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Sven Nys beherrscht bpost bank Trofee Ronse und setzt sich insgesamt ein gutes Stück ab
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12.10.2014

Sven Nys beherrscht bpost bank Trofee Ronse und setzt sich insgesamt ein gutes Stück ab

Info: Radcross: Bpost bank trofee - Ronse-Kluisbergen 2014 | bpost bank Trofee 2014/15
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Ronse-Kluisbergen, 12.10.2014 - Der erste Durchgang der bpost bank Trofee 2014/15 ist zur scheinbar leichten Beute von Sven Nys (Crelan-AA Drink) geworden. Der 38-jährige belgische Meister setzte sich schon in der zweiten von zehn Runden ab und gewann das Rennen in Ronse (C1) zum dritten Mal nach 2010 und 2013. Seine stärksten Verfolger, Juniorenweltmeister Mathieu van der Poel (BKCP-Powerplus) und Klaas Vantornout (Sunweb-Napoleon Games) verbuchten 50 bzw. 54 Sekunden Rückstand, sodass Nys - die Bonussekunden von Zwischensprint und Ziel eingerechnet - in der bpost bank Trofee-Gesamtwertung bereits über einen gehörigen Vorsprung verfügt.


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Nys nimmt Zwischensprint als Sprungbrett
Eine Woche nach dem Superprestige begann heute mit dem GP Mario de Clercq die bpost bank Trofee, die landläufig in ihrer Bedeutung etwas geringer eingestuft wird, die aber dennoch alle großen und kleinen Stars der Szene anlockt. Unter diese mischte sich auch der amtierende Weltmeister Zdenek Stybar (Omega Pharma-Quick Step), vor fünf Tagen noch Sieger von Binche-Tournai-Binche, der überraschend angekündigt hat, sich vor seiner Winterpause in Ronse und in Ardooie die Ehre zu geben. Auf dem grasbewachsenen, nicht sehr feuchten, aber auch nicht ganz trockenen Parcours am Hontondberg setzte sich zunächst Elite-Debütant Mathieu van der Poel in Szene. Nach der ersten Runde wurde der Überraschungsgewinner von Gieten jedoch wieder eingeholt und alle fokussierten sich auf den Zwischensprint, an dem es 15, 10 und 5 Sekunden fürs Gesamtklassement zu holen gab. Sven Nys setzte sich kurz davor an einem Steilstück ab, schnappte sich die Maximalbonifikation (vor Stybar und Van der Poel) - und ward von da nicht mehr gesehen. Zumindest nicht inmitten der anderen Fahrer, denen quasi nur noch eine Statistenrolle zukam.

Mathieu van der Poel Stärkster unter den Verfolgern
Van der Poel, Lars van der Haar (Development Team Giant-Shimano), Kevin Pauwels (Sunweb-Napoleon Games) und sein Teamkollege Klaas Vantornout bildeten die erste Verfolgergruppe, Stybar, Tom Meeusen, Thijs van Amerongen (beide Telenet-Fidea) und Wout van Aert (Vastgoedservice-Golden Palace) dicht dahinter die zweite. Die zwei zuletzt genannten Fahrer wurden jedoch alsbald abgehängt. Van Amerongen hatte mit einem Defekt zu kämpfen und Van Aert - der übrigen in Gieten das Nachwuchsrennen bestritten (und gewonnen) hatte, was im Radcross anders als im Straßenrennsport möglich ist - verlor die Kontrolle über sein Rad. Nach sechs Runden hatte Sven Nys 22 Sekunden Vorsprung auf die erste Gruppe, wo Pauwels, Ronse-Sieger von 2011, die meiste Arbeit verrichtete und Van der Haar immer mal wieder abreißen lassen musste. Als die Hälfte des Rennens vorbei war, betrug die Distanz zum belgischen Meister, der angeblich mit einer Handgelenksblessur unterwegs war, eine halbe Minute und drei Runden vor Schluss 48 Sekunden. Inzwischen hatten Vantornout und der anscheinend leicht erholte niederländische Meister die Führung bei den Verfolgern übernommen. Jedoch war es Mathieu van der Poel, der sich am Ende der achten Runde katapultartig absetzen konnte. Wiederum 48 Sekunden betrug sein Rückstand auf Nys beim Erklingen der Schlussglocke, seine drei ehemaligen Verfolger lagen 1:10 Minuten zurück.

