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Lampater/Kalz führen nach 1. Nacht von London vor De Ketele/De Pauw und Cavendish/Wiggins
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26.10.2016

Lampater/Kalz führen nach 1. Nacht von London vor De Ketele/De Pauw und Cavendish/Wiggins

Info: Sixdays: Six Day London 2016
Autor: Felix Griep (Werfel)



London, 25.10.2016 – Am Dienstagabend begann die Saison der Sechstagerennen mit der 1. Nacht der Sixdays in der britischen Hauptstadt London. Nach der ersten Jagd im olympischen Velodrom befinden sich fünf Mannschaften in der Nullrunde und machten sich somit automatisch zu den Favoriten auf die Podiumsplatzierungen. Zu diesem illustren Kreis gehören erwartungsgemäß bei ihrem Heimspiel die Madison-Weltmeister Mark Cavendish/Bradley Wiggins und die im Vorjahr in London siegreichen Belgier Kenny De Ketele/Moreno De Pauw. Spitzenreiter mit den meisten Punkten sind aber die Deutschen Leif Lampater/Marcel Kalz. Auch bei den Sprintern war ein Deutscher zum Auftakt der Beste: Joachim Eilers erzielte bei drei Wettbewerben je einen ersten, zweiten und dritten Platz.


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5 Teams mit je 2 Rundengewinnen in der Eröffnungs-Jagd
Eröffnet wurde das Londoner Sechstagerennen von den U23-Fahrern, deren Jagd die Deutschen Moritz Augenstein/Stefan Mastaller gewannen (Anmerkung: ein genaues Resultat des „Talent Cup“ liegt leider nicht vor). Direkt danach traten auch die Profis zu ihrem ersten Madison-Rennen an. In den gut 40 Minuten Fahrzeit wurden insgesamt 15 Rundengewinne verbucht, die sich aber nicht gleichmäßig auf die 16 angetretenen Paare verteilten. Callum Scotson/Cameron Meyer und die Madison-Weltmeister Mark Cavendish/Bradley Wiggins waren die Ersten, die attackierten und das Feld einmal umrundeten. Bald darauf zogen die Vorjahressieger Kenny De Ketele/Moreno De Pauw sowie Yoeri Havik/Wim Stroetinga, Leif Lampater/Marcel Kalz, Jesper Mørkøv/Marc Hester und Andrew Tennant/Christopher Latham nach, die mit vereinten Kräften den Rundengewinn schafften. Morgan Kneisky/Benjamin Thomas versuchten es anschließend alleine und benötigten mit ca. acht Minuten doppelt so lange, um ihren Angriff zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Scotson/Meyer und Cavendish/Wiggins waren nach einer knappen halben Stunde wiederum die Ersten, die ein zweites Mal in die Offensive gingen. De Ketele/De Pauw und Havik/Stroetinga gingen diesen Angriff mit und das Quartett schaffte es zügig zum zweiten Rundengewinn. Es folgten dann nur noch drei weitere Rundengewinne: Zuerst gelang Oliver Wood/Jonathan Dibben eine Soloaktion und dann schlugen noch Andreas Graf/Andreas Müller und Lampater/Kalz zu, wobei Letztere zu den Topteams aufschlossen.

