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Joaquin Rodriguez gewinnt in Mende vor Alberto Contador, Andy Schleck verliert zehn Sekunden
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16.07.2010

Joaquin Rodriguez gewinnt in Mende vor Alberto Contador, Andy Schleck verliert zehn Sekunden

Info: TOUR DE FRANCE 2010
Vorschau: Alberto Contador freut sich auf die Montée Laurent Jalabert
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Mende, 16.07.2010 – Joaquin Rodriguez (Katusha) hat vor Alberto Contador (Astana) die 12. Etappe der Tour gewonnen. Beide hatten sich im Anstieg kurz vor dem Ziel abgesetzt und Contadors Teamkollegen Alexandre Vinokourov überholt, der mit vier Sekunden Rückstand Dritter wurde. Zehn Sekunden verlor die nächste Gruppe um Andy Schleck (Saxo Bank), dessen Vorsprung in der Gesamtwertung zu Contador sich auf 31 Sekunden verringerte. Anthony Charteau (Bouygues Telecom) und Thor Hushovd (Cervélo TestTeam) eroberten sich das Gepunktete respektive Grüne Trikot zurück.


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Charteau und Hushovd nach Flucht wieder in Sondertrikots
Die 12. Etappe war natürlich deutlich umkämpfter als der gestrige flache Abschnitt, so dass es heute auch wieder gut 50 Kilometer dauerte, ehe sich eine Spitzengruppe absetzen konnte. Die war dann aber hochkarätig besetzt. Unter den 18 Fahrern befanden sich mit Alexandre Vinokourov (Astana), Andreas Klöden (RadioShack) und Ryder Hesjedal (Garmin-Transtions) drei aus den Top20 der Gesamtwertung. Hinzu kamen Casar (Francaise des Jeux), Aerts (Omega Pharma-Lotto), Siutsou (HTC-Columbia), Santambrogio (BMC Racing Team), Barredo (Quick Step), Kiryienka, Perget (beide Caisse d'Epargne), Kern, Moinard, Pauriol (alle Cofidis), Verdugo (Euskaltel), Bole (Lampre) und Valls (Footon) sowie Anthony Charteau (Bouygues Telecom) und Thor Hushovd (Cervélo), welche ihre anvisierten Wertungstrikots zurückerobern wollten. Charteau gelang es in Abwesenheit von Jérôme Pineau (Quick Step) problemlos, diesem das Bergtrikot wieder abzunehmen, 15 Punkte trennen die beiden Franzosen nun. Ein wenig schwerer hatte es Hushovd, der es bei den beiden Zwischensprints mit Grega Bole zu tun bekam, der seinem Kapitän Alessandro Petacchi (Lampre) das Grüne Trikot aber auch nicht retten konnte. Der fleißige Norweger sammelte zehn Punkte und liegt nun wieder mit sechs Vorsprung an der Spitze der Punktewertung.

Angriffe von Vinokourov und Contador, Schleck in Bedrängnis
Kurz nach dem zweiten Sprint, bei noch 50 zu fahrenden Kilometern, nahm Hushovd nach erreichtem Ziel die Beine hoch, just in dem Moment, als Vinokourov in der Gruppe attackierte. Nur Klöden, Hesjedal und Vasili Kiryienka konnten dem Kasachen folgen. In Folge dieser Tempoverschärfung war der Vorsprung zum Feld auf vier Minuten gestiegen, wo nun sich nun aber mehrere Teams um die Verfolgung bemühten. Am Fuß der Côte de la Croix-Neuve (3,1 km à 10,1%) angelangt war es nur noch eine Minute Abstand und die zurückgefallenen Ausreißer waren bereits gestellt. Vinokourov erwies sich als der Stärkste aus dem Spitzenquartett, hängte seine Begleiter einen nach dem anderen ab. Aus dem Feld wurde in den steilen Rampen eine immer kleinere Favoriten-Gruppe, aus der Joaquin Rodriguez (Katusha) attackierte. Alberto Contador (Astana) nutzte die Gelegenheit und stieg seinem spanischen Landsmann hinterher, während Andy Schleck (Saxo Bank) Probleme hatte, zu folgen. Kurz vor dem Kulminationspunkt des Anstiegs holten Contador und Rodriguez Vinokourov ein, Schleck kämpfte einige Sekunden dahinter um sein Gelbes Trikot.


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Rodriguez schlägt Contador im Sprint, Schleck begrenzt Schaden
Auf dem kurzen Flachstück nach der Bergwertung wurde um jede Sekunde gefightet und am Ende konnte Rodriguez den Sprint gegen Contador gewinnen. Der Katusha-Fahrer krönt damit die bisher erfolgreichste Saison seiner Karriere. Zuvor gewann er bereits die Katalonien-Rundfahrt, den GP Indurain und eine Etappe der Baskenland-Rundfahrt. Vinokourov verpasste einen Sieg, der sicher verdient gewesen wäre, um vier Sekunden, wurde aber zum kämpferischsten Fahrer des Tages gewählt. Nach zehn Sekunden erreichte Schleck in einer Gruppe mit Jurgen Van Den Broeck (Omega Pharm-Lotto), Samuel Sanchez (Euskaltel), Klöden und Denis Menchov (Rabobank) das Ziel. Knapp dahinter folgten Robert Gesink (Rabobank), Roman Kreuziger (Liquigas) und Levi Leipheimer (RadioShack). Der Luxemburger verteidigte damit die Gesamtführung noch 31 Sekunden vor Contador, bekam aber einen Vorgeschmack dessen, was ihn in den kommenden längeren Bergen erwarten wird. In der Gesamtwertung gab es auf den vorderen Positionen sonst auch nur geringe Veränderungen der Abstände. Erst Rodriguez konnte seine Position verbessern, übernahm Rang acht von Luis Leon Sanchez (Caisse d'Epargne).

-> Zum Resultat

Bevor es in die Pyrenäen geht, gibt es morgen noch eine flache Etappe. Das 13. Teilstück weist fünf kleine Bergwertungen auf, die letzte allerdings nur knapp zehn Kilometer vor dem Ziel, so dass ein Massensprint nicht sicher ist.





Joaquin Rodriguez gewinnt auf der 12. Etappe der Tour de France im Duell gegen Alberto Contador (Foto: www.letour.fr)
Joaquin Rodriguez gewinnt auf der 12. Etappe der Tour de France im Duell gegen Alberto Contador (Foto: www.letour.fr)

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