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Schleck gewinnt erste Bergankunft der Tour, die Evans ins Gelbe Trikot bringt - Armstrong verliert alle Chancen
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11.07.2010

Schleck gewinnt erste Bergankunft der Tour, die Evans ins Gelbe Trikot bringt - Armstrong verliert alle Chancen

Info: TOUR DE FRANCE 2010
Vorschau: Morzine-Avoriaz lädt zur ersten Bergankunft ein
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Morzine-Avoriaz, 11.07.2010 – Große Gewinner und einen noch größeren Verlierer gab es bei der ersten Bergankunft der Tour de France. Nach dem Ausfall seines Bruders Frank brachte Andy mit dem Tagessieg den Schleck-Clan wieder zurück in die Erfolgsspur, er siegte im Sprintduell gegen Samuel Sanchez (Euskaltel). Weitere Topfahrer folgten mit kleinem Rückstand, so auch Cadel Evans (BMC Racing Team), der sich in der Gesamtwertung an die Spitze setzte. Die Tour verlor an diesem Tag Lance Armstrong (RadioShack), der mit mehr als elf Minuten Rückstand das Ziel erreichte.


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Ausreißer Moinard und Aerts halten sich am längsten vorne
Im Gegensatz zur ersten, etwas leichteren Bergetappe gestern dauerte es auf dem 8. Tour-Teilstück recht lange, bis sich eine funktionierende Fluchtgruppe gebildet hatte. Der aktivste Fahrer der Anfangsphase, Rein Taaramae (Cofidis), war nicht dabei, dafür aber mit Amaël Moinard und Sébastien Minard zwei seiner Teamkollegen. Christophe Riblon (Ag2r), Mario Aerts (Omega Pharma-Lotto), Imanol Erviti (Caisse d'Epargne), Koos Moerenhout (Rabobank) und Benoît Vaugrenard (Francaise des Jeux) machten aus der Flucht ein Septett, das passenderweise auch sieben Minuten als höchsten Vorsprung erreichte. 50 Kilometer vor dem Ziel begann mit dem Col de la Ramaz (14,3 km à 6,8%) die erste Schwierigkeit des Tages. Bis zum Ende des Kategorie-1-Anstieges blieben nur noch Moinard, Aerts und Moerenhout übrig und überquerten mit zwei Minuten Vorsprung auf das klein gewordene Hauptfeld den Gipfel. Im ähnlich schweren Schlussanstieg nach Morzine-Avoriaz (13,6 km à 6,1%) fiel zuerst Moerenhout zurück, fünf Kilometer vor dem Ziel wurden auch Aerts, der kämpferischste Fahrer der Etappe, und Moinard eingeholt, so dass die Entscheidung um den Tagessieg den Favoriten vorbehalten blieb.


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Chavanel und Armstrong fallen zurück, Schleck holt den Tagessieg
Im Feld hatte bis zum Col de la Ramaz Quick Step alleine die Nachführarbeit verrichtet, Sylvain Chavanel verlor dann aber im Berg schnell den Anschluss und konnte das Gelbe Trikot erwartungsgemäß nicht verteidigen. Ein zweiter Prominenter, der schon in diesem vorletzten Berg zurückfiel, war Lance Armstrong (RadioShack). Der Anstieg hatte für ihn schon mit einem Sturz direkt am Fuß des Berges nicht gut angefangen, aber nicht deshalb, sondern wegen offensichtlicher Formschwäche verlor er bis zum Gipfel eine Minute auf das schon stark verkleinerte Hauptfeld. Als er merkte, dass er nicht wieder nach vorne kommen würde, verließ den siebenfachen Tour-Sieger und letztjährigen Dritten die Motivation und er kam wie Chavanel mit fast zwölf Minuten Rückstand ins Ziel. Im Schlussanstieg machte die längste Zeit Dauphiné-Etappensieger Daniel Navarro Tempo für seinen Astana-Kapitän Alberto Contador, während sich die Favoritengruppe immer mehr verkleinerte, bis nur noch 13 Fahrer vorne lagen. Kurz vor dem Ziel begannen die Angriffe auf den Tagessieg. Andy Schlecks (Saxo Bank) Attacke unter der Flamme Rouge brachte die Vorentscheidung. Nur Olympiasieger Samuel Sanchez (Euskaltel) kam hinterher, musste sich dem Luxemburger, der seinen ersten Tour-Etappensieg feierte, aber im Sprintzweikampf geschlagen geben.


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Evans tauscht Weltmeister- gegen Gelbes Trikot
Zehn Sekunden nach dem Duo Schleck/Sanchez führte Robert Gesink (Rabobank) die nächsten neun Fahrer ins Ziel, darunter auch Alberto Contador (Astana) und Cadel Evans (BMC Racing Team). Der Weltmeister durfte daraufhin zur Siegerehrung das Regenbogentrikot gegen das maillot jaune tauschen, ist neuer Führender der Tour de France. 20 Sekunden hinter ihm liegt Tagessieger Schleck, Contador folgt mit 1:01 Minute Rückstand. Weniger als zwei Minuten zurück liegen sonst nur noch Jurgen Van Den Broeck (Omega Pharma-Lotto), Denis Menchov (Rabobank), Ryder Hesjedal (Garmin-Transitions) und Roman Kreuziger (Liquigas). Bester Deutscher war erneut Andreas Klöden (RadioShack), der die Etappe als 16. abschloss und in der Gesamtwertung nun mit gut fünf Minuten Rückstand Platz 21 belegt. Eine starke Leistung zeigte auch erneut der Schweizer Steve Morabito, der als bester Evans-Helfer nur etwas mehr als zwei Minuten verlor und 21. wurde. Evans war noch kurz nach Etappenstart in einen Sturz verwickelt, der auch Jérôme Pineau (Quick Step) traf. Der behielt schwer angeschlagen aber das Bergtrikot. Es war in der Tat einer der Tage, an denen man die Tour nicht gewinnen, aber sehr wohl verlieren konnte - so wie Lance Armstrong, dem jetzt eigentlich nur noch die ungewohnte Helferrolle für seinen in der Gesamtwertung auf Platz acht liegenden Teamkollegen Levi Leipheimer bleibt.

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Nach neun Renntagen haben sich die Fahrer am Montag ihren ersten Ruhetag verdient. Danach geht es in den Alpen mit der 9. Etappe über den Col de la Madeleine weiter.





Andy Schleck siegt auf der 8. Etappe der Tour de France gegen Samuel Sanchez (Foto: www.letour.fr)
Andy Schleck siegt auf der 8. Etappe der Tour de France gegen Samuel Sanchez (Foto: www.letour.fr)



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