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De Ketele/De Pauw und Torres/Mora entscheiden beide Jagden der 1. Nacht von London unter sich
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25.10.2017

De Ketele/De Pauw und Torres/Mora entscheiden beide Jagden der 1. Nacht von London unter sich

Info: Sixdays: Six Day London 2017
Autor: Felix Griep (Werfel)



London, 24.10.2017 – Nach der 1. Nacht des Londoner Sechstagerennens stehen die in den letzten beiden Jahren siegreichen Belgier Kenny De Ketele/Moreno De Pauw schon wieder an der Spitze – allerdings nur mit zwei Punkten Vorsprung auf die Spanier Albert Torres/Sebastian Mora, mit denen sie sich am Dienstag die ersten und zweiten Plätze der beiden Jagden teilten. Die britischen Sieganwärter Cavendish/Peter Kennaugh weisen bereits ein Defizit von 31 Punkten auf. Die ersten Führenden bei den Sprintern und der U21 heißen Ethan Mitchell bzw. Bryan Boussaer/Jules Hesters.


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Perfekter Auftakt für die Titelverteidiger
Mit einem 40-minütigen Madison-Rennen wurde das Six Day London eröffnet und den ersten Akzent setzten die Briten Mark Cavendish/Peter Kennaugh, die kaum zehn Minuten verstreichen ließen, bis sie den ersten Rundengewinn dieser Jagd herausfuhren. Sie blieben noch eine ganze Weile alleinige Führende, bis circa fünf Minuten vor dem Ende dann aber doch eine Gruppe aus sechs anderen Teams zurückschlug, darunter alle zum Favoritenkreis gezählten Paare. Zwischen den nun sieben rundengleichen Mannschaften entschieden die Punkte aus drei Sprintwertungen über den Auftaktsieg. Nach den ersten beiden Wertungen lagen die Spanier Albert Torres/Sebastian Mora vor den Belgiern Kenny De Ketele/Moreno De Pauw mit acht zu fünf Punkten in Führung. Doch weil der Zielsprint doppelt zählte und De Pauw ihn im Duell mit Torres gewann, wendete sich das Blatt noch einmal. Dem Jagd-Gewinn folgte sogleich der erste Derny-Lauf, den De Pauw gewinnen und damit die Führung der London-Sieger von 2015 und 2016 deutlich ausbauen konnte.

Cavendishs großes Comeback im Derny-Rennen
Torres/Mora machten aber bald schon wieder Boden gut, weil sie in der Mannschaftsausscheidung nur von Steven Burke/Chris Latham geschlagen wurden und zwei Plätze besser abschnitten als De Ketele/De Pauw. Mora, der den letzten Sprint um den Sieg gegen Burke klar verloren hatte, holte anschließend auch noch einen zweiten Platz im Scratch – diese Disziplin ersetzt die nicht mehr ausgetragene „Longest Lap“. Der zweite Derny-Lauf war eine wahrhaftige kleine Sternstunde von Cavendish, der 15 Runden vor Schluss geschlagen schien, als er mit dem Fuß aus der Pedale rutschte. Doch gemeinsam mit Schrittmacher Ron Zijlaard legte er eine fulminante Aufholjagd hin und überholte auf der Schlussrunde am äußeren Rand der Bahn in dritter Reihe noch die Kopf an Kopf fahrenden Ollie Wood und Yoeri Havik. Mit nunmehr 60 Punkten stießen Cavendish/Kennaugh auf Rang drei der Gesamtwertung vor, die immer noch von De Ketele/De Pauw (78) vor Torres/Mora (71) angeführt wurde.

In der zweiten Jagd setzen sich Torres/Mora durch
Den Abschluss der 1. Nacht bildete die zweite Jagd, die mit 20 Minuten nur halb so lang war wie die erste. Zu kurz für die Topteams, um sich noch einmal einen ernsthaften Kampf um Rundengewinne zu liefern. Davon hofften die Briten Ollie Wood/Mark Stewart zu profitieren und erkämpften sich während einer langen Soloflucht in der ersten Rennhälfte eine halbe Runde Vorsprung, konnten sich letztlich aber nicht gegen das Feld behaupten. Die Entscheidung musste somit abermals über die Sprintwertungen fallen. Die Spanier setzten diesmal alles auf die Zielwertung, die Torres in einem Fotofinish gegen Roy Pieters gewinnen konnte. So blieben De Ketele/De Pauw, obwohl sie im Schlusssprint Dritte wurden und einen der vorherigen Sprints gewonnen hatten, diesmal einen Punkt zurück und Torres/Mora feierten den Sieg. In der Gesamtwertung blieben De Ketele/De Pauw (103 Punkte) trotzdem noch knapp vor Torres/Mora (101). Dahinter folgen mit deutlichem Abstand Cavendish/Kennaugh (72), Cameron Meyer/Callum Scotson (72), Yoeri Havik/Roy Pieters (68), Theo Reinhardt/Kersten Thiele (54) und Morgan Kneisky/Benjamin Thomas (34), die alle eine (Bonus-)Runde Rückstand aufweisen, eigentlich aber gleichauf mit den Spitzenreitern sind.

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Sprinter: Mitchell erster Führender, Levy nur auf Platz vier
Der Mann, der am Dienstagabend in den Sprint-Wettbewerben am besten abschnitt, war der Neuseeländer Ethan Mitchell. Der zweifache Medaillengewinner der letzten Bahn-WM – er holte in Hongkong Gold im Teamsprint und Bronze im Sprint – legte mit dem Gewinn des 200 Meter Zeitfahrens den Grundstein für seine Führung. Zwar unterlag der Neuseeländer danach im Sprint-Finale der beiden schnellsten Fahrer dem Spanier Juan Peralta, schnitt zu guter Letzt im Keirin als Dritter aber zwei Plätze besser ab und liegt daher mit 47 zu 43 Punkten knapp vorn. Nach einem vierten Platz im Zeitfahren und einer Niederlage im Sprintduell gegen den Neuseeländer Edward Dawkins verpasste Europameister Maximilian Levy in seiner Paradedisziplin Keirin hinter Matthew Rotherham knapp den Sieg. In der Gesamtwertung liegt der Deutsche daher mit 35 Punkten vorerst nur an vierter Position.

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U21: Boussaer/Hesters nehmen zweiten Anlauf auf den Sieg
An den ersten drei Tagen messen sich im Londoner Velodrom in jeweils einer 40-minütigen Jagd auch 16 U21-Paare miteinander. Der erste Sieg ging an die Belgier Bryan Boussaer/Jules Hesters, die an den Sprintwertungen die meisten Punkte (34) sammelten und somit die Dänen Anders Fynbo/Arne Birkemose und die Briten Frank Longstaff/Jacob Vaughan (je 24) und noch sechs weitere rundengleiche Teams hinter sich ließen. Auf Rang vier und mit 20 Punkten in Reichweite des Podiums befinden sich die Deutschen Moritz Augenstein/Nils Weispfennig. Boussaer/Hesters waren bereits beim Londoner Nachwuchsrennen von 2016 die Punktbesten, landeten damals am Ende aber nur auf Rang zwei, weil die Schotten Grant Martin/Andy Brown, die in diesem Jahr nicht wieder dabei sind, damals einen Rundengewinn mehr erzielt hatten.

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