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Nur Graf/Müller und Mouris/Ligthart schaffen in der 1. Nacht der 106. Berliner Sixdays Rundengewinne
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20.01.2017

Nur Graf/Müller und Mouris/Ligthart schaffen in der 1. Nacht der 106. Berliner Sixdays Rundengewinne

Info: Sixdays: Berliner Sechstagerennen 2017
Autor: Felix Griep (Werfel)



Berlin, 19.01.2017 – Weder Kenny De Ketele/Moreno De Pauw noch Leif Lampater/Marcel Kalz stehen nach der 1. Nacht des Berliner Sechstagerennens auf dem ersten Platz; die Topfavoriten sind lediglich Vierte und Zehnte. An der Spitze des Klassements thronen stattdessen die Österreicher Andreas Graf/Andreas Müller, die fünf Punkte Vorsprung gegenüber Jens Mouris/Pim Ligthart aufweisen, dem einzigen anderen Paar, dem am Donnerstag ein Rundengewinn gelang. Bei den Sprintern steht dagegen der Vorjahressieger gleich wieder an der Spitze, doch mehrere Konkurrenten sitzen Robert Förstemann im Nacken. Im U23-Rennen sammelten zwei britische Teams am ersten Tag die meisten Punkte, Rundengewinne gab es beim Nachwuchs bislang aber noch nicht. Im Weltpokal der Steher gewann der Niederländer Reinier Honig die erste Etappe.


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Graf/Müller im zweiten Ausreißversuch erfolgreich
Das Berliner Sechstagerennen 2017 begann mit einer Eröffnungs-Jagd, deren Ergebnis den Erwartungen hinsichtlich Favoriten sehr gut entsprach. Die Belgier Kenny De Ketele/Moreno De Pauw, Gewinner der Hauptstadt-Sixdays im vorigen Jahr, sicherten sich am Ende der 45 Minuten den Sieg und ihre vermeintlich größten Herausforderer, die 2015 in Berlin siegreichen Leif Lampater/Marcel Kalz, wurden immerhin Dritte. Eigentliche Hauptdarsteller waren aber die Viertplatzierten Andreas Graf/Andreas Müller gewesen, die zwischenzeitlich nur circa 50 Meter von einem Rundengewinn entfernt waren, diese letzte kleine Lücke aber nicht zufahren konnte, sondern wieder eingeholt wurden. In der halbstündigen zweiten Jagd zum Ende der 1. Nacht unternahmen die Österreicher einen erneuten Versuch und diesmal klappte es und sie konnten das Feld umrunden. Ein Rundengewinn gelang danach nur noch den Niederländern Jens Mouris/Pim Ligthart, so dass diese Teams die ersten beiden Plätze der Gesamtwertung belegen, auch wenn eine ganze Reihe Mannschaften eine höhere Punktausbeute erzielte.

De Ketele/De Pauw holen 27 Punkte mehr als Lampater/Kalz
Die zweite Jagd entschieden letztlich Graf/Müller vor den rundengleichen Mouris/Ligthart für sich, was ihnen mit 69 zu 64 Punkten auch die Führung am Ende der 1. Nacht bescherte. Ohne Rundengewinn hätten sie allerdings nicht Rang eins, sondern nur Platz sechs belegt, denn gleich fünf Teams holten mehr Punkte als die Österreicher. Die meisten sammelten die Franzosen Morgan Kneisky/Benjamin Thomas (94), obwohl sie kein einziges Rennen gewinnen konnten. Zweite Plätze in der ersten Jagd und von Thomas im Scratch hinter dem Schweizer Claudio Imhof waren die besten Ergebnisse der Madison-Vizeweltmeister von 2016. Nur minimal geringer ist der Punktestand von De Ketele/De Pauw (91), die neben der ersten Jagd vor allem als Zweite der von Lampater/Kalz gewonnen Mannschaftsausscheidung viele Punkte kassierten. Auch Alex Rasmussen/Casper Pedersen (79), Andrew Tennant/Christopher Latham (78) und Jesper Mørkøv/Marc Hester (72) kamen auf mehr Punkte als die Führenden. Nicht ganz so gut schnitten letztlich Lampater/Kalz ab, die mit 64 Punkten vorerst nur Platz zehn belegen, aber einen noch nicht belohnten Achtungserfolg feierten: Im 500 Neter Zeitfahren, in dem jede Nacht vier andere Teams antreten und erst Punkte verteilt werden, wenn jedes einmal an der Reihe war, legten sie mit 26,946 Sekunden die Bestzeit hin – damit waren sie 13 Tausendstel schneller als die ausgewiesenen Schweizer Zeitfahrspezialisten Tristan Marguet und Imhof!

