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Kluge/Grasmann gehen mit riesigem Vorsprung in das Finale des Sechstagerennens von Rotterdam
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10.01.2017

Kluge/Grasmann gehen mit riesigem Vorsprung in das Finale des Sechstagerennens von Rotterdam

Info: Sixdays: Zesdaagse van Rotterdam 2017
Autor: Felix Griep (Werfel)



Rotterdam, 10.01.2017 – Heute Abend steigt das Finale der 35. Zesdaagse van Rotterdam, doch die Sieger der ersten Sixdays des neuen Jahres scheinen schon längst festzustehen. Bereits in der dritten Nacht hatten sich Roger Kluge/Christian Grasmann drei Runden von allen Konkurrenten abgesetzt – ein Vorsprung, mit dem sie auch in die Final-Jagd gehen werden. Die eifrigen Punktesammler Lasse Norman Hansen/Jesper Mørkøv sind die Favoriten auf Rang zwei, während Kenny De Ketele/Moreno De Pauw noch hart darum kämpfen müssen, überhaupt das Podium zu erreichen. Im U23-Wettkampf, den die Belgier Bryan Boussaer/Jules Hesters anführen, sind nach fünf Nächten noch vier Teams in der Nullrunde und bei den Sprintern muss Leader Matthijs Büchli noch zwei Gegner fürchten.


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Kluge/Grasmann setzten schon in 1. Nacht ein Ausrufezeichen
Mit einem solchen Durchmarsch von Roger Kluge und Christian Grasmann hätte wohl niemand gerechnet, auch wenn die Deutschen im Vorfeld des Rotterdamer Sechstagerennens zu den Favoriten gezählt worden waren. Der zweifache Amsterdam- und Berlin-Sieger Kluge, dessen letzter Sixdays-Erfolg vier Jahre her ist, und Grasmann, der 2016 in Bremen in seinem 60. Rennen erstmals auf Rang eins gekommen war, bilden ein Gespann, das es so vorher noch nicht gab. Zu Beginn der 1. Nacht lief es für sie in der ersten Jagd noch nicht rund, doch blieben beim Sieg der Niederländer Wim Stroetinga/Dylan van Baarle alle Teams rundengleich, so dass der siebte Platz für Kluge/Grasmann unproblematisch war. In der zweiten, längeren Jagd drehten sie dann auf und konnten bis auf Andreas Müller/Andreas Graf alle Gegner abhängen. Nach Punkten waren die Österreicher keine Konkurrenz, so dass Kluge/Grasmann auf Rang eins der Gesamtwertung übernachteten. Einigen Mannschaften wie bspw. Stroetinga/Van Baarle, den Rotterdamer Vorjahressiegern Albert Torres/Sebastian Mora oder den nach Siegen im Zeitfahren und Punkterennen sehr punktstarken Lasse Norman Hansen/Jesper Mørkøv hatten sie sogar zwei Runden abgenommen!

Außergewöhnlich frühe Vorentscheidung bereits in der 3. Nacht
In der 2. Nacht belegten Kluge/Grasmann in beiden Jagden jeweils den zweiten Platz – und waren danach auch nur noch Zweite in der Gesamtwertung. Überholt wurden sie von Hansen/Mørkøv, die beide Jagden plus erneut das Zeitfahren für sich entschieden, dabei in der Großen Jagd einen Rundengewinn erzielten und als erstes Team einen Bonus für 100 Punkte erhielten. Ihren Vorsprung auf viele andere Teams hatten Kluge/Grasmann aber vergrößern können, so nahmen sie u.a. De Ketele/De Pauw und Müller/Graf eine Runde ab. Tags darauf schwächelten dann Hansen/Mørkøv und konnten ihre Führung nicht verteidigen. Die kürzere erste Jagd jener 3. Nacht beendeten Kluge/Grasmann als einziges Team in der Nullrunde und auch in der längeren Jagd gehörten sie – anders als Hansen/Mørkøv und De Ketele/De Pauw – zu den am Ende fünf rundengleichen Teams; überdies erhielten sie nun auch ihren ersten Bonus. So kam es, dass Kluge/Grasmann zur Halbzeit dieses Sechstagerennens mit drei(!) Runden Vorsprung führten. So groß war der Abstand zu den ersten Verfolgern Hansen/Mørkøv, Stroetinga/Van Baarle und Müller/Graf – De Ketele/De Pauw lagen sogar vier und Torres/Mora sieben Runden zurück.

