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Van der Haar fügt Van der Poel in Ronse die 1. Saisonniederlage zu
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08.10.2017

Van der Haar fügt Van der Poel in Ronse die 1. Saisonniederlage zu

Info: Radcross: DVV verzekeringen trofee - Hotondcross Ronse 2017
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Ronse, 08.10.2017 - Mit Lars van der Haar (Telendet-Fidea Lions) hat der Hontondcross in Ronse, die erste Runde der DVV verzekeringen trofee, einen überraschenden Sieger bekommen. Mathieu van der Poel (Boebank-Corendon) und Wout van Aert (Crelan-Charles), die man viel eher auf der Rechnung gehabt hatte, wurden nur Zweiter und Dritter. Für Van der Poel war es sogar die erste Niederlage der Saison.


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Ein unerwartetes Ergebnis
Die DVV verzekeringen trofee, früher bpost bank trofee und viel früher GvA Trofee, rangiert vom Stellenwert her hinter dem Weltcup und dem Superprestige. Aber für die belgischen Cross-Fans ist sie vielleicht die wichtigste Serie, ihre ganz eigene nämlich, vergleichbar mit der EKZ CrossTour in der Schweiz oder dem TOI TOI Cup in Tschechien. Umso "schlimmer", dass zum Auftakt ein Niederländer siegte, und dann nicht einmal der, mit dem man rechnen konnte. Dem bisherigen Saisonverlauf zufolge (siehe auch LiVE-Radsport Cross Form Ranking) hätte entweder Mathieu van der Poel seinen siebten Sieg feiern oder einer der beiden Belgier Laurens Sweeck (Era-Circus) oder Wout van Aert hätte ihn schlagen müssen. Tatsächlich gehörte Sweeck zur neunköpfigen Spitzengruppe, die in der ersten Rennhälfte zustandekam, aber außer einer Tempoverschärfung, die schnell wieder gekontert wurde, hatte er nichts beizutragen. Platz neun am Ende.

Van der Poel schon schlecht gestartet
So lief es, scheinbar, doch wieder auf einen Zweikampf von Mathieu van der Poel und Wout van Aert hinaus. In der zweiten Rennhälfte hatten beide ihre Glanzmomente, in denen sie den jeweils anderen unter Druck setzen konnten. Doch es gab noch einen, der aus dem Duell praktisch als der lachende Dritte hervorgehen sollte. Lars van der Haar, zuletzt im Januar beim Weltcup Hoogerheide erfolgreich, hängte sich an Van Aert an, als der Weltmeister gerade mal wieder eine Lücke zu Van der Poel schließen musste. Die wiederhergestellte Neutralität zwischen den beiden nutzte Van der Haar anderthalb Runden vor Schluss zu einem Überraschungsangriff. Mit nicht weniger als 35 Sekunden Vorsprung kam er in die letzte Runde; davon waren im Ziel noch 20 Sekunden übrigen. Van der Poel, der anders als sonst schon seinen Start etwas verpatzt hatte, musste sich mit Platz zwei begnügen, wobei er im Sprint sowohl Weltmeister Van Aert wie auch Kevin Pauwels (Marlux-Napoleon Games) hinter sich ließ. In der Gesamtwertung führt Van der Haar 25 Sekunden vor seinem Landsmann, da er auch noch am Zwischensprint 5 Bonussekunden einsammelte.

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Frauen: Horror-Geburtstag für Sanne Cant
Durch ihren Sieg in Meulebeke gestern hatte es so ausgesehen, als habe Weltmeisterin Sanne Cant ihre Krise vom Superprestige Gieten überwunden und sei auf ihr altes Niveau zurückgekehrt. Doch weit gefehlt, das Geburtstagskind des heutigen Tages hatte die vergangene Nacht mit Buchkrämpfen in der Notaufnahme verbracht, ging zwar dennoch an den Start, gab aber das Rennen recht bald auf, weswegen ihr 5 Malusminuten für DVV-Klassement angerechnet werden. Stattdessen setzten Katie Compton und Gieten-Siegerin Maud Kaptheijns Akzente in Ronse, wobei die US-Meisterin sich schnell von der Niederländerin absetzen konnte. Im Streit um den dritten Platz behielt Helen Wyman die Oberhand über ihre britische Landsfrau Nikki Brammeier. Im Gesamtklassement hat Compton satte 28 Sekunden Vorsprung auf Kaptheijns, weil zur Zeitdifferenz im Ziel auch noch eine 5-Sekunden-Bonifikation vom Sprint hinzukommt.

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U23: Iserbyt lässt Dekker hinter sich
Bei den Männern U23 beherrschte DVV trofee-Titelverteidiger Eli Iserbyt die Szenerie. Er setzte sich so früh als Solist ab, dass er am Zwischensprint auf der zweiten Runde 15 Bonussekunden einsackte. Im Ziel hatte er zwar nur 13 Sekunden Vorsprung auf seinen nächsten Verfolger, Gieten-Sieger Jens Dekker, aber wie Iserbyt später selber angab, hatte er sich unterwegs bewusst Reserven gelassen. Außerdem war seine Fahrt nicht fehlerfrei gewesen. Der Belgier Yannick Peeters komplettierte das Podest (+0:51). Iserbyt bescherte dem Team Marlux-Napoleon Games, wo man zuletzt so verzweifelt war, dass man sogar den Trainer entließ, mit seinem Sieg endlich wieder ein Erfolgserlebnis.

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Junioren: Rouiller mit dem Double
Der Schweizer Loris Rouiller war der Einzige, der an diesem Wochenende das Double schaffte. Ebenso wie gestern in Meulebeke gewann er auch das Juniorenrennen in Ronse. Er verwies Pim Ronhaar und Len Dejonghe auf die Plätze. Für die Junioren gibt es keine DVV-Gesamtwertung. Wer in Rouiller einen neuen Johan Jacobs wähnt, wird enttäuscht sein zu hören, dass der 17-Jährige die Cross-Rennen als Vorbereitung auf die Straßensaison begreift. An belgischen Rennen nehme er teil, weil hier mehr Ranglistenpunkte zu verdienen seien als in seiner Heimat und er damit seine Position in der Startaufstellung verbessern könne, so Rouiller.

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Debütanten: Ronse zählt noch nicht
Die "nieuwelingen" (zu Deutsch "Debütanten"), also die 15- und 16-Jährigen, haben zwar ihre eigene DVV verzekeringen trofee, für diese zählen aber nur die Rennen in Hamme, Loenhout, Baal und Lille, Ronse also nicht. Dennoch sei der Sieger genannt: Es handelt sich Salvador Alvarado - einen Niederländer, man lasse sich von dem südländischen Namen nicht täuschen -, der sich vor Sven Nys' Sohn Thibau und Lennert Belmans durchsetzte.

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