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Auch am Samstag wächst in Berlin der Punkteabstand zwischen den Top2 und ihren Verfolgern
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28.01.2018

Auch am Samstag wächst in Berlin der Punkteabstand zwischen den Top2 und ihren Verfolgern

Info: Sixdays: Six Day Berlin 2018
Autor: Felix Griep (Werfel)



Berlin, 27.01.2018 – Eigentlich hat sich nach der 3. Nacht nicht allzu viel geändert im Gesamtstand des Berliner Sechstagerennens. Noch immer führen Moreno De Pauw/Kenny De Ketele knapp vor Wim Stroetinga/Yoeri Havik, doch der Punkteabstand zwischen diesen beiden Teams und ihren Verfolgern hat sich derart weiter erhöht, dass drei Paare aus den Top7 vorübergehend eine (Bonus-) runde Rückstand aufweisen. Bei den U23-Fahrern vergrößerte sich hingegen der Abstand zwischen Platz eins und zwei vergleichsweise stark. Bei den Sprintern schob sich Stefan Bötticher wieder an die Spitze und bei den Frauen feierte Laurie Berthon den Gesamtsieg der ersten Sixdays-Hälfte. Darüber hinaus waren erstmals auch die Steher im Einsatz.


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Immer weiter wachsender Vorsprung der beiden besten Teams
Mit sieben rundengleichen Teams war man in die 3. Nacht der Sixdays Berlin gestartet, doch nach der 45-Minuten-Jagd, die diesmal nicht als letzter, sondern ersten Wettbewerb auf dem Programm stand, war das Klassement fast nicht mehr wiederzuerkennen. Wim Stroetinga/Yoeri Havik als Sieger und Moreno De Pauw/Kenny De Ketele als Zweitplatzierte knackten nämlich jeweils die 200-Punkte-Marke und setzten sich daher vorübergehend eine Runde von Marc Hester/Jesper Mørkøv, Nico Selenati/Tristan Marguet und Leif Lampater/Christian Grasmann ab. Auf Roger Kluge/Theo Reinhardt und Mark Downey/Felix English wiesen sie sogar zwei Runden Vorsprung auf, weil diese beiden Teams, die auf den Gesamträngen sechs und sieben lagen während der Jagd jeweils eine Runde auf die vor ihnen klassierten Konkurrenten verloren hatten. Die belgisch-niederländische Dominanz setzte sich in der Mannschaftsausscheidung direkt weiter fort – im letzten Sprintduell um den Sieg rang De Pauw Havik nieder. Später setzte sich dann auch noch De Ketele im Derny-Rennen vor Stroetinga durch. 253 Punkte für De Pauw/De Ketele und 240 für Stroetinga/Havik waren danach im Zwischenstand notiert – und gerade einmal 196 für die Drittplatzierten Selenati/Marguet.

Kluge/Reinhardt und Downey/English schlagen in 2. Jagd zurück
In der 20-Minuten-Jagd, mit welcher der Samstag für die Sixdays-Profis endete, gelang den beiden in der ersten Jagd in Rückstand geratenen Teams aus dem Kreis der Podiumsanwärter der Sprung zurück in die „theoretische“ Nullrunde. Zuerst holte das deutsche Paar Kluge/Reinhardt gemeinsam mit den Gesamtachten Daniel Staniszewski/Wojciech Pszczolarski einen Rundengewinn heraus, was dann, kurz vor Beginn der Sprintwertungen, auch den Iren Downey/English gelang. Im Anschluss konnten sich sowohl Kluge/Reinhardt als auch Downey/English mit einem kurzen Angriff jeweils eine Sprintwertung sichern. Kluge/Reinhardt konnten das ganze allerdings bei der Schlusswertung noch einmal wiederholen, womit sie sich den Sieg in dieser Jagd sicherten. De Pauw/De Ketele verloren zwar ein paar Punkte gegenüber Stroetinga/Havik, blieben mit 265 zu 258 Punkten aber weiterhin auf Rang eins des Gesamtstandes. Wieder rundengleich mit ihnen sind die Schweizer Selenati/Marguet (216) und die Dänen Hester/Mørkøv (202), wohingegen Kluge/Reinhardt (198), Lampater/Grasmann (180) und Downey/English (180) – wegen der noch fehlenden zweiten Bonusrunde – offiziell bei einer Runde Rückstand stehen.

