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Havik/Stroetinga gehen mit 1 Runde Vorsprung ins Berliner Finale – Graf/Müller schnuppern am Podium
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24.01.2017

Havik/Stroetinga gehen mit 1 Runde Vorsprung ins Berliner Finale – Graf/Müller schnuppern am Podium

Info: Sixdays: Berliner Sechstagerennen 2017
Autor: Felix Griep (Werfel)



Berlin, 23.01.2017 – Es war in der 3. Nacht, als Yoeri Havik/Wim Stroetinga sich erstmals eine Runde von allen Konkurrenten abgesetzt hatten. Nun nehmen die Niederländer diesen Vorsprung tatsächlich mit in das Finale des 106. Berliner Sechstagerennens. Die belgischen Vorjahressieger Kenny De Ketele/Moreno De Pauw bleiben nach wie vor ihren gefährlichsten Gegner, während Jens Mouris/Pim Ligthart aufpassen müssen, dass sie durch Andreas Graf/Andreas Müller nicht noch vom Podium gestoßen werden. In den übrigen Wettbewerben steht einzig bei den Sprintern mit Maximilian Levy der Gesamtsieger quasi schon fest. Bei den Stehern kämpfen noch vier Fahrer um den ersten Platz und im Omnium noch mindestens zwei Frauen.


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Graf/Müller mit Rundengewinnen in beiden Jagden
Wie üblich gab es bei den Berliner Sixdays auch in der 5. Nacht zwei Jagden und wie am Sonntag lief die erste über 100 Runden und bekam durch zehn Sprintwertungen eine besondere Würze, da es kaum Verschnaufpausen gab. Nachdem die Australier Tirian McManus/Joshua Harrison, die in der Gesamtwertung den vorletzten Platz belegten, direkt nach dem Start den ersten Rundengewinn herausgefahren hatten, dauerte es eine ganze Weile, bis mit Yoeri Havik/Wim Stroetinga, Andreas Graf/Andreas Müller und Kenny De Ketele/Moreno De Pauw die ersten Teams nachzogen. Erst kurz vor Schluss konnten dann auch Jens Mouris/Pim Ligthart und Morgan Kneisky/Benjamin Thomas das Feld noch einmal umrunden. Die Franzosen gewannen dabei die vorletzte Wertung, die ihnen genügend Punkte einbrachte, um am Ende als Sieger aus dieser Jagd hervorzugehen. Die längere Jagd über 45 Minuten verlief nicht ganz so ereignisreich, den einzigen Rundengewinn überhaupt verbuchten Graf/Müller nach einer knappen halben Stunde. Die meisten anderen Teams gingen erst richtig in die Vollen, als 16 und 8 Runden vor Schluss sowie im Ziel um Punkte gesprintet wurde, welche für die Platzierungen hinter den Solosiegern entscheidend waren. Am erfolgreichsten sprinteten Tristan Marguet/Claudio Imhof, womit die Schweizer also Zweite dieser Jagd wurden.

Drei Teams jeweils eine Runde hinter den Führenden
Zwischen den beiden Jagden hatte es am Montag lediglich zwei weitere Rennen für die Profis gegeben. Aus der Longest Lap ging der Däne Marc Hester als Sieger hervor, der mit seinem Partner Jesper Mørkøv dennoch der große Verlierer der 5. Nacht war. Als einzigem Team aus den Top7 der Gesamtwertung gelang ihnen nämlich kein Rundengewinn, womit ihre Chancen auf das Podium allerhöchstens noch theoretischer Natur sind. Topfavoriten auf den Sieg bleiben die Niederländer Havik/Stroetinga, die im Derny-Finale mit ihrem Landsmann Ron Zijlaard als Schrittmacher triumphierten, weiterhin als einziges Team in der Nullrunde liegen und jetzt sogar wieder die höchste Punktzahl aller Teams aufweisen (412). Die Zweitplatzierten De Ketele/De Pauw (402) müssen in der Final-Nacht eine Runde und zehn Punkte aufholen, um die Titelverteidigung noch zu erreichen. Die Drittplatzierten Mouris/Ligthart (324) haben ein so großes Punktedefizit, dass sie schon zwei Rundengewinne bräuchten, um Havik/Stroetinga noch vom Thron zu stoßen. Mit Graf/Müller (260), die in dieser Nacht als einziges Team zwei Rundengewinne verbuchten, haben sie jetzt sogar noch ein weiteres Paar mit sich in derselben Runde, das ihnen den Platz auf dem Podium streitig macht.