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U23: Briten in Führung, Bremen-Sieger Augenstein/Malcharek Fünfte
Der Nachwuchs-Wettbewerb für die U23-Fahrer dauert in Berlin vier Tage an. Von Donnerstag bis Samstag gibt es jeweils ein Punkterennen und eine Jagd über 20 Minuten, bevor am Sonntag das 50-minütige Finale die Entscheidung bringt. Zum Auftakt bestimmten die Briten Ethan Hayter/Matt Walls das Geschehen, gewannen am Donnerstag beide Rennen. Bei den elf Sprintwertungen des Punkterennens und den fünf Wertungen der Jagd holten sie 36 von maximal möglichen 80 Punkten und damit insgesamt zehn Zähler mehr als ihre Landsleute Joe Holt/Matt Bostock, die den zweiten Platz der Gesamtwertung belegen. Von den deutschen Teilnehmern schnitten Marcel Franz und Vorjahressieger Manuel Porzner am besten ab, sind mit 19 Punkten Dritte. Die in Bremen siegreichen Moritz Augenstein/Moritz Malcharek sind mit 12 Punkten Fünfte. Rundengewinne hat es in der ersten Jagd noch nicht gegeben, lediglich drei der 18 Mannschaften konnten dem Tempo nicht folgen und verzeichneten Rundenverluste.

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Sprinter: Vorjahressieger Förstemann steht schon wieder auf Platz eins
Besonders große Spannung versprach das herausragend besetzte Sprint-Turnier und enttäuschte in der 1. Nacht kein bisschen. Nach den ersten drei Rennen stehen vier der sieben Teilnehmer noch sehr eng beisammen: Robert Förstemann (7 Punkte) hat nur einen minimalen Vorsprung auf Thomas Babek (8), Maximilian Levy (9) und Joachim Eilers (9), wohingegen der Bremer Sprint-Sieger René Enders (13), der Brite Philip Hindes (19) und Nate Koch (19) aus den USA schon einen deutlich höheren Rückstand aufweisen. Zu Beginn hatte im Rundenzeitfahren Maximilian Levy den Nachweis erbracht, dass er zwölf Tage nach seiner wegen eines Trainingsunfalls nötigen Schlüsselbein-Operation schon wieder fit genug ist, um Topleistungen abzuliefern: als einziger Fahrer blieb er unter der 13-Sekunden-Marke. Im Sprint-Duell der beiden Zeitfahr-Schnellsten musste er sich dann allerdings dem Berliner Titelverteidiger Förstemann geschlagen geben. Zum Abschluss des ersten Abends belegten Förstemann und Levy im Keirin nur die Plätze vier und sechs, was dazu führte, dass der Tscheche Babek und Eilers als Erst- und Zweitplatzierter dieser Disziplin in der Gesamtwertung wieder nach vorne aufschließen konnten.

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Steher: Vorjahressieger Schäfer bei Honig-Sieg auf Platz drei
Als einziges Sechstagerennen pflegt Berlin auch weiterhin die Tradition der Steher-Rennen, hatte in der 1. Nacht allerdings mit den Tücken der Technik zu kämpfen: Nur sechs der sieben Gespanne konnten ins Rennen starten, Richard Faltus musste aussetzen, weil eines der Derny-Motorräder den Geist aufgegeben hatte. Beim Niederländer Reinier Honig und seinem deutschen Schrittmacher Christian Dippel traten keinerlei Problem auf und das Paar holte sich den Auftaktsieg vor Thomas Steger, dessen Schrittmacher Thomas Ruder ist. Stefan Schäfer tritt wie in den letzten beiden Jahren, als er 2015 erst Zweiter geworden war und 2016 dann den Gesamtsieg gefeiert hatte, hinter Peter Bäuerlin an. Das Duo, das im Oktober die EM in Saint-Quentin-en-Yvelines gewann, startete mit einem dritten Platz in den „Weltpokal der Steher“, wie der Berliner Wettbewerb offiziell heißt.

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