Ein mehr als komfortables 3-Runden-Polster für die Final-Jagd
Am Ende der 4. Nacht hatte sich der Vorsprung von Kluge/Grasmann ganz leicht verringert, war aber immer noch so groß, dass kein Anlass zu Sorge bestand. Die mal wieder in Zeitfahren und Punkterennen siegreichen Hansen/Mørkøv kamen durch einen weiteren Bonus auf zwei Runden an die Spitzenreiter heran. Niki Terpstra/Jens Mouris und De Ketele/De Pauw machten als Erste und Zweite der Großen Jagd eine Runde gut und verkürzten ihren Rückstand jeweils von vier auf drei Runden. In der 5. Nacht verloren am Montag beide Paare aber gleich wieder eine Runde auf vier Teams, welche sich in der Großen Jagd abgesetzt hatten: Hansen/Mørkøv, die dieses Madison-Rennen gewannen, Pim Ligthart/Raymond Kreder, Kluge/Grasmann und Müller/Graf. Die Ausgangssituation für die heutige Final-Jagd ist damit mehr als deutlich: Kluge/Grasmann (aktuell 189 Punkte) werden mit Sicherheit noch einen Bonus kassieren und dann drei Runden vor Hansen/Mørkøv (243) liegen, deren vergleichsweise extrem hohe Punktzahl sie gut nach hinten absichert. De Ketele/De Pauw (191) und Stroetinga/Van Baarle (189), die ebenfalls noch einen Bonus erreichen werden, sowie Ligthart/Kreder (115) und Müller/Graf (33) werden mit jeweils vier Runden Rückstand auf die Führenden und einer Runde auf die Zweitplatzierten in die Schluss-Jagd starten.

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U23: 4 Teams rundengleich, nur 10 Punkte zwischen Platz 1 und 2
Noch vier Sieganwärter gibt es im Nachwuchs-Wettbewerb der U23-Fahrer, bei denen sich in der 3. Nacht die Spreu vom Weizen getrennt hatte. Da gewannen die Niederländer Maikel Zijlaard/Vincent Hoppezak die Jagd vor den Belgiern Bryan Boussaer/Jules Hesters und den Deutschen Max Sommerfeld/Sebastian Schmiedel – und alle anderen Mannschaften verloren mindestens eine Runde. Die Führung hatten weiterhin Boussaer/Hesters inne, die sich durch Siege in den ersten beiden Nächten einen nicht unerheblichen Punktevorsprung erarbeitet hatten. Diesen konnten sie als Zweitplatzierte der 4. Nacht hinter dem belgisch-deutschen Etappensieger-Paar Arne De Groote/Luca Felix Happke wieder leicht ausbauen. In der 5. Nacht konnten De Groote/Happke gemeinsam mit Yentl Ruijmgaard /Mel van der Veekens und den siegreichen Jason van Dalen/John Meewisse einen Rundengewinn erzielen, der zumindest Van Dalen/Meewisse wieder in die Nullrunde zurückbrachte. In Führung liegen nach wie vor Boussaer/Hesters (68 Punkte), aber Zijlaard/Hoppezak (58) sitzen ihnen im Nacken. Sommerfeld/Schmiedel (36) und Van Dalen/Meewisse (24) müssten für den Gesamtsieg wahrscheinlich nochmals einen Rundengewinn erzielen.

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Sprinter: Hin und Her zwischen Büchli und Hoogland, Maksel hält Anschluss
Das Teilnehmerfeld der Sprinter besteht aus je drei Niederländern und Polen, die sich nicht nur in den Disziplinen Sprint, Keirin und Zeitfahren, sondern auch im Teamsprint messen. Nach nunmehr fünf Nächten mit einer Vielzahl von Rennen haben noch drei Fahrer realistische Chancen auf den Sieg. Die Führung wechselte zwischen zwei Niederländern schon mehrmals hin und her: Nach der 1. Nacht lag Jeffrey Hoogland vorne, nach der 2. dann Matthijs Büchli, nach der 3. und 4. wieder Hoogland, bevor in der 5. Büchli erneut vorbeizog. Sie trennt derzeit nur ein einziger Punkt. Aus den Reihen der Polen hat Krzysztof Maksel den Kontakt zu den beiden Niederländern nie abreißen lassen und darf mit vier Punkten Rückstand zum Führenden noch hoffen, seine Platzierung verbessern zu können, auch wenn er in der Außenseiterrolle bleibt.

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