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Cort Nielsen gewinnt Abschluss der 71. Vuelta a España – Quintana feiert seinen zweiten GT-Gesamtsieg
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11.09.2016

Cort Nielsen gewinnt Abschluss der 71. Vuelta a España – Quintana feiert seinen zweiten GT-Gesamtsieg

Info: VUELTA A ESPAÑA 2016
Autor: Felix Griep (Werfel)



Madrid, 11.09.2016 – Nach Gianni Meersman und Chris Froome ist es noch einem weiteren Fahrern gelungen, bei der diesjährigen Spanien-Rundfahrt einen zweiten Etappensieg einzufahren. Drei Tage nach seinem ersten Erfolg legte Magnus Cort Nielsen nach und gewann das letzte Vuelta-Teilstück in Madrid. Im Massensprint ließ der Däne Daniele Bennati und Meersman hinter sich, während Nikias Arndt und Rüdiger Selig als Fünfter und Neunter eine besondere Serie der deutschen Sprinter nicht fortsetzen konnten. Auf der Schlussetappe kam es in keinem der Klassemente mehr zu nennenswerten Änderungen; Nairo Quintana machte seinen zweiten Gesamtsieg bei einer Grand Tour endgültig offiziell.


Das Profil der 21. Vuelta-Etappe

Obligatorische Flucht in Madrid ohne Chance
Die 21. und letzte Etappe der Vuelta a España begann in Las Rozas, ein kleines Stück nordwestlich der spanischen Hauptstadt Madrid, wo auf der Plaza Cibeles die Ziellinie wartete. Bis man diese zum ersten Mal überquerte, passierte nichts besonderes, erst auf dem 5,8 Kilometer langen Rundkurs, der zehnmal zu absolvieren war, entwickelte sich das Rennen – dessen Verlauf allerdings abzusehen war. Auf der ersten Runde setzte sich Quentin Jauregui (AG2R La Mondiale) nach einer von ihm gestarteten Attacke gemeinsam mit Peter Kennaugh (Sky) und Loïc Chetout (Cofidis) vom Peloton ab. Auf der zweiten Runde kam mit Koen Bouwman (LottoNL-Jumbo) noch ein vierter Ausreißer hinzu und auf der dritten Runde stieg der Vorsprung knapp über die Minuten-Marke, wo er eine Weile blieb. Die an einem Sprint interessierten Mannschaften, von denen es locker eine Handvoll gab, ließen rein gar nichts anbrennen. Auf der achten Runde war der Abstand schon wieder so gering, dass Bouwman sich zurückfallen ließ, auf der neunten Runde gab sich auch Kennaugh vorzeitig geschlagen. Die beiden Franzosen Jauregui und Chetout kämpften bis zum bitteren Ende – welches direkt nach der letzten Zieldurchfahrt gekommen war.


Frauen-Rennen vor der Vuelta-Etappe:
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Cort Nielsen setzt sich im Duell mit Bennati durch
Zum Schluss war es die Mannschaft Etixx-Quick Step, welche den Ausreißern die letzten Sekunden ihres Vorsprungs abgenommen hatte. Im Verlauf der letzten Runde zeigten anschließend Tinkoff, Giant-Alpecin und Bora-Argon 18 die größte Präsenz an der Spitze des Feldes. Die Sprintzüge mussten sich nach der Haarnadelkurve unmittelbar vor der Flamme Rouge aber ohnehin neu organisieren. Auf dem letzten Kilometer wurde der Kampf um die beste Position zwischen Helfern von Giant-Alpecin und Orica-BikeExchange ausgefochten, wobei sich Oricas Jens Keukeleire letztlich durchsetzen konnte und seinen Teamkollegen Magnus Cort Nielsen bis zur 200-Meter-Marke zog. Dort wechselte der Däne an das Hinterrad seines Konkurrenten Daniele Bennati (Tinkoff), der gerade zum Endspurt antrat. Aber der Weg war noch lang und Cort Nielsens Geschwindigkeitsvorteil groß genug, dass der Gewinner der 18. Etappe am Italiener vorbeiziehen konnte. So gewann also Cort Nielsen vor Bennati; auf den nächsten Plätzen folgten Gianni Meersman (Etixx-Quick Step) und Kristian Sbaragli (Dimension Data). Fabio Felline (Trek-Segafredo) kam nur auf den 20. Platz, musste sich aber keine Sorgen um sein Grünes Trikot machen, da keiner der wenige Punkte hinter ihm liegenden Bergfahrer sich am Sprint um die vorderen Plätze beteiligte.


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Erstmals seit 1996 kein Spanier auf dem Podium
Der deutschen Sprinterriege, die bei dieser Spanien-Rundfahrt zuvor drei zweite Plätze gesammelt hatte, blieb auch am letzten Tag ein Sieg verwehrt. Nikias Arndt (Giant-Alpecin) wurde Fünfter, Rüdiger Selig (Bora-Argon 18) Neunter. Somit war die Vuelta 2016 die erste Grand Tour seit dem Giro 2015, die nicht mit einem deutschen Erfolg endete: André Greipel siegte bei der Tour 2015, John Degenkolb bei der Vuelta 2015, Degenkolbs Teamkollege Arndt beim Giro 2016 und Greipel noch einmal bei der Tour 2016. Eine weitaus größere Enttäuschung gab es aber für die Gastgeber: zum ersten Mal seit 20 Jahren stand wieder einmal kein einziger Spanier auf dem Podium der Gesamtwertung. 1996 hatten die Schweizer Alex Zülle, Laurent Dufaux und Tony Rominger die ersten drei Plätze belegt. Diesmal steht Nairo Quintana, seines Zeichens bereits Giro-Gesamtsieger von 2014, ganz oben und sein Landsmann Johan Esteban Chaves (Orica-BikeExchange) auf Rang drei, nachdem er schon beim diesjährigen Giro d’Italia auf dem Podium gestanden hatte. Den Platz zwischen den beiden Kolumbianern belegt der dreifache Tour de France-Champion Chris Froome (Sky), dessen Vuelta-Bilanz nun drei zweite Plätze, einen vierten und ein „did not finish“ umfasst.

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