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Vorschau Tour de France 2017, Etappen 10-15: Zwei Etappen in den Pyrenäen und eine im Zentralmassiv
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27.06.2017

Vorschau Tour de France 2017, Etappen 10-15: Zwei Etappen in den Pyrenäen und eine im Zentralmassiv

Info: TOUR DE FRANCE 2017 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



27.06.2017 – In ihrer zweiten Woche bietet die 104. Tour de France einen schönen Mix aus Etappen verschiedenster Schwierigkeitsstufen. Zunächst darf man wohl mit den Massensprints Nummer fünf und sechs der Rundfahrt rechnen, bevor zwei Etappen in den Pyrenäen folgen. Die erste endet in Peyragudes mit einer Bergankunft, die zweite verspricht durch ihre Kürze und drei schwere Anstiege besonders viel Action vom Start weg. Danach könnten auf einer Überführungsetappe mit Hügelankunft und einem Teilstück durch das Zentralmassiv, welches wie die zweite Pyrenäen-Etappe mit einer Abfahrt endet, Ausreißer auf ihre Kosten kommen.


Vorschau auf die Tour de France 2017:
Strecke: Etappen 1-9 | Etappen 10-15 | Etappen 16-21
Favoriten: Sonderwertungen | Gesamtwertung
Weitere Infos: Startliste | Profile | Karten | Berge | Marschtabellen


Übersicht Etappen 10 bis 15

10.07. Ruhetag: Dordogne
11.07. Etappe 10: Périgueux - Bergerac (178,0 km)
12.07. Etappe 11: Eymet - Pau (203,5 km)
13.07. Etappe 12: Pau - Peyragudes (214,5 km)
14.07. Etappe 13: Saint-Girons - Foix (101,0 km)
15.07. Etappe 14: Blagnac - Rodez (181,5 km)
16.07. Etappe 15: Laissac-Sévérac l'Église - Le Puy-en-Velay (189,5 km)
17.07. Ruhetag: Le Puy-en-Velay

Flach | Mittelgebirge | Hochgebirge | EZF | MZF | ! Bergankunft


Farbcodes für die Etappen-Vorschau:
leichtmittelschwerZeitfahrenRuhetag



Ruhetag: Dordogne





Etappe 10: Périgueux - Bergerac (178,0 km)

Streckenbeschreibung: Nach dem ersten Ruhetag sind zunächst wieder die Sprinter an der Reihe. Auf dem Weg von Périgueux nach Bergerac gibt es kaum Schwierigkeiten. Die einzigen Bergwertungen des Tages, beide 4. Kategorie, befinden sich mit 77,5 bzw. 39,5 km weit vom Ziel entfernt. Das komplett flache Etappenfinale endet mit einer eher kurzen Zielgeraden von nur 500 Metern Länge. Zwei scharfe Linkskurven nach der Flamme Rouge könnten den Sprintzügen Schwierigkeiten bereiten, ihre Fahrer optimal zu positionieren.


Profil der Etappe und der letzten Kilometer (Alle Profilen und Karten)

 
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Etappe 11: Eymet - Pau (203,5 km)

Streckenbeschreibung: Die zweite Sprinteretappe in Folge bringt das Rennen an den Rand der Pyrenäen. Bis auf eine einzelne Bergwertung der 4. Kategorie 58 km vor dem Ziel bleibt die Strecke an diesem Tag aber noch flach. Die Zielankunft in Pau weist wie jene der vorangegangen Etappe auf dem Schlusskilometer noch zwei Hindernisse auf. Bevor man auf die 600 Meter lange Zielgerade kommt, geht es durch einen Kreisverkehr und eine weitere Kurve.


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Etappe 12: Pau - Peyragudes (214,5 km)

Streckenbeschreibung: Die erste Pyrenäen-Etappe hat es mit einer Länge von 214,5 km, sechs Bergwertungen und der zweiten Bergankunft der Rundfahrt in sich. Während die erste Streckenhälfte mit einer Bergwertung der 4. und einer der 2. Kategorie noch ziemlich einfach ist, wartet 75 km vor dem Ziel mit dem Col de Menté (6,9 km à 8,1%) eine erste schwere Prüfung der 1. Kategorie. Mit der HC-Bergwertung auf dem Port de Balès (11,7 km à 7,7%) beginnt bereits das Etappenfinale, denn von ihr aus bleiben nur noch 30,5 km zu fahren. Nach einer 15 km langen Abfahrt beginnt der Schlussanstieg, welcher zuerst auf den Col de Peyresourde (9,7 km à 7,8%) führt, wo die Etappe aber noch nicht endet. Die letzten fünf Kilometer bestehen zur Hälfte aus einer Abfahrt und zur Hälfte aus der Schlussrampe nach Peyragudes (2,4 km à 8,4%). Besonders hart sind die letzten 400 m mit durchschnittlich 13%.

