, Arroyo bleibt vor Basso
Garzelli gewinnt Bergzeitfahren am Kronplatz vor Evans, Arroyo bleibt vor Basso
Foto: Sabine Jacob, www.eventfoto-jacob.de

Zum Seitenanfang von für Garzelli gewinnt Bergzeitfahren am Kronplatz vor Evans, Arroyo bleibt vor Basso und in Rosa



Radsportnews auf Twitter - Radsport, Cycling, Radrennen live