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Damien Monier gewinnt 17. Giro-Etappe aus großer Gruppe solo vor Danilo Hondo
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26.05.2010

Damien Monier gewinnt 17. Giro-Etappe aus großer Gruppe solo vor Danilo Hondo

Info: GIRO D´ITALIA 2010
Autor: Felix Griep (Werfel)
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Vorschau: Inoffizielle Bergankunft in Peio Terme könnte ein Tag für Ausreißer werden



Peio Terme, 26.05.2010 - Die 17. Etappe des Giro d'Italia wurde wenig überraschend zur Beute von Ausreißern, von denen sich gleich 19 auf die Flucht begaben. Am Schlussberg setzte sich Damien Monier (Cofidis) ab und siegte gut eine halbe Minute vor Danilo Hondo (Lampre) und Steven Kruijswijk (Rabobank). Es war der erste Erfolg in der Karriere des 27-jährigen Franzosen. An der Spitze der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen, David Arroyo (Caisse d'Epargne) bleibt weiterhin Träger des Rosa Trikots.

Ein idealer Tag für Ausreißer
Letzte Giro-Woche, eine bergige Etappe, aber für die Favoriten zu wenig anspruchsvoll. Es war ein Tag wie gemacht für Ausreißer, für Fahrer, die sonst keine Chance auf einen Etappensieg sehen könnten. Zwar ging es mehr als tausend Höhenmeter das Gampenjoch hinauf, das zur Mitte der 173 Kilometer langen Etappe aber für keine Selektion sorgten sollte. Spannung versprach aber das Finale mit einer kleinen Bergankunft.

Großer Vorsprung nach langer Phase der Gruppenfindung
Eine leicht abschüssige Strecke und der Kampf um die richtige Gruppe sorgten für ein hohes Anfangstempo mit 50,2 absolvierten Kilometern in der ersten Stunde. Erst kurz danach bildete sich endlich die entscheidende Gruppe, gleich 19 Fahrer arbeiteten gemeinsam für die Möglichkeit des Tagessieges. Mit Danilo Hondo (Lampre) und Markus Fothen (Team Milram) hatten zwei Deutsche das richtige Gespür, ebenso der Schweizer Danilo Wyss (BMC Racing Team). Bis zum Beginn des Passo del Palada, der auf deutsch Gampenjoch heißt, hatte sich das desinteressierte Feld zwölf Minuten Rückstand eingehandelt, was Alexander Efimkin (Ag2r), dem Besten der Gruppe, eine Verbesserung in der Gesamtwertung von Platz 16 auf neun gebracht hätte. Dann nahm aber Caisse d’Epargne die Arbeit auf, um das Rosa Trikot von David Arroyo gar nicht erst in Gefahr geraten zu lassen.

Ignatiev attackiert zu früh, Hondo bei Vorentscheidung dabei
Die Bergwertung der 1. Kategorie schnappte sich Daniel Moreno (Omega Pharma-Lotto), dessen Teamkollege Matthew Lloyd heute nicht um sein Bergtrikot zu fürchten brauchte. Das Feld war oben wieder auf acht Minuten herangekommen, nur um in der Abfahrt und dem folgenden langen, leicht bergauf führenden Stück wieder mehr als elf Minuten zurückzufallen. 30 Kilometer vor Schluss, das Durchkommen war längst sicher, endete die Zusammenarbeit in der Ausreißergruppe, als Mikhail Ignatiev (Katusha) nicht mehr stillhalten konnte. Die Attacke des Russen kam aber zu früh, er blieb nicht lange vorne, konnte nur den Sieg am Zwischensprint als kleinen Erfolg verbuchen. Die Angriffe rissen nun nicht mehr ab und immer wieder nahm das Geschehen an der Spitze neue Formen an. Erst zehn Kilometer vor Schluss fand sich eine stabile Situation. Hondo fuhr mit Damien Monier (Cofidis) und Steven Kruijswijk (Rabobank) voraus, Steven Cummings (Sky) und Moreno gingen zu zweit auf die Verfolgung.

Monier attackiert im steilsten Stück, Hondo guter Zweiter
Die letzten drei Kilometer waren mit 7% Steigung die schwersten des Finales, direkt zu Beginn dieses kleinen Schlussanstieges gab es einen Abschnitt mit 12%. Genau darauf hatte Monier gewartet und schüttelte mit einem starken Antritt seine beiden Begleiter ab. Seit dem Jahr 2004 fährt der 27-jährige Franzose für Cofidis und holte nun mit einem Paukenschlag endlich seinen ersten Profi-Sieg. Bis ins Ziel nach Peio Terme hatte er den beiden anderen mehr als eine halbe Minute abgenommen. Platz zwei holte sich der eher als Sprinter bekannte Hondo, der erst zurückgefallen war, dann aber wieder aufholte und Kruijswijk noch hinter sich ließ. Moreno und Cummings erreichten das Ziel nach gut einer Minute. Der Rest folgte nach und nach, Fothen wurde 14., Wyss kam auf Rang 16. Ignatiev wurde als Einziger der Ausreißer noch von den rund zehn Minuten zurückliegenden Favoriten eingeholt, die am Berg zwar hohes Tempo anschlugen, sich aber nicht gegenseitig angriffen.

Arroyo verteidigt Vorsprung, Efimkin verpasst die Top10
Die Top10 der Gesamtwertung blieben fast unverändert. Nur ein paar Sekunden Differenzen gab es unter ihnen, Damiano Cunego (Lampre) reichten die aber, um Platz neun von Robert Kiserlovski (Liquigas) zu übernehmen. Lampre hatte wie auch HTC-Columbia vom Elften Marco Pinotti einige Nachführarbeit verrichtet, um Efimkin auf Abstand zu halten. Der ist nach Tagesrang sieben nun gesamt Zwölfter. Einen Platz dahinter liegt Linus Gerdemann (Team Milram), der noch einmal gut 30 Sekunden verlor. Seinen Vorsprung von 2:27 Minuten auf Ivan Basso (Liquigas) verteidigte David Arroyo souverän, kann morgen zum vierten Mal das Rosa Trikot tragen.

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Damien Monier gewinnt 17. Giro-Etappe aus großer Gruppe solo vor Danilo Hondo
Damien Monier gewinnt 17. Giro-Etappe aus großer Gruppe solo vor Danilo Hondo
Foto: Sabine Jacob

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