<< älterer Bericht  | zurück zur News |  neuerer Bericht >>
Start > Tour de France
Präsentation Tour de France 2015: Finale in Alpe d’Huez, nur 14 EZF-Kilometer, wieder Kopfsteinpflaster
Suchen <font size=2>Tour de France</font> Forum  <font size=2>Tour de France</font> Forum  <font size=2>Tour de France</font>
22.10.2014

Präsentation Tour de France 2015: Finale in Alpe d’Huez, nur 14 EZF-Kilometer, wieder Kopfsteinpflaster

Info: TOUR DE FRANCE 2015 | Rückblick Tour de France 2014
Autor: Felix Griep (Werfel)



Paris, 22.01.2014 – Am Mittwoch wurde bei einer Zeremonie im Pariser Palais des Congrès vor mehr als 4000 geladenen Gästen von Tour-Direktor Christian Prudhomme die Strecke der 102. Tour de France präsentiert, die vom 4. bis 27. Juli 2015 stattfinden wird. In der ersten Hälfte der Rundfahrt geht es durch Belgien, die Niederlande und den Norden Frankreichs, wobei das einzige Einzelzeitfahren, ein Mannschaftszeitfahren sowie zwei Hügelankünfte und 13,3 Kilometer Kopfsteinpflaster für einen spannenden Verlauf sorgen sollen. Im Anschluss geht es für drei Bergankünfte in die Pyrenäen und später für vier weitere schwere Bergetappen, von denen drei an Anstiegen enden, in die Alpen. Höhepunkt ist die Etappe über Télégraphe und Galibier zur Zielankunft in Alpe d’Huez, die erstmals überhaupt auf den vorletzten Renntag fällt.

Etappen 1-3: EZF und Wind-Etappe in den Niederlanden, Mur de Huy in Belgien
Schon seit November 2013 stand fest, dass der Grand Départ zum sechsten Mal in den Niederlanden abgehalten wird. Wenig später wurde zudem bekanntgegeben, dass es sich bei der 1. Etappe um ein rund 14 km langes Einzelzeitfahren handeln würde – wie sich jetzt herausstellte, das einzige der Frankreich-Rundfahrt 2015. Weniger EZF-Kilometer gab es in der Nachkriegszeit, seit diese Disziplin regelmäßiger Bestandteil des Rennens ist, noch nie. Auf der 2. Etappe geht es von Utrecht in die aus zahlreichen Inseln und Halbinseln bestehende Provinz Zeeland zu einer Zielankunft „im Meer“, wie es der Veranstalter beschreibt. Starke Winde könnten auf der stets in Küstennähe verlaufenden Strecke der entscheidende Faktor werden, so wie beispielsweise auf einer Etappe des Giro d'Italia 2010 in derselben Region. Am nächsten Tag startet man in der belgischen Stadt Antwerpen in Richtung Huy, wo man sich das Finish von La Flèche Wallonne an der Mur de Huy (1,3 km à 9,6%) ausleiht.

Etappen 4-9: Pavé-Etappe, Sprints, Hügelankunft und MZF in Nordfrankreich
Auch die 4. Etappe, während der man die Grenze nach Frankreich überquert, bietet noch keine Gelegenheit, sich zu erholen. Auf dem mit 221 km längsten Teilstück gibt es ab km 101 sieben Kopfsteinpflaster-Passagen mit einer Gesamtlänge von 13,3 km – nur unwesentlich weniger als bei der Pavé-Etappe 2014. Nach diesem schweren und sicher ereignisreichen Auftakt setzt sich die Strecke der Tour im Norden Frankreichs von der Normandie bis in die Bretagne fort. Die Etappen nach Amiens, Le Havre und Fougères könnten durchaus drei Massensprints in Folge bringen. Die Anwärter auf den Gesamtsieg werden aber spätestens auf der 8. Etappe wieder gefordert, wenn es zur ansteigenden Zielankunft in Mûr de Bretagne (2 km à 6,9%) geht. Im Jahr 2011 hatte an selber Stelle der spätere Gesamtsieger Cadel Evans gewonnen. Der folgende Tag ist für Grands Tours vollkommen atypisch. Zu einem Zeitpunkt, wo viele Teams schon mindestens einen oder gar mehre Fahrer verloren haben dürften, steht ein Mannschaftszeitfahren auf dem Plan. Die 9. Etappe ist mit 28 km zwar verhältnismäßig kurz, endet aber in Plumelec auf anspruchsvolle Weise mit einer Hügelankunft (1,7 km à 6,2%). Mit dieser Ansetzung missachtet die Tour eine UCI-Regel, die besagt, dass MZF-Etappen eigentlich nur „im ersten Drittel“ einer Rundfahrt stattfinden sollten.

