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Meyer/Scotson und Havik/Pieters erringen Rundengewinne in der 2. Nacht des Six Day London
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26.10.2017

Meyer/Scotson und Havik/Pieters erringen Rundengewinne in der 2. Nacht des Six Day London

Info: Sixdays: Six Day London 2017
Autor: Felix Griep (Werfel)



London, 25.10.2017 – Auch nach der 2. Nacht des Sechstagerennens von London sind Kenny De Ketele/Moreno De Pauw und Albert Torres/Sebastian Mora die Paare mit den meisten Punkten. In der großen Jagd vom Mittwoch haben ihnen allerdings Cameron Meyer/Callum Scotson und Yoeri Havik/Roy Pieters mit ihren Rundengewinnen vorerst den Rang abgelaufen. Insgesamt scheinen noch sechs Teams ernsthafte Chancen auf das Podium zu haben. Während im Sprint die Neuseeländer Ethan Mitchell und Edward Dawkins dominieren, sind die Belgier Bryan Boussaer/Jules Hesters dem Gewinn des U21-Wettkampfes ganz nahe.


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Überraschender Punktabzug für Torres/Mora
Die 2. Nacht des Six Day London begann mit einer Ergebnis-Korrektur: Sebastian Mora wurde vom zweiten Platz des in der 1. Nacht ausgetragenen Scratch-Rennens gestrichen – vermutlich wegen irgendeines irregulären Verhaltens im Sprint –, weshalb der Spanier und sein Partner Albert Torres plötzlich 19 statt nur zwei Punkte hinter den Führenden Kenny De Ketele/Moreno De Pauw zurücklagen. Ein kleiner Rückschlag, der den Offensivdrang der Spanier aber höchstens noch verstärkte. In der ersten Jagd kämpften sie gleich wieder um den Sieg, den sie nur knapp gegen die Dänen Niklas Larsen/Casper Von Folsach verpassten, weil diese die Zielwertung des 20-minütigen Rennens für sich entscheiden konnten. Rundengewinne kamen in diesem kürzeren Madison-Wettkampf nicht zustande, weshalb De Ketele/De Pauw, die den siebten Platz belegten, ihre Führung behielten. Allerdings waren Torres/Mora wieder auf acht Punkte an die Spitzenreiter herangerückt.

Cavendish entscheidet das Punkterennen für sich
Mit einem Sieg in der Mannschaftsausscheidung, die von De Ketele/De Pauw nur auf dem vierten Platz abgeschlossen wurde, konnten Torres/Mora dann vorübergehend sogar mit zwei Punkten Vorsprung die Führung übernehmen. Mora ließ im finalen Sprintduell dem Franzosen Morgan Kneisky keine Chance. Dessen Teamkollege Benjamin Thomas hatte ganz am Anfang des Abends den ersten Derny-Lauf für sich entschieden. Den zweiten gewann unmittelbar vor der zweiten Jagd De Ketele nach einem harten Zweikampf mit Cameron Meyer, in dessen Verlauf sie mit ihren Schrittmachern die restlichen Konkurrenten zweimal überrundeten. Die Fahrer, welche nicht an den Derny-Rennen teilnahmen, trugen diesmal ein Punkterennen aus, in welchem sich fünf Fahrer mittels eines Rundengewinnes einen Vorsprung verschafften, den die anderen nicht wettmachen konnten. Vor der letzten Sprintwertung hatte noch Callum Scotson die Führung inne, doch zur Freude des Londoner Publikums konnte Mark Cavendish mit einem gewaltigen Antritt den Endspurt und somit den Wettbewerb für sich entscheiden. De Keteles Derny-Sieg hatte die Belgier vor der abschließenden großen Jagd wieder in Führung gebracht: zehn Punkte trennten sie von Torres/Mora und 29 von den auf Rang drei liegenden Cavendish/Peter Kennaugh.

Rundengewinne für Meyer/Scotson und Havik/Pieters
Ebenfalls in der Nullrunde, aber nach Punkten noch weiter zurück, befanden sich Meyer/Scotson und Yoeri Havik/Roy Pieters, die den Fokus der Top3 aufeinander schon während der ersten Viertelstunde des 45-minütigen Rennens für Rundengewinne nutzten. Havik/Pieters hatten, nachdem Meyer/Scotson zuvor im Alleingang das Feld umrundeten, gemeinsam mit Cavendish/Kennaugh angegriffen. Zum Glück für die Niederländer wurde das britische Gespann durch einen Defekt an Kennaughs Rad gestoppt, wodurch die Gegenwehr des Feldes etwas nachließ und die Umrundung letztlich möglich war. Cavendish startete neun Runden vor dem Ende der Jagd noch einmal einen Angriff, der ihm und Kennaugh zwar keinen Rundengewinn mehr brachte, aber wenigstens den dritten Platz in diesem Rennen sicherte. In der Gesamtwertung rückten Cavendish/Kennaugh dadurch bis auf 14 Zähler an die Punktbesten De Ketele/De Pauw (168 Punkte) heran, die wiederum nur drei Punkte vor Torres/Mora liegen. Alle diese drei Teams weisen aber, ebenso wie Kneisky/Thomas (115), eine Runde Rückstand gegenüber Meyer/Scotson (148) und Havik/Pieters (144) auf, die nun die Positionen eins und zwei einnehmen.

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Sprinter: Dawkins verkürzt Rückstand auf Landsmann Mitchell
Gemeinsam wurden Ethan Mitchell und Edward Dawkins dreimal Teamsprint-Weltmeister und gewannen Olympia-Bronze – in London sind sie in dieser Woche aber Gegner. Nachdem Mitchell am Dienstag mit 47 zu 30 Punkten noch klar der Stärkere der beiden Neuseeländer war, trumpfte Dawkins in der 2. Nacht groß auf. Im 200 Meter Zeitfahren und im Sprint-Finale setzte er sich gegen den Spanier Juan Peralta durch, während Mitchell jeweils nur Dritter wurde. Mitchell gewann seinen Lauf um Platz drei im Sprint um Millimeter gegen Maximilian Levy, der ihn zuvor im Keirin klar auf Platz zwei verwiesen hatte. Der Deutsche hält mit 75 Punkten noch den Kontakt zur Spitzengruppe um den weiterhin in Führung liegenden Mitchell (86), dem nicht mehr nur Peralta (81), sondern jetzt auch Dawkins (80), der 50 von maximal möglichen 60 Punkten holte, im Nacken sitzt.

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U21: Vorentscheidung zu Gunsten von Boussaer/Hesters
Während die Sprinter wie die Sixdays-Profis noch vier Nächte vor sich haben, steht für die U21-Fahrer am Donnerstag bereits das Finale ihres dreitägigen Wettkampfes an. Gewinnen werden ihn aller Voraussicht nach die Belgier Bryan Boussaer/Jules Hesters, die auch die zweite Nachwuchs-Jagd für sich entschieden – und das nicht nur, weil sie an den Sprintwertungen erneut die meisten Punkte einsammelten. Ihnen gelang überdies ein Rundengewinn. So stehen Boussaer/Hesters also unangefochten an der Spitze des Klassements, eine Runde und 26 Punkte vor den Zweitplatzierten Frank Longstaff/Jacob Vaughan. Nur fünf Punkte hinter dem britischen Paar folgen die Deutschen Moritz Augenstein/Nils Weispfennig, die sich von Rang vier auf drei verbessern konnten, weil die Dänen Anders Fynbo/Arne Birkemose einen etwas schwächeren Tag hatten und von Platz zwei auf vier durchgereicht wurden.

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