Schweizer Marguet/Imhof dominieren die Zeitfahr-Disziplinen
Fünf Teams mit einem und fünf mit zwei Rundengewinnen – so lautete die Bilanz der ersten Londoner Jagd, deren Sieg an die Niederländer Havik/Stroetinga ging, weil Stroetinga sich im Zielsprint knapp gegen De Pauw durchsetzen konnte. Im nächsten großen Wettbewerb, der Mannschaftsausscheidung, ging der Sieg dann aber an die Belgier De Ketele/De Pauw; im entscheidenden Duell konnte sich De Pauw souverän gegen den Deutschen Lampater durchsetzen. Cavendish/Wiggins sorgten mit dem dritten Platz dafür, dass sie punktemäßig nicht zu weit zurückfielen. Die Schweizer Tristan Marguet/Claudio Imhof, die zu jenen sechs Teams gehörten, die in der Jagd gänzlich ohne Rundengewinn geblieben waren, konnten in den Zeitfahr-Wettbewerb auftrumpfen. Zunächst waren sie klar die Schnellsten der vier Teams, welche die 500 Meter bestritten – in jeder Nacht treten hier andere Paare an, bis eine finale Rangliste erstellt wird –, dann gewannen sie auch noch das Rundenzeitfahren über 250 Meter, an dem alle Mannschaften teilnahmen. Der früher bei seinen Heim-Sixdays in Zürich als „Rocket Man“ bejubelte Marguet ließ die Uhr nach 12,921 Sekunden stoppen, Kalz war nur 14 Tausendstel langsamer. Auch Tennant und der Däne Casper Pedersen schafften Zeiten unter 13 Sekunden. Die 1. Nacht endete dann mit Siegen von Scotson bei der „Longest Lap“ und von Tennant im Derny-Rennen.

Lampater/Kalz mit den meisten Punkten an der Spitze des Klassements
Die Punktevergabe im Rahmen der neuen „Six Day Series“ weicht stark von dem ab, was man von den meisten Sechstagerennen bisher gewohnt war. Statt der sonst üblichen 20-12-10-8-6-4 Punkte für die Top6 eines Rennens, gibt es in London in der Jagd, der Mannschaftsausscheidung und dem Rundenzeitfahren 30-25-22-20-18-16-14-12-10-8-7-6-5-4-3-2 Punkte für die Top16 – es geht also kein einziges Team leer aus. Dies gilt auch für Derny-Rennen, in denen die jeweils acht Starter 20-15-12-10-8-6-4-2 Punkte holen können. Die Longest Lap – eine Disziplin, bei der die Fahrer 3-4 Minuten lang Stehversuche durchhalten müssen und diejenigen, denen das gelingt, danach eine Runde um den Sieg sprinten – ist für die acht Schnellsten 10-8-7-6-5-4-3-2 Punkte wert, wobei ein Team maximal 18 Punkte verbuchen könnte, wenn seine beiden Fahrer Erster und Zweiter würden. Punktbeste und Führende nach der ersten Nacht sind Lampater/Kalz mit 78 Zählern. Auf den Plätzen zwei bis fünf des Gesamtstandes folgen die Titelverteidiger De Ketele/De Pauw (71 Punkte), die Lokalmatadoren Cavendish/Wiggins (65) sowie die Australier Scotson/Meyer (60) und Havik/Stroetinga (47). Von jenen Teams, die eine Runde Rückstand aufweisen, haben die Briten Tennant/Latham die meisten Punkte gesammelt – gerade einmal zwei weniger als Lampater/Kalz. Albert Torres/Sebastian Mora kamen zwei Tage nach der erfolgreichen Verteidigung ihres Madison-Europameistertitels lediglich auf dem 13. Gesamtrang. Die Spanier waren mit einem (zu) späten Angriff neun Runden vor dem Ende der Eröffnungs-Jagd gescheitert und liegen somit zwei Runden hinter den Spitzenteams.

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Eilers mit je einem 1., 2. und 3. Platz konstantester Sprinter
Zwischen den Rennen der Sixdays-Profis finden während des Londoner Sechstagerennens auch immer wieder Wettkämpfe der Sprinter statt. Von den sechs angetretenen Spezialisten war in der 1. Nacht Joachim Eilers derjenige mit den besten Resultaten. Der amtierende Keirin- und 1000-Meter-Weltmeister gewann zum Auftakt vor dem Briten Matthew Rotherham und seinem deutschen Landsmann Maximilian Levy das 200 Meter Zeitfahren mit fliegendem Start. Im anschließenden Sprint-Finale der drei Schnellsten setzte sich Rotherham vor Levy und Eilers durch. In der letzten Disizplin, dem Keirin, verbuchten Eilers und Levy die Plätze zwei und drei hinter dem siegreichen Njisane Phillip aus Trinidad und Tobago, während Rotherham nur Fünfter wurde.

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