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Sky und Movistar nehmen Tinkoff im Mannschaftszeitfahren zum Vuelta-Auftakt fast eine Minute ab
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20.08.2016

Sky und Movistar nehmen Tinkoff im Mannschaftszeitfahren zum Vuelta-Auftakt fast eine Minute ab

Info: VUELTA A ESPAÑA 2016
Autor: Felix Griep (Werfel)



Castrelo de Miño, 20.08.2016 – Seit im Jahr 2010 das Mannschaftszeitfahren als Auftaktprüfung für die Vuelta a España eingeführt worden war, hatte es keine so lange Strecke gegeben wie diesmal bei der 71. Spanien-Rundfahrt. Es gab aber auch noch nie eine solch enge Entscheidung um den Sieg, denn am Ende der 27,8 Kilometer trennten Sky und Movistar gerade einmal zwei Zehntelsekunden. Beide Teams verschafften ihren Kapitänen Chris Froome respektive Nairo Quintana einen perfekten Start in die Vuelta, während bspw. Alberto Contador mit seiner Tinkoff-Truppe 52 Sekunden Rückstand kassierte und daher im Kampf um den Gesamtsieg gleich einen beträchtlichen Rückschlag erlitt.

Extrem knappe Entscheidung zwischen Sky und Movistar
Weit im Nordwesten Spaniens in der Region Galicien begann am Samstagabend die Vuelta a España 2016. Erst um 18:26 Uhr startete die erste der 22 Mannschaften zum 27,8 Kilometer langen Zeitfahren von Ourense nach Castrelo de Miño. Eröffnet wurde das Rennen vom deutschen Rennstall Bora-Argon 18, dessen Zeit von 31:35 Minuten am Ende immerhin für einen Platz in der ersten Hälfte des Klassements reichen sollte und sogar für mehr als eine halbe Stunde als Bestmarke bestehen blieb, bevor Etixx-Quick Step 35 Sekunden schneller war. Eine Weile danach war dann Orica-BikeExchange noch einmal recht deutlich besser, unterbot Etixx um 16 Sekunden. Wenig später konnte man im Orica-Lager aufatmen, als BMC Racing seinen Sechs-Sekunden-Vorsprung von einer Zwischenzeit bei Kilometer 18,2 noch verspielte und im Ziel eine Sekunde Rückstand aufwies. Es ging aber auch über die komplette Distanz schneller als Orica, wie das Team Movistar bewies, das mit 30:37 Minuten noch einmal sechs Sekunden weniger für die Strecke benötigte. 30:37 Minuten standen dann auch bei der Ankunft des Team Sky auf der Uhr – bei den Briten aber nur eine Vier hinter dem Komma, während es bei den Spaniern eine Sechs gewesen war.

Ein Rückschlag für Contador im Kampf um den Gesamtsieg
Es war also eine Differenz von 0,2 Sekunden, die Sky den Sieg in diesem Mannschaftszeitfahren brachte und Peter Kennaugh als Ziellinienerstüberquerer das Rote Trikot. Bei einem Sieg von Movistar hätte Alejandro Valverde das Leadertrikot in Empfang genommen. Trotz dieser knappen Niederlage, war das MZF nicht nur für Sky, sondern auch für Movistar ein großer und wichtiger Erfolg – nämlich im Hinblick auf die Gesamtsieg-Ambitionen von Chris Froome (Sky) und Nairo Quintana (Movistar). Denn nicht alle Teams kamen mit solch geringen Rückständen davon wie Johann Estaban Chaves‘ Orica-BikeExchange (+0:06) und Tejay Van Garderens BMC Racing (+0:07). Etixx-Quick Step (+0:22) und Steven Kruijswijks LottoNL-Jumbo (+0:27), die die Plätze fünf und sechs belegten, konnte den Schaden noch einigermaßen in Grenzen halten, wohingegen alle anderen Mannschaften mindestens 50 Sekunden einbüßten. 52 Sekunden wurden es für Tinkoff mit Alberto Contador, der neben Froome und Quintana zu den Topfavoriten dieser Vuelta zählt. Der junge, aber hochgehandelte Miguel Angel Lopez verlor mit Astana 58 Sekunden, woran ein Problem mit der Kette am Rad des Kolumbianers selbst einen gewissen Anteil hatte.

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Bei zehn Bergankünften auf den restlichen 20 Etappen werden sich Contador und allen anderen beim Vuelta-Auftakt enttäuschten Fahrer noch viele Gelegenheiten bieten, die verlorene Zeit wieder gutzumachen. Auf der 2. Etappe gibt es aber zunächst eine der wenigen Chancen für die Sprinter.





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Foto: Sabine Jacob

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