Besonderheiten: Es ist das zweite Mal, dass es bei der Tour de France eine Ankunft in Peyragudes gibt. Das Finale der 17. Etappe 2012 hatte ebenfalls zuvor über Port de Balès und Col de Peyresourde geführt. Mit Alejandro Valverde siegte damals ein Fahrer aus der frühen Ausreißergruppe, er erreichte das Ziel 19 Sekunden vor dem Sky-Duo Chris Froome/Bradley Wiggins.


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Etappe 13: Saint-Girons - Foix (101,0 km)

Streckenbeschreibung: Am zweiten Tag in den Pyrenäen sind gerade einmal 101 km zu absolvieren, was die Herausforderung aber kaum leichter macht, denn auf dieser kurzen Strecke sind drei Bergwertungen der 1. Kategorie zu überqueren. Die Favoriten sollten achtgeben, nicht schon in der ersten Etappenhälfte bei Col de Latrape (5,6 km à 7,3%) und Col d'Agnes (10,0 km à 8,2%) ins Hintertreffen zu geraten. Die letzte Bergwertung auf der Mur de Péguère (9,3 km à 7,9%) erreicht man nach 74 km, also 27 km vor dem Ziel. Danach geht es bis ins Ziel nur noch bergab, am steilsten etwa im Bereich zwischen km 22 und 14 vor Schluss. Die Zielankunft in Foix ist quasi flach, so dass die Entscheidung um den Etappensieg im Sprint einer Gruppe fallen könnte.

Besonderheiten: Wie das Finale der vorherigen Etappe gab es auch die Mur de Péguère vor fünf Jahren schon einmal bei der Tour. Ausreißer bestimmten die 14. Etappe 2012, welche ebenfalls in Foix endete und von Luis Leon Sanchez gewonnen wurde. Die Gesamtklassement-Fahrer finishten mit 18 Minuten Rückstand, nachdem es in der Abfahrt wegen verstreuter Reißzwecken zahlreiche Defekte gegeben hatte.


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Etappe 14: Blagnac - Rodez (181,5 km)

Streckenbeschreibung: Als Überführungsetappe zwischen Pyrenäen und Zentralmassiv ist das 14. Teilstück für die reinen Sprinter zu anspruchsvoll und für Ausreißer umso reizvoller. Die zweite Streckenhälfte ist durchweg hügelig, u.a. mit Côte du viaduc du Viaur (2,3 km à 7,0%) und Côte de Centrès (2,3 km à 7,7%), zwei Bergwertungen der 3. Kategorie 50,5 und 36,5 km vor dem Ziel. Einfluss auf den Rennausgang könnte auch eine ähnlich schwere, aber nicht kategorisierte Steigung haben, die 15 km vor dem Ziel beginnt. Nach einer Abfahrt, die kurz vor der Flamme Rouge endet, gibt es in Rodez ein stark ansteigendes Finale an der Côte de Saint-Pierre. Die letzten 570 m weisen eine mittlere Steigung von 9,6% auf.

Besonderheiten: Die Ankunft an der Côte de Saint-Pierre ist bei der Tour de France nicht neu. Auf der 13. Etappe 2015 kam es dort zum Kräftemessen von zwei der besten Hügelsprinter überhaupt, das Greg Van Avermaet gegen Peter Sagan für sich entschied.


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Etappe 15: Laissac-Sévérac l'Église - Le Puy-en-Velay (189,5 km)

Streckenbeschreibung: Die zweite Tour-Woche endet mit einem Teilstück durch das Zentralmassiv, auf dem vier Bergwertungen, davon zwei der 1. Kategorie, warten. Schon nach rund 20 km beginnt der erste der beiden schwersten Anstiege des Tages, die Montée de Naves d'Aubrac (8,9 km à 6,4%). Wenig später schließt sich die Steigung zur Côte de Vieurals (3,3 km à 5,9%), einer Bergwertung der 3. Kategorie an. Nach dann gut 100 km auf größtenteils leicht abschüssigem Terrain folgt der für die Tour de France neue Anstieg zum Col de Peyra Taillade (8,3 km à 7,4%), dessen Gipfel sich 31,5 km vor dem Ziel befindet. Die sich anschließende Abfahrt wird von der Côte de Saint-Vidal (1,9 km à 6,8%) unterbrochen. Diese Bergwertung der 4. Kategorie liegt noch 13 km vom Ziel entfernt. 5 km vor Schluss gibt es nochmals einen kleinen Hügel, erst die letzten 2 km der Strecke sind dann wieder flach.


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Ruhetag: Le Puy-en-Velay






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