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Jingle Cross Iowa: Verletzter Van Aert feiert zweiten Weltcup-Sieg innerhalb von vier Tagen
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25.09.2016

Jingle Cross Iowa: Verletzter Van Aert feiert zweiten Weltcup-Sieg innerhalb von vier Tagen

Info: Radcross: WELTCUP JINGLE CROSS IOWA CITY 2016
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Iowa City, 24.09.2016 – Auch ein (an)gebrochener Zeh konnte ihn nicht stoppen: Radcross-Weltmeister Wout van Aert (Crelan-Vastgoedservice) hat nach dem Weltcup in Las Vegas, wo er sich die Verletzung zuzog, ebenso den ersten Weltcup in Iowa City gewonnen. Bei den Frauen triumphierte US-Meisterin Katherine Compton (Trek).


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Um 15.30 Uhr und um 17 Uhr, und das heißt nach europäischen Maßstäben zu nachtschlafender Zeit, fand gestern also der zweite Weltcup der neuen Radcross-Saison statt. Zum ersten Mal machte man Station in Iowa City, wo seit vielen Jahren – aber normalerweise in der Vorweihnachtszeit – das dreitägige Jingle Cross veranstaltet wird. Mit dabei war Weltcup-Titelverteidiger Wout van Aert, und das obwohl er sich bei einem schweren Sturz vor vier Tagen in Las Vegas die linke große Zehe angebrochen hatte – angebrochen und nicht durchgebrochen, wie der 22-jährige Jungstar angesichts voreiliger Medienberichte betonte. Der Parcours in Iowa zeichnet sich durch den steilen Mount Crumpit-Anstieg aus. Außerdem führt er, ein Alleinstellungsmerkmal, teilweise durch leere Scheunen. Im Gegensatz zu Waterloo am vergangenen Wochenende und Las Vegas war der Boden aufgeweicht und schlammig.

Tom Meeusen (Telenet-Fidea) beschloss als Erster, den scheinbar angeschlagenen Weltmeister anzugreifen. Weit kam er jedoch nicht, bevor er seinen belgischen Landsleuten Michael Vanthourenhout (Marlux-Napoleon Games), Quinten Hermans (Telenet-Fidea) und Laurens Sweeck (Era-Circus) das Feld überlassen musste. Wout van Aert befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer Verfolgergruppe, wo ihn ein Schaltungsdefekt ereilte. Zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen sah er sich gezwungen, einen relativ großen Rückstand wettzumachen. Auch diesmal gelang es ihm, die Spitze des Rennens wieder zu erreichen. Von dort hatte sich Sweeck mittlerweile abgesetzt, was ihm aber nichts nützte, als der unverwüstliche Van Aert vorbeizog. Belgiens Vizemeister fiel noch hinter Kevin Pauwels (Marlux-Napoleon) zurück, der sich das Rennen offensichtlich besser eingeteilt hatte. 38 Sekunden vor dem früheren Weltcup-Gesamtsieger und 55 Sekunden vor Sweeck, welcher schon in Las Vegas Dritter gewesen war, erreichte Wout van Aert das Ziel. Seinen Gesamtweltcup-Vorsprung baute er aus auf 30 Zähler.

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Für US-Rekordmeisterin Katie Compton war es, man höre und staune, der erste Sieg in Iowa City. Die 37-Jährige bildete zunächst zusammen mit der französischen Meisterin Caroline Mani (Raleigh Clement) und den beiden Luna Pro-Fahrerinnen Katerina Nash und Catharine Pendrel – Letztere gehört mittlerweile auch zu den Opfern der russischen "Fancy bears"-Hacker – eine Spitzengruppe. Am Mount Crumpit konnten Mani und Pendrel irgendwann nicht mehr folgen und in der dritten von nur vier Runden hatte Nash einen Defekt zu beklagen, sodass Compton nichts mehr im Wege stand. Mani wurde mit 19 Sekunden Rückstand Zweite, Nash fiel auf den vierten Platz zurück. Dazwischen finishte Kaitlin Antonneau (+0:23), womit es zur Freude der Gastgeber gleich zwei US-Amerikanerinnen aufs Podium schafften. Die noch in Las Vegas so starke Niederländerin Sophie de Boer (Kalas) wurde diesmal nur Siebte und verlor das weiß-rote Weltcup-Führungstrikot an Compton (145 P.). Neue Gesamtzweite mit 130 Zählern ist Katerina Nash, die 2 Pünktchen mehr aufweist als De Boer.

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Nach zwei Rennen in den USA kehrt der Weltcup nach good old Europe zurück. Am 23.10. findet die nächste Runde im niederländischen Valkenburg statt.





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