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Van der Poel gewinnt erstes Rennen im Regenbogentrikot - Nys bei bpb trofee-Finale Dritter
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07.02.2015

Van der Poel gewinnt erstes Rennen im Regenbogentrikot - Nys bei bpb trofee-Finale Dritter

Info: Radcross: Krawatencross Lille 2015
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Lille, 07.02.2015 - Mit der Souveränität eines Weltmeisters hat der neue Titelträger Mathieu van der Poel (BKCP-Powerplus) den Krawatencross in Lille, die letzte Runde der bpost bank trofee, für sich entschieden. Ähnlich wie bei der WM in Tábor bestritt der 20-jährige Niederländer einen Großteil des Rennens allein an der Spitze. 37 Sekunden nach seiner Zieleinfahrt gewann Wout van Aert (Vastgoedservice-Golden Palace) den Sprint um Platz zwei und zog damit einen Schlussstrich unter den Gesamtsieg, welcher ihm freilich schon vor dem Start nicht mehr zu gewesen nehmen war. Altmeister Sven Nys (Crelan-AA Drink) schaffte es nach einer gefühlten Ewigkeit wieder einmal aufs Podest. Er blieb vor Lars van der Haar (Giant-Alpecin) und Kevin Pauwels (Sunweb-Napoleon Games).


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Sehr guter Start von Nys
Über fünf Wochen nach dem Grote Prijs von Baal wurde die bpost bank trofee heute in Lille fortgesetzt und zum Abschluss gebracht. Der sandige Parcours auf dem Campinggelände Lilse Bergen am Rande des Badesees war ziemlich gut abgetrocknet und so ergab sich ein schnelles Rennen, das bis zur dritten Runde auch noch völlig offen war. Tom Meeusen (Telenet Fidea) und Lars van der Haar hatten am Zwischensprint nach anderthalb Runden vorne gelegen, aber etliche Fahrer waren wieder an sie herangekommen. Nun setzten Mathieu van der Poel, seines Zeichens frischgebackener Weltmeister, und Sven Nys, der einen Superstart hingelegt hatte und endlich wieder im Vollbesitz seiner Kräfte zu sein schien, sich ab. Jedoch dauerte es nicht lange, bis der Mann im Regenbogentrikot den Vorjahressieger abgeschüttelt hatte und zu einer One-Man-Show antrat, welche an die von Hoogerheide und von Tábor erinnerte. Anfänglich sah es so aus, als könne Lars van der Haar noch einmal herankommen, doch der Eindruck täuschte. Nach der Hälfte der insgesamt acht Runden lag Van der Poel 14 Sekunden vor seinem niederländischen Landsmann und Vizeweltmeister Wout van Aert. Dahinter hielt sich Sven Nys auf, der bald Gesellschaft von Weltcup-Gesamtsieger Kevin Pauwels bekam.

Keine Schonung für Hoogstraten
Am morgigen Sonntag wird es für Mathieu van der Poel um die Verteidigung der Superprestige-Gesamtführung gehen - doch auf die Idee, sich für Hoogstraten zu schonen, kam der 20-Jährige nicht. Wie es sich für einen Champion geziemt, baute er seinen Vorsprung immer weiter aus und ließ erst auf den letzten anderthalb Runden in seiner Anstrengung nach. Seine Verfolger schlossen sich unterdessen zu einem Quartett zusammen, das mit knapp 50 Sekunden Rückstand die letzte Zielpassage absolvierte. Tatsächlich konnten weder Van Aert noch Van der Haar noch Pauwels oder gar Nys sich entscheidend absetzen und so spurteten die vier um Platz zwei - 37 Sekunden, nachdem Van der Poel mit stolz geschwellter Regenbogen-Brust das Rennen beendet hatte. Wout van Aert erwies sich wieder einmal als endschnellster Fahrer - und das obwohl der junge Belgier den Sprint von ganz vorn fuhr. Auf Platz drei landete Sven Nys, was nicht nur dem 38-Jährigen selbst wie ein Sieg vorgekommen sein mag, war er doch seit dem Superprestige Gavere Mitte November auf keinem Podium mehr gestanden. Sein Landsmann Vincent Baestaens (BKCP) war als Sechstplatzierter mit 52 Sekunden Rückstand der erste Fahrer, der nicht zu Van der Poels eigentlichen Verfolgern gehört hatte. Es folgten Tim Merlier (Sunweb) und dann Deutschlands Meister Marcel Meisen (Corendon) sowie Philipp Walsleben (BKCP), die wie in Tábor Platz acht und neun belegten. Tom Meeusen war offenbar zu schnell angegangen; er wurde nur Zehnter.

