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Van Avermaet holt in Arezzo vor Sagan den Etappensieg und das Blaue Trikot
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13.03.2015

Van Avermaet holt in Arezzo vor Sagan den Etappensieg und das Blaue Trikot

Info: TIRRENO - ADRIATICO 2015
Autor: Felix Griep (Werfel)



Arezzo, 13.03.2015 – Die Zielankunft in Arezzo hatte 2014 für ein spannendes Finish gesorgt und so kehrte Tirreno-Adriatico ein Jahr später gleich wieder dahin zurück. Der ansteigende letzte Kilometer durch die viertgrößte Stadt der Toskana machte die 3. Etappe zu einer Angelegenheit der Klassikerspezialisten, unter denen sich diesmal Greg Van Avermaet vor Vorjahressieger Peter Sagan durchsetzte. Der Belgier, dessen Anhörung vor seinem Landesverband wegen des Vorwurfs der Ozontherapie heute auf den 16. April terminiert wurde, schnappte dem Slowaken nicht nur den Sieg weg, sondern auch die Führung in der Gesamtwertung. Van Avermaets BMC-Teamkollege Danilo Wyss verteidigte das Bergtrikot, musste dazu aber erneut in eine Fluchtgruppe gehen.


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Wyss gegen Quintero, Runde zwei
Die 3. Etappe von Tirreno-Adriatico war genau wie das Teilstück am Tag davor eine größtenteils flache Angelegenheit mit den einzigen beiden Bergwertungen auf kleineren Steigungen in der ersten Streckenhälfte. Es war daher nicht besonders verwunderlich, dass Bergtrikot-Träger Danilo Wyss (BMC Racing) und der punktgleiche Carlos Quintero (Colombia) erneut beide zu den Ausreißern gehörten und die zweite Runde ihres kleinen Duells ausfochten. Sowohl in San Martino als auch auf dem Poggio alla Croce setzte sich der Schweizer gegen den Kolumbianer durch, so dass Wyss das Trikot noch weiter behalten darf. Der Etappensieg war für die Fluchtgruppe, die fünf Fahrer umfasste, aber genau wie gestern völlig außer Reichweite. Schon 30 Kilometer vor dem Ziel fiel ihr Vorsprung, der sehr früh auf der Etappe mal beinahe eine Viertelstunde betragen hatte, unter eine Minute. Bald darauf wurden sie eingeholt, zuerst Wyss, Quintero und Rick Flens (LottoNL-Jumbo), zuletzt Nicola Boem (Bardiani-CSF) und Chad Haga (Giant-Alpecin). Neue Angriffe gab es danach nicht, weil Tinkoff-Saxo ein hohes Tempo anschlug und das Feld geschlossen Richtung Ziel führte.

Van Avermaet auf Etappe und in Gesamtwertung vor Sagan
Peter Sagan (Tinkoff-Saxo) hoffte bei dem Finish in Arezzo, wo er 2014 vor Michal Kwiatkowski gewonnen hatte, seine seit dem Sieg bei der slowakischen Meisterschaft 2014 andauernde Durststrecke beenden zu können. Als man sich dem Finale näherte, trat aber das BMC Racing Team immer mehr in Erscheinung, bei dem sich der Omloop-Sechste und Stade-Zweite Greg Van Avermaet genau diese Ankunft ausgeguckt hatte, deren Gegebenheiten weniger die reinen Sprinter als vielmehr die Klassikerfahrer bevorteilten. Kopfsteinpflaster und eine im Schnitt fünfprozentige Steigung machten den letzten Kilometer zu einem besonderen Erlebnis. Van Avermaet wurde von einem Teamkollegen an die Spitze gebracht, so dass er als Erster durch die letzte Kurve fahren und seinen 200 Meter langen Endspurt lancieren konnte. Zdenek Stybar (Etixx-Quick Step) befand sich an seinem Hinterrad, weshalb Sagan einen recht großen Bogen fahren musste, um an dem Tschechen vorbeizukommen. Dies gelang ihm, aber um auch Van Avermaet zu kassieren, reichte es nicht mehr. Sagan hatte als Zweiter zwar die Zeitgutschrift bekommen, die ihn den bisherigen Gesamtführende Adriano Malori (Movistar) überholen ließ – aber Van Avermaet hatte ebenfalls ein gutes Zeitfahren hingelegt. Der Tagessieger steht im Klassement jetzt nicht nur vor Malori (+0:08), sondern auch vor Sagan (+0:02) und ist neuer Träger des Blauen Trikots.

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Auf der 4. Etappe steigert sich der Schwierigkeitsgrad von Tirreno-Adriatico weiter. 77,5 Kilometer vor Schluss geht es über den Poggio San Romualdo (10,85 km à 6,4%, max 11%) und auf den letzten 23 Kilometern zweimal über einen Anstieg in Crispiero (4,2 km à 6,7%, max. 15%). Das Ziel befindet sich am Ende einer sechs Kilometer langen Abfahrt.





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