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Keisse/Terpstra erringen letztlich quasi „kampflos“ dritten Sieg in Folge bei den Sixdays Rotterdam
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08.01.2015

Keisse/Terpstra erringen letztlich quasi „kampflos“ dritten Sieg in Folge bei den Sixdays Rotterdam

Info: Sixdays: Zesdaagse van Rotterdam 2015
Autor: Felix Griep (Werfel)



Rotterdam, 07.01.2015 – Normalerweise ist man von Sechstagerennen spannende Finals gewohnt, in denen um jeden einzelnen Punkt oder den entscheidenden Rundengewinn gefightet wird. So hätte es auch am Mittwochabend in Rotterdam sein sollen, weil die Leader Jasper De Buyst/Kenny De Ketele und die Titelverteidiger Iljo Keisse/Niki Terpstra beide noch gleichermaßen gute Aussichten auf den Gesamterfolg hatten. Doch just vor der allerletzten Jagd musste der grippegeschwächte De Ketele das Rennen aufgeben und Keisse/Terpstra war plötzlich ihr dritter Sieg in Folge vorzeitig sicher. Den UIV-Cup schlossen Hans Pirius/Sebastian Wotschke mit einer weiteren makellosen Vorstellung als Sieger ab und Könige der Sprinter wurden die Griechen.


Resultate: Profis | UIV-Cup | Sprinter
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Die Ausgangssituation für die letzten Nacht

Es war alles angerichtet für ein packendes Duell in der finalen Nacht des 33. Sechstagerennens von Rotterdam. Jasper De Buyst/Kenny De Ketele hatten sich zwar in der 2. Nacht vom Rest des Feldes absetzen können und die Führung seitdem nicht mehr hergegeben, doch Iljo Keisse/Niki Terpstra kämpften sich in die Nullrunde zurück und lagen nach der 5. Nacht nur zwölf Punkte zurück. Die Madison-Weltmeister Michael Mørkøv/Alex Rasmussen hätten mit ihrer Punktausbeute locker auch um den Sieg mitfahren können, hätte ihnen nicht jene verhängnisvolle lange Jagd in der 2. Nacht, die Mørkøv mit Wim Stroetinga zu Ende bringen musste, weil der nicht ganz fitte Rasmussen vorübergehend aussetzen musste, einen Rundenverlust zu viel beschert.
   Stand nach der 5. Nacht   
1 De Buyst/De Ketele  0 243
2 Keisse/Terpstra     0 231
3 Mørkøv/Rasmussen   -1 239
4 Muntaner/Torres    -2 173

Punkte-Coup von De Buyst, Asselmann wird Derny-Champion

Der Mittwoch begann für die Profis mit einer Mannschaftsausscheidung, bei der sich Keisse/Terpstra richtig ins Zeug legten und mit dem Sieg belohnt wurde. De Buyst/De Ketele hatten sich nicht bis ganz zum Schluss durchkämpfen können und belegten nur Rang vier, was zu einem Punktegleichstand zwischen beiden Teams führte und die Spannung so kurz vor der Final-Jagd weiter steigen ließ. Dies änderte sich etwas durch das erste Punkterennen, in dem De Buyst den Höchstpreis von 20 Punkten einfuhr, während Keisse leer ausging. Keisse hatte kurz zuvor im Derny-Finale, an dem die acht besten Teams aus den ersten fünf Nächten teilnahmen, den Sieg knapp verpasst. Jesper Asselmann schlug den Mann, der in dieser Disziplin, in der es keine Punkte für die Gesamtwertung zu gewinnen gab, mit drei Siegen in den vorangegangenen Tagen der Beste war. Nachdem Terpstra und De Ketele jeweils mit leeren Händen aus dem zweiten Punkterennen kamen, blieb es bei einer Differenz von 20 Punkten zwischen den Anwärterna uf den Gesamtsieg und das „Vorprogramm“ des Final-Abends war schon vorüber.
   Stand vor der Final-Jagd  
1 De Buyst/De Ketele  0 271
2 Keisse/Terpstra     0 251
3 Mørkøv/Rasmussen   -1 259
4 Muntaner/Torres    -1 201

