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André Greipel überlegener Sieger am letzten Sprinter-Tag bei Paris-Nizza
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09.03.2017

André Greipel überlegener Sieger am letzten Sprinter-Tag bei Paris-Nizza

Info: PARIS - NICE 2017 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Bourg-de-Péage, 09.03.2017 – Paris-Nizza wurde gepriesen für sein in diesem Jahr ausgesprochen starkes Aufgebot an Sprintern, doch erst auf der 5. Etappe im definitiv letzten Massensprint der Rundfahrt konnte nach den vorherigen Außenseiter-Erfolgen von Sonny Colbrelli und Sam Bennett einer der Top-Favoriten zuschlagen. Der deutsche Meister André Greipel jubelte nach seinen Siegen auf Mallorca und in der Algarve zum dritten Mal in dieser Saison, verwies Arnaud Démare und Dylan Groenewegen souverän auf die Plätze zwei und drei. Andere Top-Sprinter wie Marcel Kittel und Alexander Kristoff müssen die diesjährige Ausgabe des „Rennens zur Sonne“ wohl oder übel als Misserfolg verbuchen.


Das Profil der 5. Etappe von Paris-Nizza

Ausreißer auch zu sechst nur ein Spielball des Feldes
Auf dem Weg Richtung Südfrankreich scheint Paris-Nizza allmählich tatsächlich dem Frühling entgegenzufahren. Zwar war es am Tag der 5. Etappe bewölkt, doch blieb es während der gesamten 199,5 Kilometer zwischen Quincié-en-Beaujolais und Bourg-de-Péage trocken und die Temperaturen kletterten auf bis zu 18 Grad. Beste Bedingungen also für die letzte flache Etappe der Rundfahrt, die an ihren letzten drei Tagen voll und ganz auf die Bergfahrer zugeschnitten ist. So durfte es nicht verwundern, dass die Ausreißer gegen das Peloton nicht den Hauch einer Chance hatten. Axel Domont (AG2R La Mondiale), Natnael Berhane (Dimension Data) und Pierre-Luc Périchon (Fortuneo-Vital Concept) initiierten die Flucht des Tages kurz nach dem Start und bekamen noch Verstärkung durch Federico Zurlo (UAE Team Emirates), Lilian Calmejane (Direct Energie) und Rémy Di Grégorio (Delko Marseille Provence KTM), bevor sie sich erst einmal weit vom Feld absetzen konnten. Immerhin bis auf gut sieben Minuten baute das Sextett seinen Vorsprung aus, der dann allerdings auch in relativ kurzer Zeit wieder halbiert wurde, womit das Feld der Spitzengruppe klarmachte, wer die Strippen in der Hand hielt.

Weiterhin keine Gefahr für Hardy und sein Bergtrikot
Neben zwei Zwischensprints, die beide Domont gewann, gab es auch zwei Bergwertungen, die allerdings nicht genügend Punkte abwarfen, damit einer der Ausreißer Romain Hardy (Fortuneo-Vital Concept) das Bergtrikot streitig machen konnte. Die erste Bergwertung nach halber Strecke auf der Côte de Givors (3. Kategorie) gewann Calmejane und 47 Kilometer vor dem Ziel auf der Côte de Saint-Uze (2. Kategorie) setzte Hardys Teamkollege Périchon sich durch. Direkt nach dieser Bergwertung ereignete sich eine Verkleinerung der Spitzengruppe, weil Zurlo und Calmejane abreißen ließen und bald darauf schon eingeholt wurden. Die übrigen Vier mühten sich redlich, konnten aber nicht verhindern, dass das Peloton ihnen immer näher kam. Als der Zusammenschluss kaum noch abzuwenden war, probierte Di Grégorio noch etwas auf eigene Faust, wurde aber schnell wieder von seinen drei Mitausreißern eingeholt – bevor nur wenige Momente später ihre Flucht beendet war. Die verbliebenen zwölf Kilometer legte das Feld geschlossen zurück, nachdem es acht Kilometer zuvor einmal zu einer kurzen Teilung gekommen war. Da hatte sich, möglicherweise ausgelöst durch einen Sturz von Davide Formolo (Cannondale-Drapac), ein Loch aufgetan, das von den Zurückgefallenen aber zügig wieder zugefahren werden konnte.


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André Greipel dominiert den letzten Massensprint
Im recht kurvigen Finale konnte keines der zahlreichen Sprinterteams einen richtigen Zug aufbauen, so dass nach einer abschüssigen ersten Hälfte des letzten Kilometers auf der leicht ansteigenden Zielgeraden alle Konkurrenten auf sich allein gestellt waren. Der Niederländer Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo), der vorgestern den Massensprint auf der 3. Etappe durch einen Sturz, welcher sich nur vier Kilometer vor Schluss ereignete, verpasst hatte, zog den Endspurt von vorne an – mit Arnaud Démare (FDJ) an seinem Hinterrad. Doch dann kam hinter den beiden André Greipel (Lotto Soudal) hervorgeschossen und ließ ihnen keine Chance mehr. Mit einer guten Radlänge Rückstand auf den deutschen Meister konnte sich Démare knapp gegen Groenewegen durchsetzen und durch die Zeitgutschrift für Etappenplatz zwei in der Gesamtwertung noch einmal von Rang zehn auf acht vorrücken. Führender bleibt natürlich unverändert Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors), der lediglich Platz eins in der Punktewertung Démare überlassen musste. Greipels Landsleute John Degenkolb (Trek-Segafredo) und Marcel Kittel (Quick-Step Floors) waren als Fünfter und Siebter weit weg von dem erhofften Etappensieg, ebenso wie bspw. Bryan Coquard (Direct Energie) als Neunter oder Alexander Kristoff (Katusha Alpecin), der gar nur Platz 17 erreichte.

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Für die Sprinter ist Paris-Nizza damit eigentlich beendet, denn die letzten drei Teilstücke sind überaus bergig. Allein die morgige 6. Etappe weist sechs Bergwertungen auf, darunter 47,5 und 19 Kilometer vor dem Ziel gleich zweimal den Col de Bourigaille (1. Kategorie). Zum Schluss gibt es in Fayence eine kurze, aber steile Ankunft der 2. Kategorie (1,3 km à 9,8%).







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