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Keine Rundengewinn in der 1. Nacht des Berliner Sechstagerennens – Führung für die Vorjahressieger
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26.01.2018

Keine Rundengewinn in der 1. Nacht des Berliner Sechstagerennens – Führung für die Vorjahressieger

Info: Sixdays: Six Day Berlin 2018
Autor: Felix Griep (Werfel)



Berlin, 25.01.2018 – Die 1. Nacht eines Sechstagerennens ist normalerweise dazu da, die „Spreu vom Weizen zu trennen“ und einen genaueren Eindruck zu vermitteln, wer die Favoriten auf den Gesamtsieg sind. In Berlin ist man dagegen am Donnerstag nicht viel schlauer geworden, denn in den ersten beiden Jagden des 107. Sechstagerennens in der deutschen Hauptstadt gab es keinen einzigen (!) Rundengewinn. Anders lief es im U23-Rennen, wo sich gleich zu Beginn zwei Teams vom Rest absetzen konnten. Ebenfalls schon im Einsatz waren Frauen und Sprinter, bei denen es jeweils eine/n klare/n Führende/n gibt.


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Kluge/Reinhardt mit dem besten Start
Noch als normal konnte man es durchgehen lassen, dass in der ersten Jagd des Berliner Sechstagerennens alle 16 Mannschaften rundengleich blieben, denn diese war mit einer Dauer von 20 Minuten recht kurz. Den Auftaktsieg sicherten sich durch die beste Ausbeute an den Sprintwertungen die deutschen Mitfavoriten Roger Kluge/Theo Reinhardt, die anschließend durch einen zweiten Platz des Bremen-Gesamtsiegers Reinhardt hinter dem Belgier Kenny De Ketele und einen gemeinsamen zweiten Platz in der Mannschaftsausscheidung, welche die Schweizer Nico Selenati/Tristan Marguet gewannen, ihre Punkte-Führung behaupteten. Nach Daniel Staniszewskis Sieg im Scratch und dem zweiten Derny-Lauf, in dem sich Henning Bommel durchsetzte, standen Kluge/Reinhardt mit 70 Punkten immer noch am Besten da. Die Teams auf den Plätzen zwei bis sieben wiesen allesamt zwischen 50 und 58 Punkten auf.

Stroetinga/Havik übernachten als Führende
Die 45 Minuten lange Große Jagd zum Ende der 1. Nacht war für den Zuschauer über weite Strecken wenig fesselnd – es schien geradezu, als hätten die Teams einen Nichtangriffspakt geschlossen. Die erste und dann wieder für lange Zeit einzige Attacke war nach ziemlich genau der Hälfte der Zeit Kluge/Grasmann zu verdanken, die aber auch nicht mit voller Konsequenz zu Werke gingen und rasch wieder eingeholt wurden. So kam es schließlich, dass auch diese zweite Jagd ohne jegliche Rundengewinne oder -verluste zu Ende ging. Wirkliche Action gab es erst auf den letzten 20 Runden im Kampf um den Jagd-Sieg. Kersten Thiele/Henning Bommel setzten sich als Erste vom Hauptfeld ab, wurden dann aber von den Schweizern Selenati/Marguet überholt, die ihrerseits erst eine halbe Runde vor Schluss von Stroetinga/Havik abgefangen wurden. Die Vorjahressieger feierten also einen Prestigeerfolg und erklommen mit 85 Punkten Platz eins der Gesamtwertung. Selenati/Marguet, Kluge/Reinhardt und Leif Lampater/Christian Grasmann weisen jeweils maximal fünf Zähler Rückstand auf und auch die Fünftplatzierten Moreno De Pauw/Kenny De Ketele sind mit nur elf Punkten Differenz zu den Spitzenreitern gut im Rennen.

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U23: Beim Nachwuchs nur zwei Teams in der Nullrunde
Ob in London, Gent, Rotterdam oder Bremen – alle Nachwuchsrennen bei Sixdays in dieser Saison wurden bisher von Brian Boussaer/Jules Hesters gewonnen. In Berlin reißt ihre Serie aber, weil die Belgier gar nicht am Start stehen. Stattdessen stürmten am ersten der vier U23-Wettkampftage Richard Banusch/Joe Evans an die Spitze. Der Deutsche und der Brite gewannen sowohl das Punkterennen als auch die halbstündige Jagd. Platz zwei belegten jeweils die Deutschen Moritz Malcharek/Christian Koch, die in der Gesamtwertung acht Punkte Rückstand aufweisen. Die restliche Konkurrenz wurden von diesen beiden Teams bereits distanziert: Daniel Babor/Konrad Geßner weisen als Dritte eine Runde und drei Punkte Rückstand zu den Führenden auf.

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Sprinter: Rückkehrer Bötticher kann stark auftrumpfen
Nach zwei „verlorenen“ Jahren, in denen er wegen anhaltender muskulärer Probleme nicht in der Lage war, an Rennen teilzunehmen, feierte Stefan Bötticher kürzlich im Teamsprint beim Weltcup in Minsk sein Comeback. In Berlin präsentierte sich der Sprint- und Teamsprint-Weltmeister von 2013 am Freitag in hervorragender Verfassung und eroberte durch Siege im 250 Meter Zeitfahren sowie im Sprint und einen fünften Platz im Keirin mit 48 Punkten sofort die Spitze des Klassements. Jeweils acht Punkte führt er damit vor Vorjahressieger Maximilian Levy und dem Tschechen Pavel Kelemen, der den Keirin-Lauf für sich entschieden hatte. Für Robert Förstemann als Viertplatzierten der sieben Teilnehmer stehen bereits 18 Punkte Rückstand zu Buche.

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Frauen: Berthon zweimal Siegerin und einmal Dritte
Für die Frauen standen am Freitagabend drei Wettbewerb auf dem Programm, von welchen die Französin Laurie Berthon zwei für sich entschied. Im Scratch verwies sie die Kanadierin Allison Beveridge auf den zweiten Platz und im Ausscheidungsfahren setzte sie sich im finalen Duell souverän gegen die Deutsche Lisa Klein durch. Zwischen diesen beiden Erfolgen hatte es für Berthon im Punkterennen nur zum dritten Platz gereicht. Die Kanadierin Jasmin Duehring sowie Klein waren durch Punkte von der Schlusswertung noch an ihr vorbeigezogen. Im Gesamtstand der 1. Nacht liegt Berthon mit 140 Punkten unangefochten an der Spitze, die Zweit- und Drittplatzierten Maria Giulia Confalonieri und Klein bringen es gerade einmal auf 104 und 102 Punkte.

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