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Norden und Gomez gewinnen viertes Rennen der WM-Serie in Hamburg - Frodeno und Moffatt übernehmen Gesamtführung
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20.07.2010

Norden und Gomez gewinnen viertes Rennen der WM-Serie in Hamburg - Frodeno und Moffatt übernehmen Gesamtführung

Info: ITU World Championship Series - Hamburg
Autor: Johann Reinhardt
Bericht: Svenja Bazlen zurück in den Top 15 | Ricarda Lisk: Vorbereitung Hamburg



Hamburg, 20.07.2010 - Lisa Norden und Javier Gomez gewannen das WM-Rennen der Triathleten am Wochenende in Hamburg. Norden gewann im Schlussspurt gegen die Australierin Emma Moffatt. Gomez absolvierte einige Kilometer der Laufstrecke gemeinsam mit Jan Frodeno, den er kurz vor dem Ziel abschüttelte. Die beiden zweitplatzierten Athleten hatten aber keinen Grund, traurig zu sein. Beide übernahmen nämlich um Haaresbreite die Führung in der Gesamtwertung.

Deutsche beim Schwimmen stark – Attacken auf dem Rad
Bereits beim Schwimmen waren die deutschen Athleten mit vorne an der Spitze vertreten. Bei Neoprenverbot verließ der Russe Denis Vasiliev das Wasser als Erstes. Nur kurz danach kamen auch Maik Petzold und Jan Frodeno in die Wechselzone. Petzold absolvierte das erste Rennen nach einem Knochenödem im Kreuzbein und langer Pause. Beide machten auch in der ersten Gruppe beim Radfahren das Tempo, sodass beispielsweise der frühere Olympiasieger Simon Whitfield den Sprung an die Spitze verpasste. Mit in der ersten Gruppe waren natürlich auch der Spanier Javier Gomez und Frodenos Landsmann Steffen Justus. Nach und nach füllte sich auch die Gruppe wieder auf, unter anderem fand auch Whitfield den Anschluss wieder. Ebenfalls machten Angriffe das Rennen spannend. Erst griff Ben Collins (USA) an, doch der starke Schwimmer Denis Vasiliev konnte die Lücke schnell schließen. Er war es dann, der den nächsten Vorstoß wagte. Dies gelang ihm auch, sodass er innerhalb von drei Kilometern ein Polster von über 40 Sekunden besaß. Zehn Kilometer vor dem letzten Wechsel sorgte dann Frodeno für das Tempo in der Gruppe. Vasiliev begann zu leiden und so konnte kurz vor dem Wechsel auf das Rad sein früher Mitausreißer Mark Fretta wieder aufschließen.

Gomez lässt es nicht auf einen Sprint mit Frodeno ankommen und gewinnt
Beide besaßen nach den insgesamt 40 Radkilometern aber lediglich zwölf Sekunden Vorsprung auf die Verfolger und mussten auf der Laufstrecke abreißen lassen. Courtney Atkinson führte zu Beginn der zehn zu absolvierenden Kilometer eine Gruppe um Jan Frodeno, Javier Gomez, den Schweizer Sven Riederer, Brad Kahlefeld und Tim Don an. In der zweiten von insgesamt vier Laufrunden attackierte Gomez dann. Einzig Lokalmatador Frodeno konnte den Anschluss halten, doch zum Schluss besaß er 16 Sekunden Rückstand auf den Spanier und wurde Zweiter. Gomez attackierte nämlich kurz vor dem Ziel und verhinderte somit einen Zielsprint, in dem der Deutsche wohl die besseren Chancen auf einen Tagessieg gehabt hätte. Don belegte am Ende Rang drei mit schon 50 Sekunden Rückstand auf den Tagessieger. Auf Rang vier, lediglich drei Sekunden hinter Don, wurde Riederer (Schweiz) Vierter. Steffen Justus kam auf einem guten achten Rang in das Ziel, Maik Petzold musste nach respektablen Leistungen im Wasser und auf dem Rad abreißen lassen und landete auf dem 38. Platz.

Fluchtgruppe um Moffatt wird wieder eingeholt – Rennen ist offen
Im Damenrennen am Sonntag schwamm Emma Moffatt am schnellsten. Somit nahm sie einigen Konkurrentinnen auf den Tagessieg schon Zeit ab. Die Siegerin des Hy-Vee-Triathlon, Emma Snowsill, besaß so bereits 50 Sekunden Rückstand auf die zu diesem Zeitpunkt führende Landsfrau und sollte nichts mit dem Rennausgang zu tun haben. Beim Radfahren bildete sich eine Spitzengruppe um Moffatt, der Schweizerin Daniela Ryf, Andrea Hewitt aus Neuseeland und Mariko Adachi, die in der WM-Wertung Rang zwei einnimmt. In der ersten Gruppe der Verfolger befand sich die Schwedin Lisa Norden, welche nach Problemen beim Anziehen der Radschuhe den Sprung an die Spitze verpasste. Sie sorgte für die Nachführarbeit. Dies sollte sich auch auszahlen. Zwar besaßen die Führenden zwischenzeitlich bis zu 30 Sekunden Vorsprung, doch nach rund 20 Kilometern erfolgte der Zusammenschluss. Im Anschluss zeigten sich auch die beiden deutschen Damen, Ricarda Lisk und Svenja Bazlen, an der Spitze. Sie starteten einen Ausreißversuch, wurden schnell wieder eingeholt. Trotzdem zeigten sie gute Form, was besonders die angereisten Fans freuen sollte.

Norden siegt bei den Damen im Schlussspurt
Auf der Laufstrecke fand sich schnell eine Spitzengruppe mit sieben Athletinnen. Dazu gehörten Moffatt, Norden und auch Hewitt. Die Schweizerin Daniela Ryf, die zu den Mitfavoritinnen gezählt wurde, musste hingegen abreißen lassen und wurde am Ende 20. Trotz der Tempoarbeit von Moffatt, sollte die Gruppe bis 500 Meter vor dem Ziel Bestand haben. Dann attackierte die Australierin und nur Norden hielt den Kontakt. Letztgenannte war es dann, die 100 Meter vor dem Ziel einen Gegenangriff startete und am Ende um Haaresbreite zeitgleich gewann. Moffatt wurde demzufolge Zweite, erstmals auf dem Podium in der WM-Serie landete Aileen Morrison (IRL) mit zwei Sekunden Rückstand. Auch die deutschen Damen zeigten diesmal ansprechende Leistung. Svenja Bazlen und Ricarda Lisk finishten auf den Plätzen 13 und 15. Anja Dittmer enttäuschte hingegen. Zwar lieferte sie beim Laufen eine gute Leistung ab, doch schon vor der letzten Disziplin war lag sie fast drei Minuten hinter der Spitze.

Frodeno und Moffatt führen in der Gesamtwertung
Nach nun vier absolvierten Rennen führen Jan Frodeno und Emma Moffatt in der Gesamtwertung der WM-Serie. Der Deutsche hat nun 2153 Punkte auf seinem Konto und somit gerade einmal einen Zähler mehr als der zweitplatzierte Russe Alexander Brukhankov. Rang drei belegt Javier Gomez, Vierter ist Frodenos Landsmann Steffen Justus. Sven Riederer belegt Platz acht. Mit ihm ist also auch ein Schweizer unter den Top Ten vertreten. Bei den Damen nimmt Mariko Adachi (JPN) mit nur vier Punkten Rückstand auf Moffatt den zweiten Platz vor der Chilenin Barbara Riveros Diaz ein. Daniela Ryf ist nun Fünfte. Anja Dittmer ist beste Deutsche als 13.

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