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Peña Cabarga, wo alles begann: Froome schlägt Quintana am Ort seines ersten GT-Etappensieges
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31.08.2016

Peña Cabarga, wo alles begann: Froome schlägt Quintana am Ort seines ersten GT-Etappensieges

Info: VUELTA A ESPAÑA 2016
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Peña Cabarga, 31.08.2016 – Noch bevor Chris Froome erstmals bei der Tour de France auf sich aufmerksam machen konnte, war er 2011 bei der Vuelta a España auf den zweiten Gesamtrang gefahren. Diese Leistung war eine regelrechte Offenbarung und wurde gekrönt durch einen Etappensieg in Peña Cabarga des damals 26-Jährigen. Nun konnte Froome genau an diesem Anstieg noch einmal gewinnen. Diesmal, nachdem er 2011 den späteren Gesamtsieger Juan José Cobo bezwang, vor dem Gesamtführenden Nairo Quintana, der nur im Endspurt nicht mit dem Briten mithalten konnte, sonst aber eine weitere souveräne Vorstellung bot. Da Quintana auch noch an die Spitze der Bergwertung geklettert ist, führt Movistar jetzt ausnahmslos in allen Klassementen dieser Spanien-Rundfahrt.


Das Profil der 11. Vuelta-Etappe

Tinkoff jagt und fängt eine 23-köpfige Fluchtgruppe
168,6 Kilometer waren nach dem Start am Naturkundemuseum Museo del Jurásico de Asturia in Colunga auf der der 11. Etappe der Spanien-Rundfahrt zu absolvieren, doch interessierten eigentlich nur die letzten 5,6 Kilometer. Wie vier Tage zuvor auf der Etappe zum Alto de La Camperona war die Strecke lange flach, bis zum Schluss ein einziger schwerer Berg bevorstand. Anders als bei jener von Sergey Lagutin gewonnenen 8. Etappe gab es diesmal allerdings keinen Ausreißersieg – und das, obwohl sich nach einer enorm schnellen ersten Stunde (49,6 km/h!) eine riesige Gruppe mit 23 Fahrern aus 15 Teams gebildet (vollständige Liste siehe LiVE-Ticker, Eintrag von 14:42 Uhr) und bis zur Verpflegungszone mehr als fünf Minuten abgesetzt hatte. Movistar schien nicht beunruhigt angesichts der Präsenz des in der Gesamtwertung 6:55 Minuten zurückgelegenen Ben Hermans (BMC Racing), aber Tinkoff eröffnete die Jagd. Dies kostete die Mannschaft von Alberto Contador viele Kräfte, aber sie war erfolgreich: Bereits 30 Kilometer vor dem Ziel betrug der Rückstand des Feldes nur noch eine Minute und punktgenau mit Beginn des Schlussanstiegs war für die meisten Ausreißer die Flucht dann auch beendet.

Quintana und Froome die Stärksten am Schlussanstieg
Ein paar wenige Ausreißer wehrten sich auf dem fast durchgängig zweistellige Steigungsprozente aufweisenden Anstieg nach Peña Cabarga noch ein Weilchen. Hermans schaffte es bis zur Drei-Kilometer-Marke, ehe Ruben Fernandez (Movistar) die Hauptgruppe mit den Favoriten an ihm vorbeiführte. Movistar hatte am Berg von Anfang an das Kommando übernommen, Contadors Tinkoff-Teamkollegen konnten ihm keine Hilfe mehr sein. Der Spanier selbst blieb aber auch blass, während andere Teams und Fahrer das Geschehen bestimmten. 1,8 Kilometer vor dem Ziel gab es den ersten richtigen Angriff durch Johan Esteban Chaves (Orica-BikeExchange). Kurz darauf wollte Peter Kennaugh (Sky) nachsetzen, wurde aber von Alejandro Valverde (Movistar) sofort zurückgepfiffen. Dann spannte sich Leopold König (Sky) vor die Favoriten, um für seinen Kapitän Chris Froome den Rückstand auf Chaves – welcher sich inzwischen 20 Sekunden abgesetzt hatte – wieder zu reduzieren. Eine Aufgabe, bei deren Umsetzung auch Valverde half. Als noch 700 Meter zu fahren waren, ging der Gesamtführende Nairo Quintana (Movistar) in die Offensive und zog gemeinsam mit Froome, dem einzigen ebenbürtigen Gegner, rasch an Chaves vorbei, den auf dem letzten Kilometer die Kräfte verließen. Contador versuchte, mit einem Sprint die Lücke zu Quintana und Froome zu schließen, was ihm jedoch nicht gelang.


Unsere Etappen-Vorschau zum Nachlesen:
Nach dem Ruhetag in Peña Cabarga gleich wieder eine Bergankunft


Froome verdrängt Valverde, aber Movistar führt überall
Schon vor dem Ruhetag hatten Quintana und Froome auf der Etappe zu den Lagos Covadonga beide großartige Leistungen gezeigt, der eine allerdings an der Spitze des Rennens, der andere mit einer Aufholjagd weiter hinten. Nun kämpften sie direkt gegeneinander und blieben bis zur Zielankunft zusammen. Dort kam es dann bei der Entscheidung um den Etappensieg auf die Sprintstärke an, was ein Vorteil für Froome war, der sich klar gegen Quintana durchsetzte. Valverde und König, die Edelhelfer der beiden Topfahrer, folgten als Dritter und Vierter mit jeweils sechs Sekunden Rückstand, Contador als Fünfter mit acht. Insgesamt finishten zehn Fahrer innerhalb einer halben und 16 innerhalb einer vollen Minute. Froome (+0:54) der durch die Zeitgutschriften vier Sekunden näher an Quintana herangekommen ist, hat Valverde (+1:05) in der Gesamtwertung von Rang zwei verdrängt, Chaves (+2:34), Contador (+3:08) und König (+3:09) bleiben Vierter, Fünfter und Sechster. Quintana, der nach der 10. Etappe Rang eins in der Kombinationswertung übernommen hatte, führt nach dem heutigen Tag überdies auch das Bergklassement an. Da Valverde weiterhin in der Punktewertung vorneliegt und Movistar auch in der Mannschaftswertung top ist, steht das Team nun an der Spitze sämtlicher Vuelta-Klassemente. So etwas gab es zuletzt nach der 3. Etappe 2011 – auch damals war es Movistar.

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Nach vier Bergankünften in Serie ist damit nun erst einmal Schluss, flach ist die morgige 12. Etappe deshalb aber noch lange nicht. Auf der Strecke durch das Baskenland gibt es vier Bergwertungen, darunter den Alto El Vivero (4,2 km à 8,5%), den man 42,2 und 12,9 km vor dem Ziel überquert.





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