Etappen 10-16: Drei Bergankünfte in den Pyrenäen, schweres Finale in Mende
Per Flugzeug geht es am ersten Ruhetag in den Süden, wo auf den Etappen 10, 11 und 12 drei Bergankünfte in den Pyrenäen bevorstehen. Die erste führt nach zuvor komplett flacher Strecke nach La Pierre-Saint-Martin (15,3 km à 7,4%) zu einem Anstieg, der bisher noch nie Etappenankunft war. Tags darauf geht es über zwei besser bekannte Berge, Col d’Aspin und Col du Tourmalet, ehe die Strecke zum Schluss nochmals bergauf nach Cauterets verläuft, wo die Tour 1953, 1989 und 1995 zu Gast war. Als Nächstes steht eine Vier-Pässe-Fahrt mit Col de Portet d’Aspet, Col de la Core, Port de Lers und dem Finale am Plateau de Beille (15,8 km à 7,9%) auf dem Programm. Nachdem man nun definitiv weiß, wie es um die Form der Kletterer bestellt ist, gibt es vier Teilstücke, die sich wohl als „Überführungsetappen“ bezeichnen lassen, aber durchaus ihre Tücken haben. Die 13. Etappe nach Rodez wird wohl über teils hügeliges Terrain führen und die 14. in Mende enden, wo das Ziel so wie zuletzt 2010 nur 1,5 km hinter der Côte de la Croix Neuve (3 km à 10,1%) liegt. Es folgen eine klassische Sprinteretappe und eine etwas schwerere Fahrt nach Gap, wo Ausreißer gute Chancen haben könnten.

Etappen 17-20: Kurze, kletterintensive Touren nach La Toussuire und Alpe d‘Huez
In Gap angekommen, bereitet man sich am zweiten Ruhetag auf vier anspruchsvolle Tage in den Alpen vor. Zunächst geht es nach Pra-Loup, wohin es die Tour 1975 und 1980 verschlagen hatte. Während der Schlussanstieg eher kurz ausfällt, gibt es zuvor zwei lange Anstiege zu Col de la Colle-Saint-Michel und Col d’Allos. Der nächste Tag führt die Fahrer rund 40 km vor Schluss über den Col du Glandon. 10 km vor dem Ziel in Saint-Jean-de Maurienne gibt es noch eine Bergwertung an einer kleineren Steigung. Richtig hart wird es auf Etappe 19, die mit 138 km deutlich kürzer ist als die beiden vorherigen Abschnitte. Gleich zu Beginn geht es den Col du Chaussy hinauf, später über Col de la Croix de Fer, Col du Mollard und zur Bergankunft nach La Toussuire (18,5 km à 6,0%). Die Kombination der letzten drei Berge hatte man 2012 letztmals gefahren. Das absolute Highlight der Tour de France 2015 ist die 110 km kurze 20. und vorletzte Etappe, eine exakte Kopie eines Teilstücks von 2011. In der ersten Streckenhälfte sind Col du Télégraphe und Col du Galibier, das „Dach der Tour“ zu überqueren, nach einer langen Abfahrt geht es dann nach Alpe d’Huez (15 km à 7,5%).

