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Noch mal Gold für die Schweiz und Bronze für Deutschland zum Abschluss der Cross Country-EM
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30.07.2017

Noch mal Gold für die Schweiz und Bronze für Deutschland zum Abschluss der Cross Country-EM

Info: MTB-Europameisterschaft Cross Country 2017 in Darfo Boario Terme
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Darfo Boario Terme, 30.07.2017 - Am vierten Tag der Cross Country-EM im norditalienischen Darfo Boario Terme stellten die Elite-Rennen den abschließenden Höhepunkt dar. Bei den Frauen ging der Sieg an die ukrainische Meisterin Yana Belomoina, die zurzeit auch die Weltcup-Gesamtwertung anführt. Bei den Männern kamen die Schweizer dank Florian Vogel zu ihrer vierten Goldmedaille und die Deutschen dank Manuel Fumic zum ersten Top3-Resultat überhaupt.
Am Vormittag bereits mussten die U23-Männer auf die Strecke; Ergebnis war ein Doppelsieg für die Gastgeber, angeführt von Gioele Bertolini.


Zweiter EM-Titel für Vogel im Abstand von 9 Jahren
Auch der Sonntag wartete wieder mit hochsommerlichen Temperaturen auf - die in Italien bekanntlich noch etwas höher ausfallen können als andernorts. Vielleicht geschah tatsächlich aufgrund der Hitze, dass der Franzose Stéphane Tempier einbrach, nachdem er längere Zeit das Rennen als Solist angeführt hatte. Daraufhin ergriff der Spanier David Valero seine Chance, ein Schaltungsdefekt warf ihn aber ebenfalls zurück.
Nun war der Weg frei für Florian Vogel, welcher zunächst an Tempier vorbeifuhr und dann dem von hinten näher rückenden Julien Absalon standhielt. Am Ende fehlten dem Franzosen 10 Sekunden zur Titelverteidigung, während der 35-jährige Vogel zum zweiten Mal nach 2008 Europameister wurde.
Die Bronzemedaille sicherte sich Manuel Fumic, der frischgebackene deutsche Meister, der so die Bilanz des BDR aufhübschen konnte, und das nachdem es bisher im Weltcup für Fumic überhaupt nicht lief. Tempier fiel auf Platz fünf hinter Daniele Braidot (Italien) zurück. Bester Österreicher war Gregor Raggl, der es in die Top10 schaffte. Auf den Plätzen 11 bis 14 positionierten sich Lukas Flückiger (Schweiz), Marcel Guerrini (Schweiz), Karl Markt (Österreich) und Andri Frischknecht (Schweiz).

-> Zum Resultat Männer Elite

Indergand Zweite hinter Belomoina
Nach Siegen bei den Weltcups in Albstadt und Vallnord holte Yana Belomoina sich heute ihren ersten EM-Titel - auf Elite-Ebene wohlgemerkt, denn im U23-Bereich war sie 2013 Europameisterin. Die 24-jährige Ukrainerin setzte sich mit großem Vorsprung (3:26 Minuten) auf die Schweizerin Linda Indergand durch.
Auf Silberkurs lag zwar lange Zeit die frühere Weltmeisterin Pauline Ferrand Prévot (Frankreich), doch in der letzten Runde erlitt sie kurz nach der Materialzone einen Defekt und Indergand, zuvor aufgrund eines Fahrfehlers abgehängt, konnte wieder vorbeiziehen. Bronze ging an die Norwegerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (+4:09) - ihre zehnte Medaille einer EM und die erste seit 2012.
Dabei hatte es für die deutsche Meisterin Sabine Spitz in Sachen Edelmetall zunächst gut ausgesehen, bis ein spektakulärer Sturz - bei dem Spitz sogar den Kameramann mitnahm - diese Hoffnung zunichtemachte. Sie belegte Platz vier, unmittelbar vor der zweitbesten Schweizerin, Corina Gantenbein. Die neue Eliminator-Europameisterin Kathrin Stirnemann steuerte außerdem einen neunten Platz für die Eidgenosen bei.
Titelverteidigerin Jolanda Neff, die am Donnerstag gestürzt war, gab das Rennen vorzeitig auf, ebenso wie die Deutsche Adelheid Morath. Beste Österreicherin war Elisabeth Osl auf Platz 16.

-> Zum Resultat Frauen Elite

Gold und Silber für Italien
Der Tag begann perfekt für die Gastgeber, und zwar mit einem Doppelsieg bei den Männern U23. Landesmeisterin Gioele Bertolini, auch aus dem Radcross-Sport bestens bekannt, gehörte zwar zunächst nicht zu den Führenden, aber seine starke Aufholjagd brachte ihn in der vorletzten Runde an die Spitze. Dabei handelte es sich um seinen Landsmann Nadir Colledani, der zuvor sowohl den Weltcup-leader Martins Blums (Lettland) wie den Dänen Simon Andreassen abgehängt hatte. Im Finale musste Colledani sich dem 22-jährigen Bertolini dann knapp geschlagen geben (+0:06).
Andreassen wurde Dritter (+1:15) vor Blums, Sebastian Fini Carstensen (ebenfalls Dänemark) und Filipp Colombo, dem einzigen Schweizer in den Top20. Die Deutschen hatten sich im Vorfeld Medaillenchancen ausgerechnet, es lief aber nicht gut und Lukas Baum holte mit Platz 15 das Maximum heraus. Maximilian Foidl war auf Platz 18 der beste Österreicher.

-> Zum Resultat Männer U23

Medaillenspiegel: Diesmal Schweiz vor Frankreich
Auch wenn sie in "nur" sechs von neun Rennen in die Top3 kamen, so zeigten sich die Schweizer bei dieser EM klar überlegen. Sie holten vier Goldmedaillen (Staffel, XCE Frauen, XCO Frauen U23, XCO Männer Elite) und drei Silbermedaillen (XCO Frauen Elite, XCO Frauen U23, Junioren U23). Die Franzosen belegen mit einer goldenen, zwei silbernen und einer bronzenen Medaille Rang zwei, im Gegensatz zum letzten Jahr. Die Gastgeber dürfen sich über den kompletten Medaillensatz freuen und sind damit dritterfolgreichste Nation, knapp vor Österreich, Spanien und der Ukraine, welche die anderen Siege unter sich aufteilten. Deutschland blieb mit einer Bronzemedaille wohl etwas unter den Erwartungen.

-> Zum Medaillenspiegel





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