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Mehr Punkte für Siege auf Flachetappen und Rückkehr der Zeitgutschriften bei der Tour de France 2015
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27.06.2015

Mehr Punkte für Siege auf Flachetappen und Rückkehr der Zeitgutschriften bei der Tour de France 2015

Info: TOUR DE FRANCE 2015
Autor: Felix Griep (Werfel)



27.06.2015 – Die Grundlagen des Radsports werden zwar nicht neu erfunden – gefahren wird weiterhin auf nicht-motorisierten Zweirädern – aber die 102. Tour de France wartet doch mit einigen Reglements-Änderungen auf, die auf das Rennen und seine Ergebnisse einen bedeutenden Einfluss nehmen könnten. So wurde die Punktevergabe für das Grüne Trikot angepasst, um den Flachland-Sprintern einen Vorteil zu verschaffen. Außerdem gibt es nach acht Jahren erstmals wieder Zeitgutschriften, was besonders für die ersten Etappen nach dem Eröffnungszeitfahren, aber eventuell auch für den Kampf um den Gesamtsieg von Bedeutung sein könnte.


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Das heute immer noch aktuelle Prinzip der „neuen Punktewertung“ wurde 2011 eingeführt. Die wichtigste Änderung damals: Statt drei Zwischensprints mit mickrigen Punkten gibt es pro Etappe nur noch einen, der aber umso mehr wert ist. 2015 gibt es weiterhin für einen Zwischensprint-Sieg 20 Punkte, genauso viele wie für den Gewinn des Einzelzeitfahrens oder einer Bergetappe. Die Punkteschlüssel für die leichteren Etappen, auf denen sich die Punktewertung gewohnheitsmäßig entscheidet, sind es, die in diesem Jahr angepasst werden.

Die Sieger von „Flachetappen“ (siehe Abschnitt zu den Karenzzeiten) werden jetzt deutlich höher belohnt. Gab es bisher 45-35-30 Punkte für die Top3, sind es nun 50-30-20. Reichten früher ein 2. und ein 11. oder ein 3. und ein 8. Platz, um einen Sieg auszugleichen, muss man neuerdings je einmal 2. und 3. werden, um es auf so viele Punkte zu bringen wie ein Etappensieger. Darüberhinaus gibt es bei „mittelschweren Etappen“ nur noch 25 statt 30 Punkte für den Ersten. Diese Neuerung wurde schon als Maßnahme gegen Peter Sagan interpretiert, der oft auch auf hügeligen Strecken punktete und im letzten Jahr sein drittes Grünes Trikot ohne einen einzigen Etappensieg holte.

Die Punktevergabe für das Bergklassement wurde dagegen unverändert gelassen, es gibt auch weiterhin doppelte Punkte bei Bergankünften ab Kategorie 2. Die zweite große Reglements-Änderung betrifft die Gesamtwertung: Bei allen Etappen – mit Ausnahme der beiden Zeitfahren – werden Zeitgutschriften verteilt, aber nur im Ziel und nur 10, 6 und 4 Sekunden für die Top3. 20, 12, 8 waren es noch bei der Tour 2007, nach der die Organisatoren den Bonifikationen abgeschworen hatten. Damals gab es auch noch Gutschriften an den Zwischensprints, dies ist heuer aber nicht der Fall.

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An den Berechnungskriterien der Karenzzeiten hat man nicht gedreht, diese bleiben mit einer kleinen Ausnahme unverändert: das Zeitlimit für die Zeitfahren wurde von 25% auf 30% erhöht. Interessant ist aber ein Blick in die Einteilung der Etappen in verschiedene Koeffizienten, die genauso auch für die Punkteverteilung des Grünen Trikots zählt. 2014 gab es noch 9 „einfache Etappen“ (Koeffizient 1, 50-30-20 Punkte für Top3), diesmal lediglich 6 solche Flachetappen. Dafür erhöht sich die Anzahl „mittelschwerer Etappen“ (Koeffizient 2, 25-22-19 Punkte für Top3) von 5 auf 6. Vielleicht ist auch dieser Schwund an leichten Etappen der Grund, dass man Siege bei ebendiesen für die Punktewertung nun deutlich höher gewichtet.

-> Zur Übersicht der Karenzzeiten

Aus finanzieller Sicht ändert sich bei der Tour de France nichts, es werden Preisgelder in der Summe von knapp über zwei Millionen Euro verteilt. Allein 450.000 € bekommt derjenige, der in Paris das Gelbe Trikot gewinnt. Ein Etappensieg ist weiterhin 8.000 € wert.

-> Zur Übersicht der Preisgelder

PS:
Die Übersicht der Bergwertungen wurde um eine Analyse der pro Etappe maximal erreichbaren Bergwertungs-Punkte ergänzt. Siege an allen 57 Bergwertungen wären zusammen 429 Punkte wert; die meisten Punkte, jeweils 75, sind auf der 12. Etappe zum Plateau de Beille und auf der 20. Etappe nach Alpe d’Huez zu holen.





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