Weltmeister Stybar nur Achter
Sven Nys konnte sich in der finalen Runde sogar noch einen Kniefall leisten; sein mit lässiger Geste eingefahrener dritter Sieg in Ronse geriet nicht mehr in Gefahr. Van der Poel machte zuletzt sogar an zwei Stellen eine unvorteilhafte Figur, aber auch er rettete das Top-Resultat, den zweiten Platz nämlich, vor Klaas Vantornout, welcher aus der Gruppe davongefahren war und dem jungen Niederländer noch bis auf vier Sekunden auf die Pelle rückte. Kevin Pauwels gewann den Sprint um den vierten Platz gegen Van der Haar, und dann dauerte es etliche Sekunden, bis endlich auch das Regenbogentrikot ins Ziel fuhr. Stybar hatte Tom Meeusen - der Sechster wurde - irgendwann ziehenlassen müssen, war zu Van Aert zurückgefallen und hatte dann auch das Hinterrad des U23-Weltmeisters nicht mehr halten können. Mit fast schon entschuldigender Geste quittierte der Tscheche den achten Platz. Van Amerongen und Joeri Adams (Vastgoedservice) komplettierten die Top10, von denen Marcel Meisen (Corendon-Kwadro), Philipp Walsleben (BKCP) und Julien Taramarcaz (ebenfalls Corendon) als Vierzehnter, Fünfzehnter und Sechzehnter ein Stück entfernt waren. Sven Nys' Vorsprung im bpost bank Trofee-Klassement beträgt derweil schon eine Minute - wohlgemerkt auf Van der Poel, der erklärtermaßen nicht alle Stationen bestreiten wird -, und der 38-Jährige hat Kurs auf seinen 10. Gesamtsieg aufgenommen.

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Frauen: De Boer siegt, aber Wyman führt
Das Rennen der Frauen begann mit einem Massensturz in der ersten Kurve, von dem u.a. die beiden Belgierinnen Sanne Cant (Enertherm-BKCP) und Ellen van Loy (VZW Young Telenet Fidea Cycling Team) schwer betroffen waren. Wie viel Cant, die gestern noch krankheitsbedingt auf den GP Brabant verzichtete, hätte ausrichten können, ist ohnehin kaum einzuschätzen. Van Loy fuhr sich immerhin noch auf den vierten Platz nach vorne. Das Podium aber machten die Niederländerin Sophie de Boer (Kalas-NNOF Cycling Team), die Britin Helen Wyman (Kona Factory) und die überraschend starke Belgierin Jolien Verschueren (DNCS/PRO 2012 Cycling Team) unter sich aus. De Boer konnte sich drei Runden vor Schluss leicht absetzen, da aber Europa- und Landesmeisterin Wyman zuvor den Zwischensprint gewonnen hatte und im Ziel nur sieben Sekunden zurücklag, ist diese die erste Führende der bpost bank Trofee.

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U23: Gesamtwertung nun auch nach Zeit
Die Gesamtwertung der Nachwuchsfahrer - und das ist vielleicht die größte Neuerung in dieser Saison - wird von nun an auch nicht mehr nach Punkten, sondern nach Zeit bestimmt. Deswegen tat Michael Vanthourenhout (Sunweb-Napoleon Games) eine ähnlich gute Tat wie später Sven Nys, als er sich früh im Rennen absetzte, den Zwischensprint gewann und insgesamt 1:14 Minuten Vorsprung herausfuhr. Laurens Sweeck (Corendon-Kwadro) und Toon Aerts (Telenet-Fidea) belegten hinter dem amtierenden Europameister die Plätze zwei und drei. Sweeck egalisierte damit sein Resultat von Gieten.

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Debütanten: Ronse zählt nicht für die Trofee
Bei den Debütanten - mit diesem Ausdruck wollen wir wie gehabt das niederländische "nieuwelingen" übersetzen und meinen damit die Altersklasse unter den Junioren - kam es zu einem Zweikampf zwischen Andreas Goeman und Arno Debeir, den der zuerst Genannte knapp für sich entschied. Bei dem leider ausschließlich von Belgiern besuchten Wettkampf fuhr Florian Vermeersch auf den dritten Platz. Die Gesamtwertung bemisst sich hier noch nach Punkten - allerdings zählen für die Nieuwelingen nur die Ergebnisse von Oudenaarde, Hamme, Loenhout, Baal und Lille.

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Junioren: Iserbyt wieder vor Gulickx
Ein U19-Rennen fand in Ronse auch statt, jedoch existiert keine Junioren-bpost bank Trofee. Der Sieg ging an den belgischen Meister Eli Iserbyt, welcher sich genauso überlegen zeigte wie beim Superprestige Gieten. Ebenso wie dort (und wie in ´s-Hertogenbosch hinter Pascal Eenkhoorn) musste sich der Niederländer Max Gulickx mit Platz zwei zufriedengeben. Jappe Jaspers war der Dritte auf dem Podest.

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Der nächste bpost bank Trofee-Lauf findet am 1. November traditionell in Oudenaarde am Koppenberg statt.





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