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De Buyst scheidet in 5. Nacht von Kopenhagen mit Fieber aus – Sieg in Handicap-Jagd für Pieters/Bigum
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09.02.2016

De Buyst scheidet in 5. Nacht von Kopenhagen mit Fieber aus – Sieg in Handicap-Jagd für Pieters/Bigum

Info: Sixdays: Københavnske 6-dagesløb 2016
Autor: Felix Griep (Werfel)



Kopenhagen, 08.02.2016 – Vier Tage lang hatte Jasper De Buyst mit seinem dänischen Partner Marc Hester an der Spitze der Kopenhagener Sixdays gelegen, doch in der 5. Nacht fehlte der Belgier auf der Bahn der Ballerup Super Arena. Fieber hatte den 22-Jährigen außer Gefecht gesetzt. Das erhöht natürlich die Chancen auf eine Heimerfolg von Jesper Mørkøv/Alex Rasmussen, wobei auch Kenny De Ketele/Moreno De Pauw und Andreas Müller/Andreas Graf noch um den Sieg mitmischen und selbst das neu gebildete Paar Otto Vergaerde/Marc Hester noch nicht komplett geschlagen ist. In der Handicap-Jagd kam keines dieser Teams an Roy Pieters/Simon Bigum heran, die das prestigeträchtige Rennen für sich entschieden.


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Mørkøv/Rasmussen durch De Buysts Ausfall zunächst alleinige Führende
Krankheiten hatten während des Sechstagerennens von Kopenhagen bei den Fahrern auf den hinteren Rängen schon für einige Ausfälle und die Bildung verschiendenster Interims-Teams gesorgt. Nach dem Wochenende hat es nun auch eines der Topteams erwischt. Bei Jasper De Buyst machten sich in der Nacht von Sonntag auf Montag erste Fiebersymptome bemerkbar, zur 5. Nacht konnte der Belgier dann nicht mehr antreten. So wurde das Paar aus ihm und Marc Hester gesprengt, das von der 1. bis zur 4. Nacht in Führung gelegen hatte. Da auch der Niederländer Yoeri Havik krank ausfiel, wurde Hester mit dessen Partner Otto Vergaerde kombiniert. Das neue Paar Vergaerde/Hester startete aber nicht etwa als Leader in die vorletzte Nacht, denn aus den 259 Punkten von De Buyst/Hester und den 65 von Vergaerde/Havik wurde durch die „Verschmelzung“ dieser Paare der Mittelwert von 162 gebildet. Die Rundenbilanz wurde zwar vom Team De Buyst/Hester übernommen, durch das Absinken der Punktzahl unter die 200er-Marke wurde aber ein Bonus abgezogen. Somit lagen sie wie Kenny De Ketele/Moreno De Pauw und Andreas Müller/Andreas Graf eine Runde hinter den nun alleinigen Führenden Jesper Mørkøv/Alex Rasmussen.

Pieters/Bigum gewinnen Handicap-Jagd, Mørkøv/Rasmussen mit Rundenverlust
Im Verlauf des Abends gab es Bonusrunden für zunächst Müller/Graf, dann auch für De Ketele/De Pauw, so dass diese in die Nullrunde zu Mørkøv/Rasmussen vorstießen, denen aber der wichtige Vorteil eines unaufholbaren Punktevorsprung nach Auflösung des Teams De Buyst/Hester nicht mehr zu nehmen ist. Diese drei Teams traten mit einem Handicap von neun Runden zu Kopenhagens berühmter 75-Kilometer-Jagd an, Vergaerde/Hester mit deren acht. Als Führende starteten der Tscheche Martin Blaha und der Pole Ondrej Vendolsky, die Letztplatzierten der Gesamtwertung, in diese „Verfolgungs-Jagd“, für sie galt als einzige das Handicap null. Von den Topteams wurden sie zwar nicht eingeholt, beendeten die Handicap-Jagd aber doch nur als Drittplatzierte. Der Niederländer Roy Pieters und der Däne Simon Bigum, mit zwei Runden Rückstand angetreten, kamen nach 1 Stunde, 23 Minuten und 39 Sekunden Fahrzeit – 29 Sekunden über dem Rekord von Marcel Barth/Niki Byrgesen aus dem Jahr 2014 – als alleinige Spitzenreiter ins Ziel, Blaha/Vendolsky wiesen wie Mathias Krigbaum/Elias Helleskov Busk eine Runde Rückstand auf. De Ketele/De Pauw, Müller/Graf und Vergaerde/Hester hatten am Ende noch zwei Runden Rückstand auf die Sieger – Mørkøv/Rasmussen drei.

Ketele/De Pauw und Müller/Graf vorübergehend nur zu zweit in der Nullrunde
Abzüglich der Handicap-Runden ging das Jagd-Ergebnis auch in die Gesamtwertung ein und kostete Mørkøv/Rasmussen die Führung, weil sie – wie auch Vergaerde/Hester – einen Rundengewinn weniger eingefahren hatten als De Ketele/De Pauw und Müller/Graf, die gesamt somit nur noch zu zweit in der Nullrunde verbleiben. Da Ketele/De Pauw und Müller/Graf mit 213 und 116 Punkten keine Bonusrunden mehr bekommen werden, eine solche für Mørkøv/Rasmussen mit 275 Punkten hingegen noch locker erreichbar sein sollte, ist der Weg zurück an die Spitze nicht weit. Auch Vergaerde/Hester werden mit aktuell 194 Punkten noch einen Bonus erhalten, aber selbst danach noch eine Runde Rückstand aufweisen. Bei noch zwei Jagden in der letzten Nacht, einer über 30 Minuten und der einstündigen Final-Jagd, kann aber noch jedes der Top4-Teams den Gesamtsieg davontragen.

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