Etappe 21 & Neuerungen: Champs-Élysées-Jubiläum, Sprintpunkte und Zeitgutschriften
Die Tour de France endet an ihrem letzten Tag auf den Champs-Élysées, so wie sie es seit 1975 tut. Es wird also das 40-jährige Jubiläum dieser Tradition gefeiert. In Paris kämpfen die Sprinter noch einmal um 50 statt bisher 45 Punkte, denn die Punkteverteilung für Flachetappen soll geändert werden. Die Differenz zwischen Platz eins und zwei erhöht sich von 10 auf 20 Punkte, der Dritte bekommt 30 statt 15 Punkte weniger als der Sieger:
  alte Punkteregel: 45-35-30-26-22-20-18-16-14-12-10-8-6-4-2
  neue Punkteregel: 50-30-20-18-16-14-12-10-8-7-6-5-4-3-2
Darüber hinaus sollen nach vielen Jahren die Zeitgutschriften zurückkehren. Angedacht sind 10, 6 und 4 Sekunden für die ersten Drei von Etappen – allerdings nur in der erste Rennwoche, um dort den Kampf um das Gelbe Trikot anzuheizen, später in den Bergen das tatsächliche Leistungsbild aber nicht zu sehr zu verzerren.



Etappenübersicht -> Profile der wichtigsten Etappen und einiger Anstiege

04.07. Etappe 1 (EZF): Utrecht (NED) - Utrecht (NED) (14 km)
05.07. Etappe 2: Utrecht (NED) - Zélande (NED) (166 km)
06.07. Etappe 3: Anvers (BEL) - Huy (BEL) (154 km)
07.07. Etappe 4: Seraing (BEL) - Cambrai (221 km)
08.07. Etappe 5: Arras - Amiens Métropole (189 km)
09.07. Etappe 6: Abbeville - Le Havre (191 km)
10.07. Etappe 7: Livarot - Fougères (190 km)
11.07. Etappe 8: Rennes - Mûr de Bretagne (179 km)
12.07. Etappe 9 (MZF): Vannes - Plumelec (28 km)
13.07. Ruhetag: Pau
14.07. Etappe 10: Tarbes - La Pierre-Saint-Martin (167 km)
15.07. Etappe 11: Pau - Cauterets/Vallée de Saint-Savin (188 km)
16.07. Etappe 12: Lannemezan - Plateau de Beille (195 km)
17.07. Etappe 13: Muret - Rodez (200 km)
18.07. Etappe 14: Rodez - Mende (178 km)
19.07. Etappe 15: Mende - Valence (182 km)
20.07. Etappe 16: Bourg-de-Péage - Gap (201 km)
21.07. Ruhetag: Gap
22.07. Etappe 17: Digne-les-Bains - Pra-Loup (161 km)
23.07. Etappe 18: Gap - Saint-Jean-de-Maurienne (185 km)
24.07. Etappe 19: Saint-Jean-de-Maurienne - La Toussuire/Les Sybelles (138 km)
25.07. Etappe 20: Modane Valfréjus - Alpe-d'Huez (110 km)
26.07. Etappe 21: Sèvres/Grand Paris Seine Ouest - Paris/Champs-Élysées (107 km)
Gesamtdistanz: 3344 km

Flach | Mittelgebirge | Hochgebirge | EZF | MZF | ! Bergankunft





Präsentation Tour de France 2015: Viele kleine und große Bergankünfte, wenigste EZF-Kilometer aller Zeiten
Präsentation Tour de France 2015: Viele kleine und große Bergankünfte, wenigste EZF-Kilometer aller Zeiten

Die Streckenkarte der Tour de France 2015
Die Streckenkarte der Tour de France 2015

Zum Seitenanfang von für Präsentation Tour de France 2015: Finale in Alpe d’Huez, nur 14 EZF-Kilometer, wieder Kopfsteinpflaster



Radsportnews auf Twitter - Radsport, Cycling, Radrennen live