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Sprinter: Nur im Kampf um Platz drei ist noch Spannung drin
Am Montag stellte Maximilian Levy einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis, dass er in diesem Jahr zweifellos der stärkste Sprinter in Berlin ist. Im Zeitfahren schlug er seinen Dauerrivalen Robert Förstemann mit einer Zeit von 12,830 Sekunden – seiner zweitbesten bei diesen Sixdays – um 22 Tausendstel und konnte ihn im Anschluss auch im Sprint-Finale bezwingen. Im Keirin fehlte dann nur wenig und Levy hätte den perfekten Abend erlebt, doch Nate Koch brachte nach einem frühen Angriff sein Rad noch haarscharf vor ihm über die Ziellinie. Förstemann liegt nach Keirin-Platz vier nun schon zehn Punkte hinter Levy, was unter normalen Umständen nicht mehr aufzuholen ist. Weitaus offener ist die Besetzung des letzten Podiumsplatzes, den aktuell Joachim Eilers belegt. Thomas Babek liegt allerdings nur einen Punkt hinter ihm und auch René Enders ist mit sechs Zählern Rückstand noch im Rennen um Rang drei.

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Steher: Lediglich zwei Punkte trennen die Plätze eins und vier
Den spannendsten Wettbewerb – im Sinne der Unvorhersagbarkeit des Gesamtsiegers – bieten bei diesen Berliner Sixdays eindeutig die Steher, bei denen vier der sieben Teilnehmer noch realistische Chancen haben, am Ende ganz oben zu stehen. Die Führung gehört nun erst einmal wieder Vorjahressieger Stefan Schäfer, obwohl er im Kampf um den Tagessieg Reinier Honig unterlag. Nachdem Schäfer circa 20 Runden vor Schluss mit einigem Vorsprung in Führung gegangen war, schob sich der Niederländer langsam, aber kontinuierlich wieder heran, bis er in den letzten drei Runden vorbeiziehen konnte. Dank seines Sieges liegt Honig in der Gesamtwertung lediglich einen Punkt hinter Schäfer auf Position zwei. Franz Schiewer und Thomas Steger, die Etappen-Vierter und -Fünfter wurden, haben einen bzw. zwei Punkte Rückstand.

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Frauen: Knauer verliert Anschluss an Dideriksen und Archibald
Am zweiten Tag des Omniums der Frauen wurde aus dem Dreikampf vom Sonntag ein Duell – Anna Knauer muss ihre Gesamtsiegambitionen wohl begraben. Für die Deutsche gab es mit Platz elf im Punkterennen gleich zu Beginn der Nacht einen Rückschlag, weil ihre Konkurrentinnen Katie Archibald und Amalie Dideriksen in dieser Disziplin als Erste und Dritte wesentlich besser abschnitten. Im Ausscheidungsfahren war es dann Archibald, die einen ungewöhnlichen Aussetzer hatte und nur Neunte wurde, während Dideriksen vor Knauer gewann und die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Diese verteidigte die Dänin mit einem zehnten Platz im Scratch, der ausreichte, weil Archibald als Siebte nicht sehr viel besser abschnitt. Bei einer Differenz von zwei Punkten ist zwischen Dideriksen und Archibald weiter alles offen, wohingegen Knauer nun elf Punkte hinter der Führenden liegt und sogar ihren dritten Platz an die punktgleiche Stephanie Roorda abtreten musste. Die Kanadierin war an diesem Abend die konstanteste fahrerin, wurde Zweite im Punkterennen, Dritte im Ausscheidungsfahren und hinter ihrer Landsfrau Laura Brown nochmals Zweite im Scratch.

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