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Malori holt im contrarreloj seinen ersten GT-Etappensieg - Contador zum 3. Mal Vuelta-Champion
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14.09.2014

Malori holt im contrarreloj seinen ersten GT-Etappensieg - Contador zum 3. Mal Vuelta-Champion

Info: VUELTA A ESPAÑA 2014
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Santiago de Compostela, 14.09.2014 – 22 Tage nachdem er mit Movistar das Mannschaftszeitfahren zum Auftakt der 69. Vuelta a España gewann, hat Adriano Malori sich auf der letzten Etappe der Spanien-Rundfahrt auch noch seinen ersten Einzel-Etappensieg bei einer Grand Tour geholt. Im abschließenden Zeitfahren von Santiago de Compostela setzte sich der Italiener knapp vor Jesse Sergent (Trek Factory Racing) und Rohan Dennis (BMC Racing) durch. Die Klassementfahrer mussten die letzten Kilometer der Spanien-Rundfahrt auf nassen Straßen absolvieren, erreichten aber alle unversehrt das Ziel, wo Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) zum dritten Mal als Gesamtsieger gefeiert wurde. Dadurch zog der 31-Jährige gleich mit den Rekordhaltern Tony Rominger und Robert Heras, welchem ein vierter Sieg wegen Dopings aberkannt worden war.

Contador erreicht das Ende des Weges als Sieger
"El Final del Camino" lautete das vom Veranstalter an die 21. Etappe vergeben Motto – das Ende des Weges. Gemeint war der Jakobsweg, dessen Ziel sich in Santiago de Compostela befindet, aber auch die Spanien-Rundfahrt selbst, die in Stadt im äußersten Nordwesten des Landes zu Ende ging. Nach vielen Jahren mit Sprintetappen in Madrid wurde die Vuelta diesmal wie zuletzt 2004 mit einem Einzelzeitfahren abgeschlossen. Mit nur 9,7 Kilometer war es viel zu kurz, um bei den großen Abständen an der Spitze der Gesamtwertung für dramatische Duelle zu sorgen. Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) ging auf nassen Straßen nicht volles Risiko, was genauso für Chris Froome (Sky) galt. Der Abstand zwischen dem Spanier, der bei seiner dritten Vuelta-Teilnahme nach 2008 und 2012 den dritten Gesamtsieg einfuhr, und dem Briten verkleinerte sich um 27 Sekunden, blieb aber mit 1:10 Minute immer noch deutlich. Alejandro Valverde (Movistar) konnten den dritten Podiumsplatz gegen Joaquin Rodriguez (Katusha) problemlos verteidigen. Eine Änderung gab es in den Top10 aber doch: Daniel Navarro (Cofidis) verlor seinen neunten Platz an Damiano Caruso (Cannondale).

Wegen Regen steht der Etappensieger früh fest
Letzter Etappensieger der Vuelta 2014 wurde Adriano Malori (Movistar) – und man muss sagen, dass einige glückliche Umstände dazu beitrugen, ohne die Leistung des italienischen Zeitfahrmeisters schmälern zu wollen. Ihm kam sicher zugute, dass Spezialisten wie Weltmeister Tony Martin, Rigoberto Uran (beide Omega Pharma-Quick Step) und Fabian Cancellara – die Top3 vom Einzelzeitfahren auf der 10. Etappe – die Rundfahrt vorzeitig verlassen hatten und nicht mehr zu seinen Konkurrenten gehörten. Malori startete als 44. von 159 Fahrern und übernahm die Führung von Jesse Sergent (Trek Factory Racing), war acht Sekunden schneller als der Neuseeländer. Gefährlich wurde ihm danach nur noch Rohan Dennis (BMC Racing), der an der Zwischenzeit nach fünf Kilometern sechs Sekunden besser war. Jedoch verlor er auf dem Schlussteil viel Zeit und belegte im Ziel mit neun Sekunden Rückstand nur den dritten Platz. Der Australier war bereits Leidtragender eines Wetterwechsels: Regen kam auf und hinterließ, nachdem er sich wieder verzogen hatte, für die letzten Starter nasse Straßen. Potentielle Siegkandidaten wie Froome oder Contador fuhren deshalb mit großer Vorsicht und die Bestzeit Maloris war für sie automatisch unerreichbar.

Sprinter Degenkolb behält das Grüne Trikot
Nicht nur Malori dürfte von den Launen des Wetters verzückt gewesen sein. John Degenkolb (Giant-Shimano) sicherte es den Gewinn des grünen Trikots. Er hätte es noch an Valverde oder Contador verlieren können, hätte einer der beiden das Zeitfahren gewonnen, was vor allem beim Gesamtsieger durchaus im Bereich des Möglichen gewesen wäre. So krönte der Deutsche seine vier Etappensiege mit Platz eins in der Punktewertung, welcher vor zwei Jahren trotz damals sogar fünf Tageserfolgen für ihn noch außer Reichweite lag. Die weiteren Klassemente waren schon vorher entschieden, am deutlichsten ging die Mannschaftswertung aus. Katusha gewann sie mit rund 40 Minuten Vorsprung auf Movistar und Tinkoff-Saxo. Luis Leon Sanchez bescherte dem Wildcard-Team Caja Rural mit dem Bergtrikot einen Erfolg, der in der Teamgeschichte nur mit dem Vuelta-Etappensieg von Antonio Piedra im Jahr 2012 vergleichbar ist. Die Kombinationswertung sieht Contador vorne, mit zwei Punkten Vorsprung auf Valverde.

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Foto: Sabine Jacob

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