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De Ketele/De Pauw dominieren auch in der 4. Nacht der Sixdays Gent und sorgen für einen neuen Bahnrekord
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18.11.2017

De Ketele/De Pauw dominieren auch in der 4. Nacht der Sixdays Gent und sorgen für einen neuen Bahnrekord

Info: Sixdays: Zesdaagse Vlaanderen-Gent 2017
Autor: Felix Griep (Werfel)



Gent, 18.11.2017 – Mit weiterhin vier Anwärtern auf den Gesamtsieg geht es bei den Zesdaagse Vlaanderen in das entscheidende Wochenende. Die Top4 wären in Gent nach der 4. Nacht wieder alle rundengleich, würden nicht Kenny De Ketele/Moreno De Pauw einen derart riesigen Punktevorsprung haben, dass sie ihren Konkurrenten eine Bonusrunde voraus sind. Die Belgier, die in ihrer Heimat einen Start-Ziel-Sieg anpeilen, brachen zudem am Freitagabend den Bahnrekord. Bei der U23 sind Brian Boussaer/Jules Hesters nach der zweiten Jagd ihren Gegnern uneinholbar enteilt, wohingegen der Kampf um die weiteren Podiumsplätze an Spannung zugenommen hat. Den ersten Wettkampf der Frauen, ein Punkterennen, gewann Jolien D'hoore.


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De Ketele/De Pauw und De Vylder/Ghys schlagen zurück
Das Teilnehmerfeld war am Freitag in Gent mit 24 Profis wieder vollzählig – sowohl Cameron Meyer, für den die 3. Nacht nach seinem Sturz in der großen Jagd im Krankenhaus geendet hatte, als auch Michele Scartezzini, der einige Zeit wegen Krankheit neutralisiert gewesen war, saßen wieder auf ihren Rennmaschinen. Die Jagden der 4. Nacht waren aus belgischer Sicht Aufholjagden, denn sowohl die dank ihrer vielen Punkten trotzdem führenden Kenny De Ketele/Moreno De Pauw als auch Lindsay De Vylder/Robbe Ghys hatten in der 3. Nacht jeweils eine Runde auf die Konkurrenz aus Frankreich und den Niederlanden, Benjamin Thomas/Morgan Kneisky und Wim Stroetinga/Yoeri Havik, verloren. De Ketele/De Pauw schlugen gleich in der ersten Jagd zurück, in der sie nach 45 Minuten einen Rundengewinn mehr verzeichneten als alle anderen Teams. Die (halbe) Stunde von De Vylder/Ghys schlug in der kürzeren zweiten Jagd, in der sie sich mit drei Mannschaften, die im Kampf um den Gesamtsieg keine Rolle spielen, vom Rest des Feldes absetzen konnten. Der Sieg in dieser Jagd ging an das deutsch-belgische Gespann Leif Lampater/Gerben Thijssen.

Auch der zweite Zeitfahr-Rekord von Gent ist gebrochen
Am Ende der 4. Nacht brachten es die vier Topteams dieses Sechstagerennens somit wieder auf exakt dieselbe Anzahl von Rundengewinnen – und doch steht im Gesamtstand eine dieser Mannschaften eine Runde vor den anderen. Denn nach Punktne sind De Ketele/De Pauw (303) ihren Gegnern noch weiter enteilt und haben bisher eine Bonusrunde mehr kassiert als Thomas/Kneisky (237), Stroetinga/Havik (211) und De Vylder/Ghys (200). Der Vorsprung von De Ketele/De Pauw auf die ersten Verfolger vergrößerte sich stark von 37 auf 66 Punkte, weil sie mit 85 Punkten ihre bisher beste Nacht hatten. Sie gewannen neben der großen Jagd auch das Derny-Finale und – wie immer! – die Mannschaftsausscheidung und beide Zeitfahren. Nachdem sie am Donnerstag den Gent-Rekord über 500 Meter gebrochen hatten, war nun der Bahnrekord fällig: die zwei Jahre alte Bestmarke von 8,45 Sekunden, welche sie in der 3. Nacht bereits eingestellt hatten, verbesserten De Ketele/De Pauw um zwei Hundertstel auf 8,43 Sekunden.

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U23: Neue Teams aus Frankreich und Deutschland auf Platz 2 und 3
Auch die zweite Jagd der U23-Fahrer wurde von Brian Boussaer/Jules Hesters gewonnen, und das noch weitaus deutlicher als am Donnerstag. Da hatten die Belgier „nur“ eine Runde Vorsprung auf den größten Teil der restlichen Teams – diesmal nahmen sie allen Anderen zwei, drei oder noch mehr Runden ab. Während die Gesamtsieger also feststehen dürften, ist der Kampf um die weiteren Podiumsplätze völlig offen und sehr spannend. Nach Punkten betrachtet und die Spitzenreiter ausgeklammert, bleiben Will Tidball/Ethan Vernon (69) und Sebastian Schmiedel/Moritz Malcharek (63) die ertragreichsten Mannschaften, aber dennoch fielen die Briten von Rang drei auf vier und die Deutschen von zwei auf fünf zurück. Beide Teams liegen jetzt vier Runden hinter Boussaer/Hesters – die Franzosen Florentin Lecamus-Lambert/Vincent Crabos (55) und das zweite deutsche Team Moritz Augenstein/Nils Weispfennig (21) dagegen nur drei Runden!

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Frauen: D'hoore gewinnt Punkterennen gegen Europameisterin Schmidt
In der zweiten Hälfte des Sechstagerennens von Gent sind im Velodrom Kuipke auch die Frauen aktiv, für die drei verschiedene Wettbewerbe auf dem Programm stehen: ein Madison-Rennen am Sonntag, ein aus vier Disziplinen bestehendes Omnium am Samstag und am Freitag zuerst ein 120 Runden langes Punkterennen. Den Auftaktsieg holte sich Jolien D'hoore nach einem spannenden Zweikampf mit Europameisterin Trine Schmidt. 70 Punkte für die Belgierin und 66 für die Dänin standen am Ende zu Buche; 40 davon waren jeweils Ergebnis von zwei Rundengewinnen. Platz drei ging mit 50 Zählern an die Niederländerin Marit Raaijmakers.

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