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U23-Debütant Bjerg ist neuer Zeitfahrweltmeister – auch McNulty wieder auf dem Podium
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18.09.2017

U23-Debütant Bjerg ist neuer Zeitfahrweltmeister – auch McNulty wieder auf dem Podium

Info: STRASSEN-WELTMEISTERSCHAFT 2017 IN BERGEN
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Bergen, 18.09.2017 – Mikkel Bjerg (Dänemark) und Brandon McNulty (USA), der U19-Vize- und der U19-Zeitfahrweltmeister des Vorjahres, haben bei der diesjährigen Weltmeisterschaft Gold und Silber in der U23-Kategorie geholt. Die beiden trennten nach 37,2 Kilometern 1 Minute und 6 Sekunden. Dritter im norwegischen Bergen wurde der Franzose Corentin Ermenault, welcher den Luxemburger Tom Wirtgen um 2 Sekunden vom Podium verdrängte.

An Zwischenzeiten mangelt es nicht
Der Regen des Vormittags hatte sich verzogen, die Sonne war herausgekommen und die Straßen waren abgetrocknet, als die 56 Teilnehmer des U23-Zeitfahrens in Bergen im Südwesten Norwegens auf die Strecke gingen. Tatsächlich blieben die Witterungsumstände den ganzen Nachmittag über stabil, sodass alle Teilnehmer dieselben Voraussetzungen antrafen. Die Streckenlänge betrug 37,2 Kilometer, welche sich auf einen kurzen und einen langen Rundkurs verteilte. Der erste Abschnitt war identisch mit dem Parcours des Juniorinnen-Zeitfahrens und somit 16,1 Kilometer lang. Die zweite Runde zählte 21,1 Kilometer und umfasste als Hauptschwierigkeit den Birkelundsbakken, einen 1,4 Kilometer langen Anstieg mit 7,2 % Steigung im Schnitt und 9,1 % maximal. Nicht weniger als sechs Zwischenzeitnahmen hatte man installiert: nach 3,2, nach 11,5, nach 16,1 (Ende der 1. Runde), nach 19,3, nach 25,7 (oberhalb des Birkelundsbakken) sowie nach 32,8 Kilometern.

Bjerg siegt in Bergen
Obwohl deutlich weniger Fahrer teilnahmen als noch vor einem Jahr in Katar, hatte man die Starterfeld in fünf Blöcke eingeteilt, um das Ganze zu entzerren. Zwischen den Blöcken lagen 34 Minuten, das Startintervall innerhalb eines Blocks betrug 90 Sekunden. Bester des ersten Starterfelds war Mathias Norsgaard Jörgensen, der am Ende Sechszehnter werden sollte und den Wettbewerb aus dänischer Sicht schon mal gut einleitete. Er hielt im Ziel lange die Bestzeit, bevor innerhalb kürzester Zeit neue Richtwerte gesetzt wurden. So platzierten sich der Franzose Rémi Cavagna, der Russe Pavel Sivakov und der Italiener Edoardo Affini alle vor Jörgensen, was ihnen letztlich die Plätze 12, 11 und 8 einbringen sollte. Dann kamen auch schon Brandon McNulty, der letztjährige Junioren-Weltmeister, und Mikkel Bjerg, der Vize von 2016, die diesmal im Ziel sozusagen die Plätze tauschten. Der 18-jährige Bjerg, der für das Giant-Castelli Team fährt, verbesserte die Zeit des US-Amerikaners um 1 Minute, 5 Sekunden und 92 Hundertstel, wobei er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 47,38 km/h produzierte.

Powless durch Sturz von Medaillenkurs verdrängt
Obwohl noch drei weitere Startblöcke folgten, änderte sich an den Positionen 1 und 2 nichts mehr. Nur die Bronzemedaille wechselte noch mehrfach ihren virtuellen Besitzer. Als bereits alle Teilnehmer von der Startrampe gerollt waren, verdrängte zunächst der Australier Callum Scotson den Italiener Affini, nur um unmittelbar danach vom Luxemburger Tom Wirtgen aus den Top3 geschubst zu werden. Wirtgen durfte sich berechtigte Hoffnungen machen, auch am Ende auf dem Podium zu stehen, aber er hatte die Rechnung ohne das starke Finish von Corentin Ermenault gemacht, der am Birkelundsbakken ernorm aufholte und insgesamt knapp schneller war. So holte der Franzose ebenso wie bei der EM Bronze (+1:16). Ein einziger Fahrer hätte vielleicht Bjerg, sicher aber McNulty gefährlich werden können, nämlich dessen Landsmann Neilson Powless. Doch der US-Straßenmeister stürzte beim Versuch, oberhalb des Birkelundsbakken die heruntergefallene Kette wieder aufzulegen und sackte auf den neunten Rang zurück. Die Ironie von der Geschichte: Bjerg hatte an derselben Stelle ein ähnliches Problem gehabt, hatte dieses aber einwandfrei beheben können.

Hirschi bester Deutschsprachiger
Der amtierende Europameister Kasper Asgreen, ein weiterer Däne, der seinen Landsmann in Herning noch hatte schlagen können, kam mit dem Parcours heute nicht so gut zurecht und platzierte sich hinter dem Belgier Senne Leysen als Siebter. Der Brite Scott Davies war der noch nicht genannte Fahrer, welcher die Top10 komplettierte. Die Deutschen mussten sich nach zwei sehr guten Jahren diesmal mit Platz 19 und 20 durch Julian Braun und Patrick Haller zufrieden geben. Unmittelbar vor ihnen platzierte sich der Schweizer Marc Hirschi. Dessen Landsmann Martin Schäppi wurde 29ter. Die beiden Österreicher Patrick Gamper und Markus Freiberger kamen auf 35 und 36. Bester Vertreter der Gastgeber war Tobias Foss auf Platz 17, der vielleicht etwas bekanntere Iver Johan Knotten wurde 27ter.

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