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Van der Breggen feiert Heimsieg beim Amstel Gold Race und Doppelsieg für Boels-Dolmans
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16.04.2017

Van der Breggen feiert Heimsieg beim Amstel Gold Race und Doppelsieg für Boels-Dolmans

Info: Frauen: AMSTEL GOLD RACE 2017 (1.WWT)
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Berg & Terblijt, 16.04.2017 - Zwei Tage vor ihrem 27. Geburtstag hat Anna van der Breggen (Boes-Dolmans) das Amstel Gold Race Ladies gewonnen, das erstmals seit 2003 wieder ausgetragen wurde. Die Olympiasiegerin und Europameisterin setzte sich sieben Kilometer vor dem Ziel aus einer Spitzengruppe, zu der sie erst kurz zuvor hatte aufschließen können, ab. Auch bei der vierten und letzten Passage des Cauberg hielt sie ihren Vorsprung. Teamkollegin Elizabeth Deignan gewann den Sprint und Platz zwei vor Katarzyna Niewiadoma (WM3 Energie) und Annemiek van Vleuten (Orica-Scott) sowie Elisa Longo Borghini (Wiggle High5). Coryn Rivera (Sunweb) verteidigte als Sechste die Führung der UCI Women's WorldTour.

Erste Ardennen-Woche für Frauen
Am Ostersonntag 2017 startete das erste Ardennen-Triple in der Geschichte des Frauenradsports. Bis letztes Jahr gab es nämlich lediglich die Flèche Wallonne in einer "Ladies Edition". In diesem Jahr fand das Amstel Gold Race seinen Weg zurück auf den Frauenkalender und Lüttich-Bastogne-Lüttich am kommenden Sonntag wird zum ersten Mal überhaupt ein Damenrennen beinhalten. Es blies ein kräftiger Wind über die 17 ausgewiesenen Anstiege, die die Frauen zu absolvieren hatten, aber immerhin blieb es trocken. Der Start erfolgte wie bei den Männern in Maastricht und das Ziel lag nach 121,6 km im Valkenburger Ortsteil Berg en Terblijt. Beim Finale handelte es sich aber um das WM-Finish von 2012, die Frauen bekamen den Cauberg also einmal mehr vorgesetzt als die Männer.

Eyserbosweg sorgt für eine Vorentscheidung
Nach 11 Kilometern bildete sich die erste Fluchtgruppe, die jedoch nicht lange Bestand hatte. Etwas länger dem Zugriff des Felds entziehen konnten sich Marta Tagliaferro (Ale Cipollini) und Sara Mustonen (Veloconcept), die nach dem zweiten Anstieg, dem Adsteeg, davonfuhren. Am Lange Raarberg, also nach 22 Kilometern, betrug ihr Vorsprung 45 Sekunden - 20 Kilometer weiter wurden sie aber wieder gestellt. Am Eyserbosweg, dem schwersten Anstieg des Tages, zog das Tempo an und das Feld zersplitterte. Vorne befand sich eine Gruppe mit ungefähr 35 Fahrerinnen, die beim ersten Besuch des Cauberg nach 63 Kilometern eine Minute Vorsprung hatten. Zur Gruppe gehörte das gesamte Boels-Dolmans Team sowie die Top5 der UCI Women's WorldTour.

Drei prominente Spitzenreiterinnen
Nun standen noch drei Runden auf einem 18,5 km langen Parcours um Valkenburg an, der neben dem Cauberg den Bemelerberg und den Geulhemmerberg bereithielt. Schon bald kam es zu einer weiteren Verkleinerung der Spitzengruppe. Etwa 30 Kilometer vor dem Ziel konnten Amy Pieters (Boels-Dolmans) und Audrey Cordon (Wiggle High5) sich absetzen, es kamen auch noch Roxane Knetemann (FDJ) und Tatiana Riabchenko (Lensworld) hinzu. Bei der nächsten Zielpassage wurden sie eingeholt und drei der großen Favoritinnen traten die Flucht nach vorn an, nämlich Elisa Longo Borghini, Elizabeth Deignan und Katarzyna Niewiadoma. Ellen van Dijk (Sunweb) brachte die Verfolgergruppe auf Touren und reduzierte den Vorsprung des Trios auf 13 Sekunden. Sieben Kilometer vor dem Ziel schaffte es ihre Teamkollegin Coryn Rivera tatsächlich zu den Spitzenreiterinnen vorzufahren, ebenso wie Annemiek van Vleuten und Anna van der Breggen.

Rivera verteidigt das violette Trikot
Für die Olympiasiegerin und Europameisterin war hier aber noch lange nicht Endstation. Mithilfe von Teamkollegin Deignan konnte sie die Konkurrentinnen austricksen und einen Überraschungsangriff starten. Der Vorsprung der bald 27-jährigen Niederländerin stieg auf eine halbe Minute - genug um auch den Cauberg unbeschadet zu überstehen. Anna van der Breggen, die Gesamtzweite der Healthy Ageing Tour vergangene Woche, gewann ihr erstes Rennen 2017 und durfte sich kurze Zeit später dank Lizzie Deignan über einen Boels-Dolmans-Doppelsieg freuen. Van Vleuten war zwar am Cauberg aus der Verfolgergruppe herausgefallen, kämpfte sich aber wieder heran und wurde hinter Niewiadoma Vierte. Das reichte nicht, um die Tagessechste Coryn Rivera von der Spitze der WWT-Gesamtwertung zu verdrängen; mit 339 Punkten (gegenüber 375) ist Van Vleuten jetzt aber Gesamtzweite.

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