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Albasini gelingt in Porrentruy sein fünfter Streich bei der Tour de Romandie
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30.04.2015

Albasini gelingt in Porrentruy sein fünfter Streich bei der Tour de Romandie

Info: Giro del Trentino 2015 (2.HC)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Porrentruy, 30.04.2015 – Michael Albasini, der Unbesiegbare? Nachdem man ähnlich wie am Vortag einen bergigen Parcours hinter sich gebracht hatte, kam es zum Ende der 2. Etappe der Tour de Romandie wieder zum Sprint aus einem zwar dezimierten, aber doch recht großen Feld und erneut war es der Schweizer, der alle anderen hinter sich ließ. Damit verteidigte Albasini das Gelbe Trikot und bringt es innerhalb von nur zwei Jahren jetzt schon auf fünf Etappensiege in der Westschweiz, gehört dort nun zu den Top10 der erfolgreichsten Etappenjäger der Geschichte. Besser als der 34-Jährige sind nur noch die je sechsmal siegreichen Vittorio Adorni, Knut Knudsen, Gianni Motta, Tony Rominger und Johan van der Velde, Hugo Koblet und Ferdi Kübler mit je acht Erfolgen und Rekordhalter Mario Cipollini, der gar ein Dutzend Siege sammelte.

Bergige Streckenführung rund um Porrentruy
Die 3. Etappe der Tour de Romandie hätte auch „Rund um Porrentruy“ genannt werden können. Die zu Deutsch Pruntrut heißende Gemeinde war Dreh- und Angelpunkt einer Strecke, die nur minimal einfach war als jene vom Tag davor. Der Start zu den 172,5 Kilometer erfolgte allerdings in Moutier und kurz nach Verlassen dieses Ortes begaben sich drei Männer auf die Flucht. Ein Schweizer war diesmal nicht dabei, dafür neben dem Belgier Kristof Vandewalle (Trek Factory Racing) und dem Niederländer Brian Bulgac (LottoNL-Jumbo) einer der „exotischsten“ Fahrer des Pelotons, der Chinese Cheng Ji (Giant-Alpecin). Der Vorsprung des Trios kletterte in Windeseile auf mehr als acht Minuten – drei weniger waren es nach 70 Kilometern, als sie zum ersten Mal Porrentruy durchquerten. Bis dahin hatte man schon 800 der insgesamt knapp 2000 Höhenmeter und zwei markante Steigungen hinter sich gebracht, die erste Bergwertung stand aber noch bevor. Auf einer Runde, die zum Ende des Rennens noch ein zweites Mal befahren werden musste, erklomm man die Côte de Bure (3. Kategorie), bevor eine langgezogene Abfahrt wieder nach Porrentruy führte, wo dann sogar die Ziellinie passiert wurde. Drei Minuten Vorsprung blieben der Gruppe da noch, doch ihr Ende nahte, denn nun standen zwei kurz aufeinander folgende Berge der 2. Kategorie bevor.

Ruhige Fahrweise und keine Attacken an den Anstiegen
Ji musste schon am Col de la Croix abreißen lassen, wurde danach am Col des Rangiers als Erster eingeholt. Auch Bulgac und Vandewalle erreichten diese dritte Bergwertung nicht mehr vor dem Feld, Letzterer wurde einen Kilometer vor dem Gipfel eingeholt. Gut für Maxim Belkov (Katusha), denn so brachten es Vandewalle und Bulgac jeweils nur auf elf Punkte und der Russe bleibt mit seinen 22 gestern gesammelten Zählern unangefochten im Bergtrikot. Nach den beiden schwersten Steigungen ging es wieder hinunter nach Porrentruy, wo sich trotz einiger Versuche niemand absetzen konnte, so dass das Feld, natürlich schon deutlich kleiner als beim Start, geschlossen an den Fuß der Côte de Bure zurückkehrte. Astana und Tinkoff-Saxo führten es die 1,8 im Schnitt gut sieben Prozent ansteigenden Kilometer hinauf, ohne, dass etwas Nennenswertes passierte. Die darauf noch folgenden 25 Kilometer gestalteten sich deutlich kurzweiliger, weil immer wieder aufs Neue verschiedenste Fahrer angriffen. Einmal probierte es der Schweizer Danilo Wyss (BMC Racing), der etwas Pech hatte, dass ihm neben Andrey Zeits (Astana) mit Nairo Quintana (Movistar) ausgerechnet einer der Mitfavoriten auf den Gesamtsieg folgte. So blieb auch dieser Angriff nur ein kurzes Intermezzo, ebenso wie später eine Attacke von Vincenzo Nibali (Astana). Eine Sprintentscheidung vermochte niemand wirklich zu gefährden.

Albasini gewinnt das Sprintduell gegen Alaphilippe
Etwa 50 Fahrer waren gemeinsam über die Côte de Bure gekommen, am Ende kamen fast 80 zeitgleich in Porrentruy an. Die von der reinen Papierform her besten Sprinter wie Giacomo Nizzolo (Ttrek Factory Racing) oder Elia Viviani (Sky) waren aber wieder nicht dabei. So hieß der Favorit auf den Tagessieg nach seinem Erfolg von der 2. Etappe Michael Albasini (Orica-GreenEdge). Mit der Hilfe von Teamkollege Simon Gerrans konnte er sich bis zur Flamme Rouge in eine gute Position bringen, die eingangs des kurvenreichen letzten Kilometers wichtig war. Das Pärchen hatte sich hinter dem führenden Rui Costa (Lampre-Merida) eingereiht, dann startete Etixx-Quick Step seinen Angriff. Tony Martin und Rigoberto Uran beförderten Julian Alaphilippe nach vorne. Albasini schnappte sich das Hinterrad des jungen Franzosen und gewann ihr Sprintduell auf den letzten hundert Metern. Damiano Caruso (BMC Racing) wurde Dritter und verwehrte dem viertplatzierten Costa die letzte Zeitgutschrift. Weitere zehn Bonifikationssekunden wanderten auf das Konto von Albasini, der in der Gesamtwertung jetzt 20 Sekunden vor seinen Teamkollegen Ivan Santaromita und Simon Yates und Chris Froome (Sky) liegt. Nicht nur das Gelbe Trikot bleibt damit in Schweizer Besitz, das Grüne behält Jonathan Fumeaux (IAM Cycling) als unveränderter Führender der Sprintwertung.

-> Zum Resultat

Ein Wunder wäre es nicht, wenn es auch in diesem Jahr drei Siege von Albasini geben würde, denn auf der 4. Etappe könnte es bei zwei Bergwertungen der 2. Kategorie und einer der 3. zwölf Kilometer vor dem Ziel in Treyvaux (3,8 km à 3,7%) zu einem ähnlichen Endszenario kommen wie man es nun schon zweimal erlebt hat.





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