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Alexandre Vinokourov gewinnt 13. Etappe der Tour de France vor den Sprintern
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17.07.2010

Alexandre Vinokourov gewinnt 13. Etappe der Tour de France vor den Sprintern

Info: TOUR DE FRANCE 2010
Vorschau: Bremst die Côte de Saint-Ferréol die Sprinter aus?
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Autor: Jörg Schröder (Links2003)



Revel, 17.07.2010 – Alexander Vinokourov (Astana) hat mit Wut im Bauch den gestern knapp verpassten Sieg heute auf der 13. Etappe nachgeholt und den Sprintern ein Schnippchen geschlagen. Mit einer Attacke am letzten Berg sicherte sich der Kasache den Erfolg vor Mark Cavendish (HTC-Columbia) und Alessandro Petacchi (Lampre), der sich das grüne Trikot zurückholte. Zwar verloren am Ende viele Fahrer den Anschluss, Klassementfahrer waren jedoch nicht dabei. Andy Schleck (Saxo Bank) bleibt vor den vier Pyrenäen-Etappen in Gelb.


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Chavanel einmal mehr auf der Flucht
Vor den vier anstehenden schweren Pyrenäen-Etappen gab es heute eine Art Übergangsetappe von Rodez nach Revel über 196 Kilometer. Zwar warteten immerhin fünf Berge auf die Fahrer, jedoch alle nur der 3. oder 4. Kategorie. Mit der Côte de Saint-Ferréol stand jedoch ein Kategorie-3-Berg knapp acht Kilometer vor dem Ziel auf dem Programm, sodass allgemein eher mit einer größeren Ausreißergruppe gerechnet wurde und nicht mit einem Massensprint. Nach einer verlängerten Neutralisationsphase auf Grund eines Sturzes, in den unter anderem auch Lance Armstrong (Radioshack) verwickelt war, gab es folgerichtig frühe Attacken. Ein Trio konnte sich trotzdem recht zeitig absetzen. Mit Sylvain Chavanel (Quick Step) war sogar ein zweifacher Etappensieger und zweifacher Träger des Gelben Trikots während dieser Frankreichrundfahrt mit dabei. Aber auch Juan Antonio Flecha (Sky) und Pierrick Fedrigo (Bbox Bouygues Telecom) sind keine unbekannten Namen im Radsportzirkus. Bis zu sechs Minuten Vorsprung konnten sie sich erarbeiteten, da Saxo Bank mit dem Träger des Maillot Jaune, Andy Schleck, keine Gefahr für das Trikot befürchten musste. Danach jedoch ergriffen die Sprintermannschaften die Initiative. Entgegen eigenen Ankündigungen war das Team HTC-Columbia die treibende Kraft bei der Verfolgungsarbeit, obwohl ihrem dreifachen Etappensieger Mark Cavendish nach der Disqualifikation der Sprintanfahrer Mark Renshaw fehlt. Unterstützt wurden sie von Lampre und Milram.

Milram hofft auf Sprintankunft
Bei angenehmen Temperaturen in den 20ern hatte das Feld alles unter Kontrolle. Milram schickte stets einen Helfer in den Wind, nachdem man in den vergangenen Tagen zur eigenen Enttäuschung die Ausreißergruppen verpasst hatte. Heute setzte man bei einem möglichen Sprint auf Gerald Ciolek. Viel im Wind fahren mussten auch Tony Martin und Bert Grabsch, der sich von seinem gestrigen Rückenleiden erholt zu haben schien. Die Sonderwertungen interessierten die Ausreißer nicht sonderlich, stattdessen hofften sie auf den Etappensieg. Doch bereits 30 Kilometer vor dem Zielstrich in Revel war ihr Vorsprung auf 60 Sekunden geschmolzen. Im Anschluss verwaltete das Peloton den Rückstand, um nicht zu früh den Zusammenschluss zu erzielen und noch vor dem letzten Anstieg Angriffe zu provozieren. Das Unterfangen ging auf, erst am Anstieg 7,8 Kilometer vor Schluss ging es im Feld rund.


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Ballan kann Attacke nicht durchhalten
Alessandro Ballan (BMC) startete eine vielversprechende Attacke, der Fahrer wie Damiano Cunego (Lampre), Nicholas Roche (AG2R) oder Luis Leon Sanchez (Caisse d'Epargne) nicht folgen konnten. Das Feld dünnte stark aus, während Alexandre Vinokourov (Astana) attackierte und knapp nach dem Italiener die Bergkuppe passierte. Nur der Kasache war jedoch stark genug durchzuziehen und dem knapp folgenden Peloton weiter zu entkommen. Auch Thomas Voeckler (BTL) konnte die Lücke nicht mehr schließen. Gestern wurde der Kasache erst kurz vor Schluss durch einen Angriff seines Kapitäns Alberto Contador eingeholt, heute holte er mit Wut im Bauch den Sieg nach. Die Sprinter konnten sich im Feld halten, jedoch 13 Sekunden zurück nur noch um die Plätze kämpfen. Dabei war Cavendish einmal mehr der Schnellste, er überquerte die Linie vor Petacchi (Lampre) und Edvald Boasson Hagen (Sky). Thor Hushovd (Cervélo TestTeam) wurde nur Achter und verlor nach nur einem Tag das Grüne Trikot wieder an Petacchi. Ciolek musste sich mit Rang 11 zufriedengeben.

Schleck bleibt in Gelb
Die Klassementfahrer fuhren am Ende aufmerksam und erreichten alle mit der ersten Gruppe das Ziel. Vor den schweren Pyrenäen-Etappen hielten sie sich alle schadlos, sodass Andy Schleck mit 31 Sekunden Vorsprung auf Alberto Contador morgen in den Kampf um den Gesamtsieg gehen wird. Bei den Sonderwertungen gab es nur im Kampf um Grün einen Wechsel an der Spitze.

-> Zum Resultat

Recht harmlos fängt die morgige 14. Etappe an, die den Anfang in den Pyrenäen machen wird. Die zwei richtig schweren Berge folgen am Ende, nach 184,5 Kilometer fällt dann die Entscheidung bei der Bergankunft in Ax-3 Domaines.





Alexandre Vinokourov gewinnt die 13. Etappe der Tour de France durch eine späte Attacke (Foto: www.letour.fr)
Alexandre Vinokourov gewinnt die 13. Etappe der Tour de France durch eine späte Attacke (Foto: www.letour.fr)

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