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De La Cruz im Roten und De Gendt im Bergtrikot nach Ausreißeretappe zum Alto del Naranco
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28.08.2016

De La Cruz im Roten und De Gendt im Bergtrikot nach Ausreißeretappe zum Alto del Naranco

Info: VUELTA A ESPAÑA 2016
Autor: LiVE-Ticker zum Nachlesen: Text
Felix Griep (Werfel)



Oviedo, 28.08.2016 – Es war ein Wochenende für Ausreißer bei der Vuelta a España: Nach Sergey Lagutins Sieg am Alto de la Camperona ließ das Hauptfeld auch bei der 9. Etappe, die zum Alto del Naranco führte, eine Fluchtgruppe gewähren. Großer Triumphator war diesmal David De La Cruz, der nach den beiden Sprinterfolgen seines Teamkollegen Gianni Meersman nicht nur für den dritten Etixx-Tagessieg sorgte, sondern auch das Rote Trikot von Nairo Quintana übernahm, dessen Verteidigung Movistar offensichtlich nicht besonders wichtig war. Einen wesentlich härteren Kampf gab es um das Bergtrikot zwischen den beiden Ausreißern Alexander Geniez und Thomas De Gendt.


Das Profil der 9. Vuelta-Etappe

Widerstand gegen die Flucht nur zu Beginn der Etappe
Die entscheidende Gruppe bildete sich bereits nach zehn der 164,5 Kilometer, die auf der 9. Etappe der Spanien-Rundfahrt zwischen Cistierna und Oviedo zurückzulegen waren. Die zwölf Mann, die gemeinsam angegriffen hatten, musste jedoch zunächst noch eine Weile um den Erfolg ihres Vorhabens bangen, weil Trek-Segafredo und Dimension Data noch Widerstand leisteten und den Abstand gering hielten, allerdings auch nicht aufholen konnten. Als diese beiden Teams die Verfolgung aufgaben, stieg der Vorsprung der Fluchtgruppe bis zum Puerto de San Isidro rasch auf viereinhalb Minuten. Dort kam es an einer Bergwertung der 2. Kategorie zum ersten Duell zwischen Alexandre Geniez (FDJ), dem Träger des Bergtrikots, und seinem Herausforderer Thomas De Gendt (Lotto Soudal), der gleich einmal seine zwei Punkte Rückstand wettmachen und mit dem Franzosen gleichziehen konnte. Neben diesen beiden gehörten Dylan Teuns (BMC Racing), Luis Leon Sanchez (Astana), Jan Bakelants (AG2R La Mondiale), David De La Cruz (Etixx-Quick Step), Bartosz Huzarski (Bora-Argon 18), Pello Bilbao (Caja Rural-Seguros RGA) sowie die Pärchen Simon Clarke, Moreno Moser (beide Cannondale-Drapac) und Mathias Frank, Dries Devenyns (beide IAM Cycling) der Gruppe an – viele von diesen Namen hatte man bei dieser Vuelta schon in Aktion erlebt.

Devenyns attackiert zweimal aus der Spitzengruppe
Nach einer langen Abfahrt warteten auf den letzten 50 Kilometern noch fünf Anstiege, von denen vier mit einer Bergwertung versehen waren. Die erste davon auf dem Alto de Santo Emiliano (Kat. 3) gewann erneut De Gendt vor Geniez. Diesmal hatte sich der Belgier sogar 20 Sekunden abgesetzt und zog sein Solo anschließend noch gut zehn Kilometer weiter durch, bevor er wieder eingeholt wurde. Auch die dritte Bergwertung auf dem Alto de San Tirso (Kat. 3) konnte De Gendt für sich entscheiden und lag im Rennen um das gepunktete Leibchen nun drei Punkte vorn. Den nächsten Anstieg, welcher als einziger nicht klassifiziert war, nutzte Devenyns für einen Angriff, welchem sich in der folgenden Abfahrt Bakelants anschloss. Als es dann erneut bergan zum Alto de la Manzaneda (Kat. 3) ging, kam noch Teuns dazu, ehe auch der Rest der Gruppe das belgische Trio wieder einfing. De Gendt hatte mittlerweile Probleme, bei dem erhöhten Tempo mitzuhalten und ging an dieser Bergwertung erstmals leer aus, während Geniez wieder mit ihm gleichzog. Direkt nach der 12,5 Kilometer vor dem Ziel gelegenen Bergwertung attackierte Devenyns zum zweiten Mal und fand in De La Cruz nun einen spanischen Partner, mit dem er die Gegner entscheidend distanzieren konnte.


Unsere Etappen-Vorschau zum Nachlesen:
Harte letzte 50 km mit vier Anstiegen plus Bergankunft


De La Cruz‘ erster Profi-Sieg mit dem Roten Trikot garniert
Mit einer halben Minute Vorsprung kamen Devenyns und De La Cruz zum Schlussanstieg der 2. Kategorie, dem Alto del Naranco (5,7 km à 6,1%), wo niemand mehr an das Duo herankam. Eingangs des letzten Kilometers sah man Devenyns an, wie er in Schwierigkeiten geriet, bevor De La Cruz ihm 700 Meter vor dem Ziel entwischte. Der 27-Jährige fuhr seinen ersten Profi-Sieg ein, während Devenyns mit 27 Sekunden Rückstand nur sechs Sekunden vor Moser noch Platz zwei retten konnte. Sanchez und der Schweizer Frank folgten als Nächste 51 Sekunden nach dem Sieger, eingeholt wurde von den zwölf Ausreißern nur Clarke. Das Hauptfeld kam rund drei Minuten nach De La Cruz ins Ziel, die Topfavoriten alle in der gleichen Zeit. Dennoch kam es zu einem Umsturz der Gesamtwertung, weil De La Cruz zuvor nur 2:46 Minuten Rückstand hatte und nun 22, 41 bzw. 49 Sekunden vor Nairo Quintana, Alejandro Valverde (beide Movistar) und Chris Froome (Sky) führt. Bei Movistar schien man aber durchaus einverstanden damit, das Rote Trikot vorerst abgegeben zu haben. Im Bergklassement führt nun übrigens De Gendt punktgleich vor Geniez, weil beide am Schlussanstieg als Achter und Sechster nicht mehr punkten konnten.

-> Zum Resultat

Die 10. Etappe am Montag – einen Ruhetag gibt es erst am Dienstag! – endet mit dem ersten Berg der Especial-Kategorie bei dieser Vuelta. Vor der Ankunft bei den Lagos de Covadonga (12,2 km à 7,2%), ist 40,5 Kilometer vor dem Ziel auch noch der Kategorie-1-Berg Alto del Mirador del Fito (6,2 km à 7,8%) zu überqueren.





De La Cruz im Roten und De Gendt im Bergtrikot nach Ausreißeretappe zum Alto del Naranco
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