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Der Ausgang des Krawatencross´ änderte an den Top8 der Gesamtwertung nichts mehr. Kevin Pauwels wird mit 6:17 Minuten Rückstand gegenüber Wout van Aert Gesamtzweiter, Sven Nys bewahrte mit 7:14 Minuten Rückstand seinen dritten Platz. Tom Meeusen ist Gesamtvierter (+7:53); Philipp Walsleben kletterte noch um eine Position auf Rang neun.

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Frauen: Frustabbau für Cant, Gesamsieg für Van Loy
Nach der Weltmeisterschaft, bei der sie von Pauline Ferrand-Prévot knapp geschlagen wurde, hatte Sanne Cant (Enertherm-BKCP) sich über Gelegenheitscrosser beschwert, die wie die Französin oder auch die WM-Dritte Marianne Vos nur ausgewählte Querfeldeinrennen bestreiten und deswegen am Ende der Saison noch topfit sind. Ihren Frust über die Silbermedaille, die ihr wie eine verlorene goldene vorkam, strampelte Cant sich heute von der Seele. Die belgische und europäische Meisterin brachte viel Zeit zwischen sich und die zweitplatzierte Ellen van Loy (Young Telenet Fidea), was aber nicht genug war, um auch den bpost bank trofee-Gesamtsieg davonzutragen. Dieser geht an Van Loy, die zwar kein einziges Rennen gewann, aber mit großer Konstanz - sie war zuvor Zweite in Hamme und jeweils Dritte in Essen, Loenhout und Baal - zu überzeugen wusste und letztlich 70 Sekunden vor Cant liegt. Es ist der mit Abstand größte Erfolg in der Karriere der 34-jährigen Belgierin.

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U23: Sweeck holt Tagessieg und bpost bank trofee
Für den Gesamtweltcup, den EM- und den WM-Titel hatte es knapp nicht gereicht - aber im bpost bank trofee-Endstand liegt Laurens Sweeck (Corendon-Kwadro) tatsächlich ganz vorne. Zwar schnappte sein Hauptkonkurrent, Weltmeister Michael Vanthourenhout (Sunweb-Napoleon Games), sich am Zwischensprint 15 Bonussekunden, aber Sweeck ging auch nicht leer aus. Noch in der Schlussrunde fuhren die beiden Seite an Seite - hinzu kam Toon Aerts (Telenet Fidea), der aber genauso wie Vanthourenhout die Segel streichen musste, als der belgische U23-Meister seine finale Attacke platzierte. Nach Siegen in Hamme, Essen, Loenhout, Baal und eben auch in Lille sowie Podiumsplatzierungen bei den anderen drei Events, beträgt Laurens Sweecks Vorsprung schlussendlich 41 Sekunden auf Vanthourenhout.

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Debütanten: Vermeersch und Debeir dürfen sich freuen
Bei den Debütanten ("nieuwelingen") ging der Tagessieg zum dritten Mal nach Loenhout und Hamme an Florian Vermeersch. Der 15-jährige erreichte das Ziel solo vor Arno Debeir, dem Gewinner von Baal, der somit Platz eins in der Gesamtwertung sicherstellte. Mit 104 Punkten liegt er 12 Zähler vor Andreas Goeman, welcher in Lille Platz drei davontrug.

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Junioren: Jacobs feiert vierten Saisonsieg
Schweizermeister Johan Jacobs verabschiedete sich mit seinem vierten Saisonsieg von der bpost bank trofee - die freilich für die Junioren gar nicht in Form einer Gesamtwertung existiert. Der 17-Jährige, der bei der WM mit viel Pech auf einem unterklassigen Platz gelandet war, startete sehr gut ins Rennen und wusste seinen frühen Vorsprung bis ins Ziel zu verteidigen. Später bezwang der Niederländer Thijs Wolsink den belgischen und europäischen Meister Eli Iserbyt im Sprint um Platz zwei. Vizeweltmeister Iserbyts Kräfte scheinen gegen Ende einer Saison , die er quasi nach Belieben dominierte, tatsächlich etwas nachzulassen.

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