Kranker De Ketele steigt unmittelbar vor Final-Jagd aus

Die Situation war verheißungsvoll für De Buyst/De Ketele. In der Final-Jagd hätten sich die Belgier bei diesem Punkte-Vorsprung wohl darauf beschränken können, Ausreißversuche der einen Rundengewinn benötigtende Keisse/Terpstra zu vereiteln. Bei den Sixday-Nights Zürich hatten sie bei einer ähnlichen Ausgangsposition ihre damaligen Gegner Keisse und Mark Cavendish souverän im Griff. Doch sie traten zur Schlussjagd nicht mehr an. De Ketele hatte schon während der 5. Nacht leichte Anzeichen einer Grippe gezeigt und sich dennoch durchgebissen. Um die letzten 50 Minuten und 50 Runden in Rotterdam zu absolvieren, reichten die Kräfte aber nicht mehr. Somit standen Keisse/Terpstra praktisch schon vor dem Startschuss als Sieger fest, Mørkøv/Rasmussen und David Muntaner/Albert Torres wurden ihnen nicht mehr gefährlich. Im Gegenteil, für die Dänen und Spanier erhöhte sich der Rückstand noch von einer auf drei Runden. Eine herausragende Leistung boten hingegen Michel Kreder/Raymond Kreder, welche die Final-Jagd gleichauf mit Keisse/Terpstra, denen sogar eine Doublette gelang, beendeten. Um noch auf das Podium zu gelangen, fehlten den niederländischen Brüdern aber trotzdem noch drei Runden.
          Endstand           
1 Keisse/Terpstra     0 281
2 Mørkøv/Rasmussen   -3 273
3 Muntaner/Torres    -3 225
- De Buyst/De Ketele    DNF
-> Zum vollständigen Endstand und allen Resultaten der Profis



UIV-Cup: Pirius/Wotschke siegen mit fast perfekter Bilanz

15 von 16 Rennen im Laufe der sechs Nächte gewonnen, 308 von 330 maximal möglichen Punkten geholt – Hans Pirius/Sebastian Wotschke fuhren im UIV-Cup noch deutlicher als bei ihrem ersten Sieg vor einem Jahr in einer eigenen Liga und haben sich damit einen Platz im Elite-Feld bei den Rotterdamer Sixdays des nächsten Jahres gesichert. Die Deutschen gewannen am letzten Abend Punkterennen, zwei Scratch-Läufe und die Final-Jagd; einzig im Supersprint der 2. Nacht waren ihnen einmal Simon Bigum/Elias Helleskov Busk zuvorgekommen. Die Dänen weisen in der Endabrechnung einen Rückstand von sechs Runden auf, von denen nur eine durch die wesentlich höhere Puntkausbeute von Pirius/Wotschke zustandekam. Der deutsche Stefan Schneider und sein Schweizer Partner Pascal Dietrich belegten neun Runden hinter den Siegern den dritten Platz.

-> Zum Endstand und allen Resultaten des UIV-Cup



Sprinter: Griechenland schlägt Niederlande um 2 Punkte

82 zu 80 lautet der Entstand im Nationenduell der Sprinter zwischen Griechenland und den Niederlanden. Ioannis Kalogeropoulos, Argyris Sotirakopoulos und Stelios Aggelidis verteidigten zum Abschluss ihrer knappe Führung gegen Matthijs Büchli, Nils Van ’t Hoenderdaal und Sam Ligtlee, die zur Halbzeit der Sixdays noch bei einem Punkt Vorsprung die Rolle ihrer Landsleute Hugo Haak, Jeffrey Hoogland und Camiel Lok übernommen hatten. Nach einem niederländischen Sieg im 1-2-3-Sprint machte Griechenland mit einem Erfolg im Keirin bereits alles klar, so dass den Gastgebern auch ein Sieg im abschließenden Teamsprint nicht mehr helfen konnte.

-> Zum Endstand und allen Resultaten der Sprinter



Ohne Pause schließen sich direkt die Sixdays Bremen (8.-13. Januar) an. Von den Topfahrern aus Rotterdam stellen sich nur Muntaner/Torres und Rasmussen der Herausforderung eines „Zwölftagerennens“. Über immerhin zwei freie Tage können sich Pirius/Wotschke freuen, ehe sie um den nächsten UIV-Cup-Sieg kämpfen. In Bremen ist der Nachwuchs nur von der 3. bis zur 5. Nacht aktiv.





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