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Bpost bank Trofee: Sven Nys setzt sich in Loenhout gegen Niels Albert durch
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27.12.2013

Bpost bank Trofee: Sven Nys setzt sich in Loenhout gegen Niels Albert durch

Info: Rennkalender Radcross-Saison 2013/14
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Loenhout/Wuustwezel, 27.12.2013 - Sven Nys (Crelan-KDL) hat zum insgesamt sechsten Mal den Azencross (C1) für sich entschieden und eine drei Jahre anhaltende Erfolgsserie von Niels Albert (BKCP-Powerplus) in Loenhout beendet. Zugleich baute der Weltmeister seinen Vorsprung in der bpost bank Trofee-Wertung auf über anderthalb Minuten aus. Albert wurde hinter Rob Peeters (Telenet-Fidea) nur Dritter des Tages. Sein deutscher Teamkollege Philipp Walsleben kam hinter Klaas Vantornout (Sunweb-Napoleon Games) und Zdenek Stybar (Omega Pharma-Quick Step) auf den sechsten Platz.


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Albert und Nys sprinten um die Bonussekunden
Für Aufregung im Vorfeld sorgte ein Protest, den Niels Albert gegen den Weltcup-Führenden Lars van der Haar wegen dessen Verhaltens in Heusden-Zolder eingelegt hatte. Dieser habe sich nicht an die Richtlinien gehalten, als er auf einer der ersten Runden in die Wechselzone einfuhr und sie, ohne das Rad zu tauschen, wieder verließ. Sein Sieg müsse annulliert werden. Van der Haar verwies darauf, dass er die "Stop and go"-Anforderung erfüllt, also abgestiegen und vier Schritte getan habe, bevor er sich erneut aufs Rad schwang. Beim Azencross fehlte der niederländische Meister; auf eine Austragung des Konflikts mit sportlichen Mitteln musste das Publikum also verzichten. Albert zeigte sich dafür im Gegensatz zu gestern von Anfang an hellwach. Hinter Thijs van Amerongen (AA Drink) sicherte er sich am Zwischensprint nach anderthalb Runden Platz zwei und damit 10 wichtige Sekunden für die Gesamtwertung. Bpost bank Trofee-Leader Sven Nys (Crelan-KDL) griff allerdings auch noch 5 Sekunden ab. Die beiden ließen sich nicht aus den Augen, als sich kurze Zeit später eine umfangreiche Kopfgruppe bildete.

Nys in seinem Element
Niels Albert versuchte, unterstützt durch seinen Teamkameraden Philipp Walsleben, das Kommando an sich zu reißen und setzte sich immer wieder ein Stückchen ab. Nach einem Ausrutscher war es aber an Sven Nys, die Spitze im Wettkampf zu übernehmen. Sein Vorsprung wuchs zwar nicht in unerreichbare Höhen, da sowohl Albert wie Rob Peeters (Telenet-Fidea) sich als Verfolger mächtig ins Zeug legten. Doch auf dem sehr schlammigen Untergrund fühlte der Weltmeister sich in seinem Element und es reichte, um den Azencross zum sechsten Mal nach 2000, 2002, 2004, 2005 und 2009 für sich zu entscheiden. Albert, der zuletzt dreimal in Folge in Loenhout triumphierte, verlor noch den Sprint um den dritten Platz gegen Peeters (+0:21) und büßte so 24 Sekunden plus 10 Bonussekunden gegenüber Nys ein. Das bedeutet in der Gesamtwertung einen Rückstand von 1:35 Minuten. Klaas Vantornout, der als Vierter ins Ziel kam (+0:43), ist mit 3:02 Minuten Differenz praktisch schon aus dem Kampf um die bpost bank Trofee ausgeschieden.

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Frauen: Vos nach zwei Niederlagen wieder erfolgreich
Nachdem sie sich sowohl beim Weltcup Namur wie in Zolder hatte geschlagen geben müssen, war Marianne Vos (Rabobank Women) in Loenhout wieder obenauf. Die Weltmeisterin verwies US-Meisterin Katherine Compton (Trek Cyclocross Collective) um 47 Sekunden auf den zweiten Platz. Helen Wyman (Kona Factory) fuhr als Dritte ins Ziel (+1:04) und baute ihre bpost bank Trofee-Führung aus. Sanne Cant (Enertherm-BKCP), die über Rang vier (+1:23) heute nicht hinauskam, liegt jetzt exakt eine Minute hinter der Europameisterin zurück. Die Gesamtwertung der Frauen berechnet sich - genau wie die der Männer und anders als die von U23 und Debütanten - nach aufaddierter Fahrzeit. Für Vos war es der erste Sieg nach zwei Monaten Auszeit und ihr insgesamt vierter Erfolg beim Azencross.

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U23: Van Aert siegt vor dem anderen Van der Poel
Bei den Männern U23 fehlte Weltcup-Leader Mathieu van der Poel, der einen Tag nach seinem Triumph in Zolder auf den Azencross verzichtete. Er fühle sich nicht hundertprozentig gesund, teilte der Juniorenweltmeister mit. In seiner Abwesenheit erwies sich, wie nicht anders zu erwarten war, Wout van Aert (Telenet Fidea Cycling Team) als unschlagbar. Mathieus Bruder David (BKCP-Powerplus) rettete immerhin die Ehre der Van der Poels, indem er den in Führung gegangenen Toon Aerts (Telenet Fidea) einholte und am Ende den zweiten Platz belegte. Nur Van Aerts Attacke auf der vorletzten Runde verhinderte ein noch besseres Resultat. Tim Merlier (Sunweb-Napoleon Games) fing Toon Aerts ab und wurde Dritter. An der Spitze der Gesamtwertung thront weiterhin Wout van Aert, der 116 Punkte sein Eigen nennt, während Laurens Sweeck (Landbouwkrediet-KDL), heute Fünfter, es auf 92 Punkte bringt. Mathieu van der Poel ist auf Rang drei (85 Punkte) zurückgefallen.

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Junioren: Zwei Tschechen auf dem Podium
Bei den Junioren war Adam Toupalik - ebenso wie gestern in Zolder - der Stärkste. Trotz seiner durch einen Sturz angeschlagenen Knie überspurtete der tschechische Meister den Belgier Stijn Caluwé auf den letzten 100 Metern. Sein Landsmann Roman Lehky komplettierte das Podest, der Niederländer Sieben Wouters war zu früh zurückgefallen. Eine bpost bank Trofee für Junioren gibt es nicht; es handelte sich um einen gewöhnlichen UCI-Wettkampf.

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Nieuwelingen: Groot erster Gesamtführender
Was die Debütanten (nied. "nieuwelingen"), also die Jugendlichen unterhalb der Juniorenklasse, anging, so war Loenhout ihr erster Gesamtwertungs-relevanter Wettkampf. Konsequenterweise siegte jener 15-Jährige, der bereits in Ronse, Oudenaarde und Hasselt "für die Galerie" gewonnen hatte. Mitch Groot setzte sich im Sprint gegen seinen niederländischen Landsmann Thijs Wolsink durch. Tijl Pauwels, der genauso wie Alex Colman zur frühen Spitzengruppe gehört hatte, wurde Dritter. Groot erhält für seinen Sieg 25 Punkte gutgeschrieben, Wolsink und Pauwels liegen drei bzw. sechs Punkte zurück.

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Die nächste bpost bank Trofee ist der Neujahrscross GP Sven Nys in Baal. Dort dürfte der Namenspatron, der 2013 krankheitsbedingt fehlte, erneut kaum zu schlagen sein.






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