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Praktisch uneinholbar: 2(!) Runden Vorsprung für De Ketele/De Pauw nach 5. Nacht von Amsterdam
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10.12.2016

Praktisch uneinholbar: 2(!) Runden Vorsprung für De Ketele/De Pauw nach 5. Nacht von Amsterdam

Info: Sixdays: Six Day Amsterdam 2016
Autor: Felix Griep (Werfel)



Amsterdam, 10.12.2016 – Ein Herzschlagfinale wie zuletzt in Gent und davor in London, wo die Entscheidung über Sieg und Niederlage jeweils erst wenige Runden vor dem Ende der Final-Jagd fiel, wird es beim Sechstagerennen von Amsterdam nicht wieder geben. In der 5. Nacht machten Kenny De Ketele/Moreno De Pauw praktisch schon alles klar, liegen nun sogar zwei Runden vor den nächsten Mannschaften. Und auch wenn zumindest Leif Lampater/Marcel Kalz noch mit einer weiteren Bonusrunde kalkulieren können, wäre Platz eins dann immer noch eine Runde und zusätzlich viele Punkte entfernt. Auch bei Sprintern und Frauen sieht es so aus, als wären Maximilian Levy und Elinor Barker uneinholbar, doch wenigstens der Kampf um die zweiten Plätze bietet noch jede Menge Spannung.


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Ein enorm wertvoller Rundengewinn für De Ketele/De Pauw
Nach einem Sieg in der Mannschaftsausscheidung konnten Leif Lampater/Marcel Kalz zum Beginn der 5. Nacht des Amsterdamer Sechstagerennens noch einmal kurz Nullrunden-Luft schnuppern. Sie übertrafen die 400-Punkte-Marke und zogen dadurch noch einmal mit Kenny De Ketele/Moreno De Pauw gleich. Doch in der folgenden Großen Jagd waren die Belgier entschlossen, eine Vorentscheidung zu erzwingen und hatten tatsächlich am Ende des 45 Runden langen Rennens unter anderem Lampater/Kalz, deren deutschen Landsleuten Christian Grasmann/Maximilian Beyer sowie den Niederländern Yoeri Havik/Wim Stroetinga und Pim Ligthart/Jens Mouris eine Runde abgenommen – also all jenen Teams, die im Gesamtstand nach der 4. Nacht nur eine Runde hinter den Spitzenreitern gelegen hatten. Nur vier Mannschaften, die weiter zurückgelegen hatten, blieben in dieser Jagd gleichauf mit De Ketele/De Pauw; den Sieg schnappten sich die Schweizer Tristan Marguet/Claudio Imhof, die damit auf Gesamtrang drei vorstießen und diese Position im weiteren Verlauf des Abends auch behaupten konnten.

Wenigstens gute Aussichten auf Rang zwei für Lampater/Kalz
In den 20 Minuten der Kleinen Jagd am Ende dieses Samstages konnte auch niemand mehr die vorherigen Verluste wettmachen. Einzig den Madison-Europameistern Albert Torres/Sebastian Mora gelang ein Rundengewinn, doch die Spanier liegen lediglich auf Rang elf und weit, weit hinter der Spitze. Dort thronen De Ketele/De Pauw nun weit über allen anderen: jeweils zwei Runden Rückstand weisen die Teams auf den Plätzen zwei bis fünf auf. Zwar können zumindest Lampater/Kalz (488 Punkte) – im Gegensatz zu Marguet/Imhof (441), Havik/Stroetinga (413) und Grasmann/Beyer (309) – noch auf eine weitere Bonusrunde hoffen, doch wird ihnen diese lediglich einen (erheblichen!) Vorteil im Kampf um Platz zwei bringen. Rang eins wäre immer noch eine Runde und nach aktuellem Stand 27 Punkte entfernt. Die Punktedifferenz wird sich allein durch das am Sonntag stattfindende Derny-Finale noch einmal vergrößern, in dem De Ketele/De Pauw ein Minimum von 16 Punkten garantiert ist. Lampater/Kalz werden an diesem Rennen nicht teilnehmen, sie durften in der 5. Nacht lediglich das B-Finale bestreiten, in dem der zweite Platz gerade einmal zwölf Zähler wert war.

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Sprinter: Hoogland und Eilers punktgleich auf Rang zwei und drei
Bei den Sprintern agiert Maximilian Levy ähnlich souverän wie das Team De Ketele/De Pauw im Haupt-Wettkampf dieser Sixdays. Sechs und sieben Punkte lag er nach der 4. Nacht vor Jeffrey Hoogland und Joachim Eilers, am Samstag vergrößerte er den Abstand zu beiden Kontrahenten auf jeweils acht Punkte. Im „ewigen Duell“ auf der Bahnrunde war Levy zum dritten Mal der schnellere Zeitfahrer als sein Landsmann Joachim Eilers, doch im Sprint wurden die beiden Deutschen anschließend vom Niederländer Hoogland überrumpelt. Die Revanche für diese Niederlage folgte umgehend – im Keirin arbeiteten die beiden Deutschen clever zusammen, so dass Eilers und Levy die Plätze eins und zwei verbuchen konnten und Hoogland nicht über Position drei hinauskam.

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Frauen: Italienerin Confalonieri klettert von Rang neun auf drei
Auch im Omnium der Frauen ist die Spannung hinsichtlich des Gesamtsieges schon raus: Die Zweitplatzierte Giorgia Bronzini war nicht in der Lage, ihren Rückstand zur Führenden Elinor Barker zu verringern, stattdessen wuchs dieser von sieben auf 16 Punkte an, was in den letzten drei Disziplinen, die am Sonntag noch auf dem Programm stehen, unter normalen Umständen nicht mehr aufzuholen sein dürfte. Am zweiten Wettkampf-Abend der Frauen hatte die Britin Barker zunächst das Punkterennen gewonnen und später im Ausscheidungsfahren nur die Dänin Trine Schmidt nicht schlagen können. Im Scratch-Rennen reichte es für Barker dann nur zum sechsten Platz, weil die siegreiche Niederländerin Marit Raaijmakers und vier weitere Fahrerinnen einen Rundengewinn herausgefahren hatten. So war Barker (mit neun Rangpunkten aus drei Disizplinen) am Samstag gar nicht einmal die beste Fahrerin. Maria Giulia Confalonieri wurde nämlich sowohl im Punkterennen als auch Scratch Zweite und im Ausscheidungsfahren Dritte. In der Gesamtwertung machte die Italienerin einen gewaltigen Sprung von Platz neun auf drei und liegt nur noch einen einzigen Punkt hinter ihrer Landsfrau Bronzini,

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