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Großer Coup von Oliver Naesen nach 30 Kilometer langer Flucht beim Bretagne Classic in Plouay
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28.08.2016

Großer Coup von Oliver Naesen nach 30 Kilometer langer Flucht beim Bretagne Classic in Plouay

Info: BRETAGNE CLASSIC - OUEST-FRANCE 2016
Autor: Felix Griep (Werfel)



Plouay, 28.08.2016 – Überraschenderweise hatten die Sprinter das Nachsehen beim französischen WorldTour-Rennen Bretagne Classic, mehr als Platz drei sprang für Vorjahressieger Alexander Kristoff diesmal nicht heraus. Denn zwei Ausreißer, die sich 30 Kilometer vor dem Ziel zunächst in einem Quartett abgesetzt hatten, verteidigten bis zum Ende einen kleinen Vorsprung. Von diesen beiden Fahrern verfügte der Belgier Oliver Naesen auf der Zielgeraden noch über die meisten Kraftreserven und holte sich vor dem Italiener Alberto Bettiol den wichtigsten Sieg seiner bisherigen Karriere. Für das Schweizer Team IAM Cycling war es nach Sylvain Chavanels Coup von 2014 bereits der zweite Sieg in Plouay.

Frühe Einholung der Ausreißer führt zu viel Unordnung
Bei mit etwa zwanzig grad keinesfalls kaltem, aber sehr regnerischem Wetter startete das Peloton in Plouay zur 80. Austragung des früher als „GP Ouest France“ bekannten Rennens, das neuerdings den Namen „Bretagne Classic“ trägt. Statt mehrerer kürzerer lokaler Runden gab es diesmal eine 235,9 Kilometer lange Strecke durch die Départements Morbihan, Côtes-d'Armor und Finistère, bevor noch ein einziges Mal der aus den letzten Jahren bekannte kurze finale Rundkurs absolviert wurde. Die frühe Fluchtgruppe behielt Katusha, die Mannschaft des 2015 in Plouay siegreichen Alexander Kristoff, noch gut unter Kontrolle. Als Jack Bauer (Cannondale-Drapac), Olivier Le Gac (FDJ), Damien Gaudin (AG2R La Mondiale), Alexandre Pichot (Direct Energie), Simone Andreetta (Bardiani-CSF), Jean-Marc Bideau (Fortuneo-Vital Concept), Matej Mohoric (Lampre-Merida) und Romain Combaud (Delko-Marseille Provence) allerdings bereits 50 Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt wurden, geriet das Renngeschehen ein wenig außer Kontrolle. Es kam zur Bildung einer neuen Spitzengruppe, die weiter anwuchs, bis sie etwa 30 Fahrer umfasste. Etwas geordnetere Verhältnisse kehrten erst wieder ein, als sich aus dieser Riesengruppe 30 Kilometer vor dem Ziel ein Quartett absetzte.

Naesen und Bettiol retten wenige Sekunden Vorsprung ins Ziel
Guillaume Martin (Wanty-Groupe Gobert) war mit einem Angriff Wegbereiter dieser Flucht, bei der ihn Alberto Bettiol (Cannondale-Dapac), Olivier Naesen (IAM Cycling) und Alexis Gougeard (AG2R La Mondiale) begleiteten. Gougeard fiel allerdings nach kurzer Zeit an der Côte de Marta, einem der vielen Anstiege des sehr hügeligen Kurses, schon wieder zurück. Die anderen drei kamen mit gut einer Minute Vorsprung zur ersten Zielpassage. Während der 13,9 Kilometer langen Schlussrunde schienen Teams wie Katusha, Sky, Etixx-Quick Step und Orica-GreenEdge das Trio einholen zu können, fünf Kilometer vor dem Ziel war der Abstand auf eine halbe Minute gesunken. Martin fiel dann an der letzten Steigung, der Côte de Ty Marrec zurück, aber den anderen gelang die große Überraschung, sie konnten das Peloton besiegen und fünf Sekunden hinter sich lassen. Naesen, der im Finale bereits den größten Anteil der Führungsarbeit verrichtet hatte, konnte Bettiol auf der Zielgeraden locker hinter sich lassen und seinen ersten WorldTour-Erfolg feiern. Für Kristoff war mehr als Platz drei dann nicht mehr drin, im Sprint des Feldes setzte er sich vor Michael Matthews (Orica-BikeExchange) und John Degenkolb (Giant-Alpecin) durch.

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