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Teamsprint-Gold der Bahn-EM bleibt bei Förstemann und Co. – Silber für Frauen und den Vierer der Männer
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17.10.2014

Teamsprint-Gold der Bahn-EM bleibt bei Förstemann und Co. – Silber für Frauen und den Vierer der Männer

Info: Bahnradsport-Europameisterschaft Elite 2014 in Baie-Mahault
Autor: Felix Griep (Werfel)




Baie-Mahault, 16.10.2014 – Am Donnerstag fielen bei der Bahnradsport-Europameisterschaft in Guadeloupe die ersten sechs von 19 Entscheidungen und der Bund Deutscher Radfahrer konnte sich im Vélodrome Amédée Détraux über drei Medaillen freuen. Gold gab es zum fünften Mal in Folge für die Teamsprint-Männer, während die Frauen hinter Russland wieder nur den zweiten Platz belegten. Der zweite Platz des Bahn-Vierers der Männer kann dagegen als Erfolg gewertet werden. Beide Titel in der Mannschaftsverfolgung gingen an Großbritannien, während der Belgier Otto Vergaerde im Scratch und die Polin Eugenia Bujak im Punkterennen siegreich waren.

Teamsprint Männer:
Förstemann, Wächter und Eilers setzen deutsche Siegesserie fort

Seit der ersten Bahn-Europameisterschaft im Jahr 2010 dominierte Deutschland den Teamsprint der Männer quasi nach Belieben, gewann alle bisherigen Titel. Dreimal, in den Jahren 2010, 2011 und 2013, gehörte Robert Förstemann zu dem siegreichen Trio. Diesmal spannte er mit Tobias Wächter und Joachim Eilers zusammen, die beide 2012 Europameister wurden. In dieser Formation harmonierte das Trio gut und blieb in der Qualifikation nach drei Runden auf dem 333 Meter langen Betonoval als einziges Team unter einer Minute. Das schafften im Finale dann zwar auch die Franzosen Grégory Baugé, Kévrin Sireau und Michaël D'Almeida, aber deren 59,820 Sekunden reichten trotzdem nur zu Platz zwei, weil die Deutschen sich noch einmal von 59,991 auf 59,602 verbesserten und bei Europameisterschaften weiterhin ungeschlagen bleiben. Für Frankreich war es derweil schon die vierte Silbermedaille in fünf Jahren. Bronze holten sich die Russen Pavel Yakusehvskiy, Denis Dmitriev, Nikita Shurshin, konnten die in der Quali noch besseren Polen im zweiten Versuch schlagen.

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Teamsprint Frauen:
Vogel und Welte bleiben weiterhin ohne gemeinsamen EM-Titel

Unter den weiblichen Teamsprintern waren Kristina Vogel und Miriam Welte in den letzten Jahren zweifellos die Stärksten, gewannen 2012 Olympia-Gold und wurden zuletzt dreimal in Folge Weltmeisterinnen. Bei Europameisterschaften bleiben die beiden aber weiterhin ohne Sieg. Nach Bronze 2010 und 2011 und Silber 2013 reichte es diesmal wieder nur zum zweiten Rang. Wie im vorigen Jahr waren die Russinnen stärker. Daria Shmeleva und Anastasiia Voinova gewannen die Qualifikation mit einem deutlichen Vorsprung von einer halben Sekunde. Im Finale ersetzte Elena Brezhniva Shmeleva und verteidigte den Titel, den sie 2013 mit Olga Streltsova gewonnen hatte. Vogel/Welte konnten den Rückstand zwar auf knapp drei Zehntel verkürzen, waren aber letztlich doch klar geschlagen. Im Rennen um den dritten Platz setzte sich das niederländische Duo Elis Ligtlee/Shanne Braspennincx gegen die Französinnen Sandie Clair und Virginie Cueff durch.

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Mannschaftsverfolgung Männer:
Deutschland holt hinter Favorit Großbritannien wie 2012 Silber

Während das Silber der Teamsprinterinnen nicht unbedingt zu Jubelstürmen im deutschen Lager führte, war der zweite Platz des Vierers in der Mannschaftsverfolgung ein erfreulicher Erfolg. Nachdem Deutschland
am Mittwoch in der Qualifikation die zweitschnellste Zeit erreicht hatte, ging es in der 1. Runde gegen die drittplatzierten Russen, die von Henning Bommel, Leon Rohde, Nils Schomber und Kersten Thiele um gut zwei Sekunden distanziert wurden. Im Finale rückte Theo Reinhardt an die Stelle Rohdes. Dort schlug sich das Quartett gut gegen die favorisierten Briten, lag nach 3000 Metern noch gut eine Sekunde in Führung. Doch Edward Clancy, Jonathan Dibben, Owain Doull und Andrew Tennant waren im Endspurt auf dem letzten Kilometer überlegen und feierten in 4:11,545 Minuten mit einem Vorsprung von rund acht Zehnteln Großbritanniens vierten EM-Titel in fünf Jahren in dieser Disziplin. Für die 2012 erfolgreichen Russen holten Alexey Kurbatov, Evgeny Kovalev, Ivan Kovalev und Alexander Serov Bronze. Für die Schweizer Olivier Beer, Frank Pasche sowie die jeweils in zwei von drei Rennen eingesetzten Théry Schir, Tom Bohli und Loïc Perizzolo reichte es trotz Quali-Rang vier am Ende nur zum fünften Platz

