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Dichtes Getümmel an der Spitze der Berliner Sixdays – Havik/Stroetinga nach 2. Nacht in Führung
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21.01.2017

Dichtes Getümmel an der Spitze der Berliner Sixdays – Havik/Stroetinga nach 2. Nacht in Führung

Info: Sixdays: Berliner Sechstagerennen 2017
Autor: Felix Griep (Werfel)



Berlin, 20.01.2017 – Deutlich mehr Rundengewinne als tags zuvor wurden in der 2. Nacht des Berliner Sechstagerennen erzielt, so dass sich nun nicht mehr nur zwei, sondern gleich sechs Mannschaften in der Nullrunde befinden. Sehr eng geht es vor allem auf den ersten drei Plätzen zu: Yoeri Havik/Wim Stroetinga und Kenny De Ketele/Moreno De Pauw weisen dieselbe Punktzahl auf, Andrew Tennant/Christopher Latham folgen nur zwei Zähler dahinter. Aus dem Rennen um den Gesamtsieg ausgeschieden sind dagegen Leif Lampater/Marcel Kalz, weil einer von ihnen wegen Sitzbeschwerden pausieren musste. Während im U23-Wettbewerb Ethan Hayter/Matt Walls der Konkurrenz nach Punkten schon weit enteilt sind, sind die beiden besten Sprinter Maximilian Levy und Robert Förstemann und die beiden besten Steher Stefan Schäfer und Reinier Honig nun jeweils punktgleich.


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Keine Wiederholung des Lampater/Kalz-Sieges von 2015
Der Freitag begann beim Berliner Sechstagerennen mit einer schlechten Nachricht: Marcel Kalz konnte wegen Sitzproblemen nicht antreten, wurde für die 2. Nacht neutralisiert. Die Gesäßschmerzen hatte er sich bei den Sixdays Bremen zugezogen, wo er sie mit Betäubungscreme noch unter Kontrolle halten konnte. Lampater fuhr zwar die Einzel-Wettbewerbe und punktete u.a. mit einem Derny-Sieg und Platz drei im Scratch sehr gut, konnte ohne Partner aber nicht die Jagden bestreiten, wofür dem Duo Lampater/Kalz eine Runde Rückstand angerechnet wurde. Da in der Großen Jagd, dem letzten Rennen des Tages, mehreren Mannschaften ein Rundengewinn gelang, liegen sie in der Gesamtwertung nun zwei Runden hinter der Spitze, was wohl selbst bei einer schnellen Genesung von Kalz nicht mehr aufzuholen sein dürfte. Die Gesamt-Letzten Hans Pirius/Domenic Weinstein, die in der 1. Nacht schon sechs Runden verloren hatten, und Nico Heßlich/Achim Burkart waren die ersten Teams, die gleich zu Beginn des 45-minütigen Madison-Rennens einen Rundengewinn schafften. Später zogen Yoeri Havik/Wim Stroetinga im Alleingang nach, bevor Tristan Marguet/Claudio Imhof, Andrew Tennant/Christopher Latham und die Vorjahressieger Kenny De Ketele/Moreno De Pauw das Feld gemeinsam umrundeten.

Graf/Müller wegen niedriger Punktzahl auf Rang 12 abgestürzt
Den Sieg in der Großen Jagd wollten sich die Schweizer mit einer offensiven Taktik schnappen: Marguet attackierte drei Runden vor Schluss und übergab gut eine Runde vor dem Ende an Imhof, der auf den letzten Metern aber doch noch von Stroetinga und De Ketele übersprintet wurde. Der Jagd-Sieg brachte Havik/Stroetinga auf 166 Punkte – genau so viel wie auch De Ketele/De Pauw auf ihrem Konto haben, die aber wegen der Niederlage im Endspurt der Jagd vorerst mit Gesamtrang zwei Vorlieb nehmen müssen. Die Briten Tennant/Latham sind den Spitzenreitern dicht auf den Fersen, ihnen fehlen gerade einmal zwei Punkte. Die restlichen Nullrunden-Teams – Heßlich/Burkart (142 Punkte) und Marguet/Imhof (123) sowie Jens Mouris/Pim Ligthart (125), die schon in der 1. Nacht einen Rundengewinn geholt hatten, – weisen dagegen etwas mehr Rückstand auf. Die Führenden der 1. Nacht, Andreas Graf/Andreas Müller (nur 87 Punkte), wurden auf Position zwölf durchgereicht, weil ihnen im Gegensatz zu allen davor platzierten Teams noch eine Bonusrunde fehlt und ihr bester Angriff zehn Minuten vor dem Ende der Großen Jagd erfolglos verlief. Die kürzere 30-Minuten-Jagd hatte übrigens keine wichtigen Auswirkungen auf den Gesamtstand, weil sich dort nur die auf dem vorletzten Platz liegenden Australier Tirian McManus/Joshua Harrison eine Runde vom Rest abgesetzt hatten.

