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Magnus Cort Nielsen überrascht im Massensprint der 18. Vuelta-Etappe – Arndt auf dem „deutschen“ Platz 2
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08.09.2016

Magnus Cort Nielsen überrascht im Massensprint der 18. Vuelta-Etappe – Arndt auf dem „deutschen“ Platz 2

Info: VUELTA A ESPAÑA 2016
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Gandía, 08.09.2016 – Die Abwesenheit der Sprint-Elite sorgt bei der Vuelta a España weiter für Überraschungen. Nach Gianni Meersman, der als einziger schon zwei Massensprints gewann, Jonas Van Genechten und Jempy Drucker hat nun auf der 18. Etappe Magnus Cort Nielsen den Sieg errungen; auch für den Dänen war es der erste überhaupt bei einer Grand Tour. Den deutschen Sprintern fehlt in Spanien dagegen weiterhin das letzte Quäntchen zum Sieg: Nikias Arndt wurde Etappenzweiter, so wie vor ihm auch schon jeweils einmal seine Landsleute Michael Schwarzmann und Rüdiger Selig. Die Gesamtwertung blieb am Tag vor dem wichtigen Einzelzeitfahren unverändert, die Favoriten kamen alle sicher mit dem Hauptfeld ins Ziel.


Das Profil der 18. Vuelta-Etappe

Kein Tag für Ausreißer, sondern für Sprinter
Zwischen Requena und Gandía war auf der 18. Etappe der Spanien-Rundfahrt ihre zweitlängste Strecke zu absolvieren – im Vergleich zu den längeren Etappen anderer Grand Tours sehr moderate 200,6 Kilometer. Nicht weit nach dem Start begaben sich Fumiyuki Beppu (Trek-Segafredo), Quentin Jauregui (AG2R La Mondiale), Pierre Rolland (Cannondale-Drapac) und Mattia Cattaneo (Lampre-Merida) auf die Flucht, bekamen kurz darauf auch noch Verstärkung durch Louis Vervaeke (Lotto Soudal). Im mittleren Teil der Etappe konnte das Quintett einen Vorsprung von gut sechs Minuten halten, während es im Feld leichte Unstimmigkeiten gab. Giant-Alpecin machte zwischenzeitlich die Nachführarbeit komplett alleine, was der Mannschaft von Giro-Etappensieger Nikias Arndt so nicht gefiel. Als man die eigenen Bemühungen deutlich zurückschraubte und nur noch einen einzigen Helfer an der Spitze des Pelotons verweilen ließ, stiegen auch andere Teams wieder ein, woraufhin der Rückstand von Kilometer 75 bis 50 gleich einmal um zweieinhalb auf vier Minuten sank. Nur zehn weitere Kilometer später hatte er sich auf zwei Minuten halbiert, so dass den Ausreißern spätestens jetzt klar geworden sein dürfte, dass sie einen aussichtlosen Kampf führen.

Bakelants' Solo-Versuch keine Gefahr für das Feld
Cattaneo war der Erste, der die Beine hochnahm und sich dem unausweichlichen Schicksal fügte, obwohl 33 Kilometer vor dem Ziel immerhin noch eineinhalb Minuten Vorsprung zu Buche gestanden hatten. Die restlichen vier Ausreißer hielten noch 22 Kilometer länger dagegen, bis das Feld auch ihnen den Garaus machte. Einige Zeit davor, nicht sehr lange nach dem Zurückfallen von Cattaneo, hatte sich das Quartett einmal geteilt. Jauregui und Vervaeke hatten sich kurzzeitig von Beppu und Rolland abgesetzt, die aber wieder heranrollten. Der recht frühen Einholung der Ausreißer folgte genau wie auf der 16. Etappe noch ein Soloangriff, den diesmal Jan Bakelants (AG2R La Mondiale) unternahm. Er wurde dem Feld aber längst nicht so gefährlich wie Daniele Bennati (Tinkoff) drei Tage zuvor, der erst 200 Meter vor der Ziellinie wieder eingeholt worden war. Bakelants‘ Solo währte von Kilometer 3,8 bis 2,2, dann führte Giant-Alpecin das Feld wieder am Belgier vorbei. Für Arndts Team lief es in der Sprintvorbereitung gut, an der Flamme Rouge klemmte er sich mit einem Helfer an das Hinterrad eines Bora-Argon 18-Fahrers, der nach dem Einbiegen auf die 600 Meter lange Zielgerade ausscherte.


Unsere Etappen-Vorschau zum Nachlesen:
Der zweite von drei Massensprints in der letzten Woche


Deutsche Sprinter kommen nicht über Platz 2 hinaus
Koen De Kort zog den Sprint für Arndt an, der dann aber nicht aus erster Position heraus antreten konnte, weil zuvor schon Magnus Cort Nielsen (Orica-BikeExchang) an ihm vorbeizog. Arndt schlüpfte in den Windschatten des Dänen, dessen Hinterrad die optimale Position für den zweiten Etappenplatz war. Der 23-Jährige, der vor sechs Wochen bei der Dänemark-Rundfahrt seinen ersten Profi-Sieg errungen hatte und bei dieser Vuelta erst ein einziges Mal in einem Sprint in Erscheinung getreten war – auf der 2. Etappe wurde er Dritter –, ließ Arndt nicht mehr an sich vorbeiziehen, der wiederum mit dem zweiten Platz die bisher besten Ergebnisse seiner Landsleute Michael Schwarzmann und Rüdiger Selig (beide Bora-Argon 18) egalisierte, die auf der 2. respektive 16. Etappe ebenfalls schon Zweitplatzierte waren. Der Anfang der Woche erfolgreiche Jean-Pierre Drucker (BMC Racing) sprintete auf Platz drei; dann folgten Bennati, Jonas Van Genechten (IAM Cycling), Kiel Reijnen (Trek-Segafredo), Schwarzmann und erst an achter Stelle der zweifache Etappensieger Gianni Meersman, dessen insgesamt viermal erfolgreicher Etixx-Quick Step-Mannschaft Orica-GreenEdge mit dem nun bereits dritten Tageserfolg bei dieser Vuelta auf den Fersen ist.

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In puncto Gesamtwertung führte die Sprintankunft auf den ersten 21 Plätzen keinerlei Veränderung herbei. Das wird auf der morgigen 19. Etappe freilich ganz anders aussehen, handelt es sich dabei doch um das 37 Kilomter lange einzige Einzelzeitfahren der Rundfahrt.





Cort Nielsen gewinnt 18. Etappe im Massensprint vor Arndt und Drucker
Cort Nielsen gewinnt 18. Etappe im Massensprint vor Arndt und Drucker
Foto: Sabine Jacob

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