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Mannschaftsverfolgung Frauen:
Britische Frauen dominieren wie die Männer – Deutsche auf Platz sechs

Genau wie den Schweizer Männern erging es auch den deutschen Mannschaftsverfolgerinnen. Hätte der vierte Platz in der Qualifikation früher noch den sicheren Einzug in das kleine Finale und die Chance auf Bronze bedeutet, verpassten Charlotte Becker, Mieke Kröger, Stephanie Pohl und Gudrun Stock diese in der neu geschaffenen 1. Runde. Im direkten Duell verpassten sie gegen Großbritannien den Einzug ins Gold-Finale, welches Katie Archibald, Elinor Barker, Ciara Horne und Laura Trott später souverän gegen die Russinen Tamara Balabolina, Irina Molicheva, Aleksandra Goncharova und Evgenia Romanyuta gewannen. Wie bei den Männern war es innerhalb von fünf Jahren der vierte britische Triumph. Im Zeiten-Ranking der 1. Runde belegte Deutschland unter den übrigen sechs Teams leider keinen der ersten beiden Plätze, stattdessen kamen Italien und Polen ins Rennen um Rang drei. Die Italienerinnen Simona Frapporti, Beatrice Bartelloni, Tatiana Guderzo und Silvia Valsecchi holten sich Bronze, während die Deutschen in einem Platzierungslauf, bei dem Kröger durch Anna Knauer ersetzt wurde, gegen Frankreich den Kürzeren zogen und letztendlich nur Sechste wurden.

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Punkterennen Frauen:
Plätze hinter überlegener Bujak entscheiden sich erst im Endspurt

Der erste Einzelwettkampf dieser EM war das Punkterennen der Frauen, in welchem Eugenia Bujak schon früh den Grundstein für ihren Sieg legte. Die erste der zwölf Sprintwertungen gewann die Polin und musste sich bei der zweiten nur der Titelverteidigerin Kirsten Wild beugen. Auch bei der vierten Wertung sprintete Wild schneller als Bujak und verkürzte im Zwischenstand auf zehn zu elf. Während für die Niederländerin aber im weiteren Rennverlauf keine Punkte mehr hinzukamen, konnte Bujak noch zwei Sprints für sich entscheiden und mit 21 Punkten einen überlegenen Sieg feiern. Die Verteilung der weiteren Medaillen blieb dagegen bis zum Schluss offen. Vor der Finalwertung lag die Italienerin Elena Cecchini mit elf Punkten auf Platz zwei, vier Fahrerinnen hatten zehn und zwei weitere neun Punkte. Im Zielsprint siegte die Belgierin Kelly Druyts vor Cecchini und verdrängte diese noch auf den Bronzerang, holte sich mit ebenfalls 14 Punkten die Silbermedaille. Wild lag am Ende an fünfter Position, einen Platz vor der Deutschen Stephanie Pohl. Charlotte Becker wurde Neunte.

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Scratch Männer:
Siegreicher Vergaerde schafft mit Teruel einen Rundengewinn

Das Programm der Europameisterschaft wurde in diesem Jahr massiv erweitert, von in den letzten Jahren nur 13 auf die Maximalzahl von 19 Entscheidungen. Neu ins Programm kam unter anderem das Scratch der Männer. Erster Europameister dieser Disziplin wurde der Belgier Otto Vergaerde. Ihm gelang es, sich während des 15 Kilometer langen Rennens gemeinsam mit dem Spanier Eloy Teruel vom Rest des Feldes abzusetzen und den langen Weg von 333 Metern bis zum Rundengwinn durchzustehen. Im Endspurt sicherte sich Vergaerde dann die Goldmedaille. Zu Bronze sprintete der Brite Edward Clancy, der sich nach dem Verfolgungs-Gold mit der Mannschaft über seine zweite Medaille freuen durfte. Unter den Startern aus den deutschsprachigen Ländern stachen der Schweizer Tristan Marguet und der Österreicher Andreas Müller hervor, die mit den Plätzen fünf und sechs die besten Ergebnisse erzielen konnten.

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Am Freitag gibt es nur zwei Medaillen-Entscheidungen im Punkterennen der Männer und Scratch der Frauen. Darüber hinaus beginnen jedoch drei Wettkämpfe, die sich wegen ihres Umfangs über zwei Tage erstrecken. Im Sprint der Männer treten für Deutschland der letztjährige Zweite Förstemann und Wächter an, im Sprint der Frauen Titelverteidigerin Vogel und Welte. Im Omnium der Männer will Lucas Liß versuchen, seinen EM-Sieg von 2012 zu wiederholen.





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