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U23: Punktedifferenzen an der Spitze steigen deutlich an
Mit insgesamt sieben Rundengewinnen gab es bei den Profis in der 2. Nacht fünf mehr als in der 1. – beim Nachwuchs ist dagegen weiterhin noch niemandem ein solcher Coup gelungen. Stattdessen ging es im Punkterennen sowie der 20-minütigen Jagd vor allem wieder um das Punktesammeln. Am sprintstärksten zeigten sich erneut die Briten Ethan Hayter/Matt Walls, die ihre Ausbeute von 36 Punkten am Donnerstag diesmal sogar noch übertrafen und sich 45 weitere Punkte gutschreiben lassen konnten. Mit ihren 81 Punkten liegen sie jetzt schon 27 vor ihren Landsmännern Joe Holt/Matt Bostock, die unverändert den zweiten Platz belegen und ihrerseits den Vorsprung gegenüber Rang drei ebenfalls deutlich auf 20 Punkte vergrößern konnten. Den letzten Podiumsplatz belegen jetzt die Belgier Jules Hester/Bryan Boussaer (34 Punkte), doch die deutschen Paare Marcel Franz/Manuel Porzner (31) und Moritz Augenstein/Moritz Malcharek (30) sitzen ihnen im Nacken.

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Sprinter: Levy verdrängt punktgleichen Förstemann von Rang eins
Die 2. Nacht begann bei den Sprintern exakt genau so wie die 1.: Im Rundenrekordfahren hieß die Reihenfolge abermals Maximilian Levy vor Robert Förstemann, Thomas Babek, Joachim Eilers, René Enders, Philip Hindes und Nate Koch. Und wieder konnte Förstemann für seine diesmal sogar nur 38 Tausendstelsekunden kleine Niederlage im darauffolgenden Sprint-Duell an Levy Revanche nehmen. Im Keirin endeten dann jedoch die Parallelen, denn diesmal schnitt Levy in diesem Rennen als Dritter zwei Plätze besser ab als Förstemann, nachdem es am Donnerstag noch genau andersherum war. Sum­ma summa­rum bedeutet das für beide nun dieselbe Punktzahl, aber Levy wird auf Platz eins geführt, weil er im letzten ausgetragenen Rennen (Keirin) besser abgeschnitten hat. Babek und Eilers sind mit Rückständen von nur drei respektive vier Punkten noch nicht abzuschreiben; für Keirin-Sieger Enders dürfte es bei nunmehr zehn Punkten Rückstand hingegen schwer werden, noch einmal ganz vorne angreifen zu können.

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Steher: Etappensieger Schäfer löst Honig als Führenden ab
Den letzten Wettkampf der Nacht trugen wieder die Steher aus, die diesmal zu siebt ihre 80 Runden abspulten – Richard Faltus, der in der 1. Nacht wegen eines defekten Dernys noch zum Zuschauen verdammt gewesen war, konnte diesmal mitwirken, hatte mit dem Kampf um den Etappensieg aber nichts zu tun. Stefan Schäfer und Franz Schiewer, 24 Stunden zuvor beim Auftaktrennen noch Dritter und Vierter, sorgten für einen deutschen Doppelsieg und Reinier Honig und Thomas Steger, die Erst- und Zweitplatzierten vom Donnerstag, wurden Dritter und Vierter. In der Gesamtwertung bedeutets das einen Gleichstand sowohl zwischen Schäfer und dem Niederländer Honig (beide 4 Punkte) als auch zwischen Schiewer und Steger (6), wobei die im Rennen dieser Nacht besser platzierten Fahrer jeweils vorne liegen, Schäfer also der neue Führende ist.

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