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U23: Banusch/Evans bauen Vorsprung auf Malcharek/Koch aus
Beim Nachwuchs sicherten sich die Führenden Richard Banusch/Joe Evans den Tagessieg in der 30-Minuten-Jagd und vergrößerten den Abstand zu ihren einzigen rundengleichen Gegnern Moritz Malcharek/Christian Koch von zuvor lediglich sechs auf nun immerhin schon 15 Punkte. Mit Punktewerten von 84 bzw. 69 sind beide Teams aber nach wie vor im Hintertreffen gegenüber Daniel Babor/Konrad Geßner. Die Drittplatzierten haben nun schon 106 Punkte auf ihrem Konto, aber immer noch eine Runde Rückstand. In der Jagd konnten sie diese abermals nicht wettmachen und einen Bonus für das Erreichen der 100-Punkte-Marke gibt es bei der U23 nicht. Am Sonntagvormittag steht für sie bereits die Final-Jagd auf dem Programm.

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Sprinter: Bötticher nach Zeitfahr-Sprint-Double wieder vorne
Im Vergleich zur 2. Nacht verbesserte sich Maximilian Levy im Zeitfahren über 250 Meter zwar um mehr als zwei Zehntel und wäre damit an jenem Abend der Schnellste gewesen. Doch Stefan Bötticher holte sogar vier Zehntel raus und gewann mit 12,056 zu 12,367 Sekunden zum dritten Mal den jeweils ersten der drei Sprinter-Wettbewerbe. Im Sprintfinal-Lauf gelang es Bötticher dann, anders als einen Tag zuvor, sich gegen Levy durchzusetzen, womit er die zurückeroberte Führung noch einmal deutlich ausbaute. Weil Bötticher danach mit Platz vier sein bisher bestes Keirin-Ergebnis einfuhr und Levy hinter Robert Förstemann nur Zweiter wurde, blieb Bötticher bis zum Ende der 3. Nacht auf Rang eins und führt zur Halbzeit dieser Sixdays mit vier Punkten Vorsprung auf Levy. Nun schon 31 Punkte beträgt der Rückstand von Förstemann, der den Tschechen Pavel Kelemen von Rang drei verdrängen konnte.

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Steher: Stefan Schäfer nimmt Kurs auf den Berlin-Hattrick
Nach der zweiten Jagd der Profis wurde die 3. Berliner Nacht erstmals mit einem Steher-Rennen abgeschlossen. Dieser Wettkampf mit großer Tradition wurde in diesem Jahr von sechs auf drei Tage verkürzt. Den Auftaktsieg sicherte sich Stefan Schäfer, der in Berlin seinen dritten Gesamtsieg in Serie anstrebt. Nach 80 Runden konnte er Steher-Europameister Franz Schiewer auf den zweiten Platz verweisen. Der Niederländer Reinier Honig, im Vorjahr mit zwei Punkten Rückstand Gesamtzweiter hinter Schäfer, belegte den dritten Platz.

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Frauen: Berthon nach Punkterennen und Madison Gesamtsiegerin
Nach Scratch, Punkterennen sowie Ausscheidungsfahren am Donnerstag und dem Omnium vom Freitag, fanden am Samstag noch zwei weitere Rennen statt, die zur Gesamtwertung des Ausdauer-Wettkampfs zählten, der in dieser 3. Nacht zu Ende ging. Zunächst gab es noch einmal ein Punkterennen, das Laurie Berthon vor Lisa Klein und Maria Giulia Confalonieri gewann – genau in der Reihenfolge, in der sie davor schon die ersten drei Plätze der Gesamtwertung belegt hatten. Es folgte eine 80 Runden lange Jagd, für welche jeweils zwei Fahrerinnen gleicher Nationalität in Teams zusammengeschlossen wurden. Confalonieri und ihre italienische Landsfrau Elisa Balsamo waren das mit Abstand stärkste Paar und gewannen das Madison dank Siegen an fünf der acht Sprintwertungen. Das Team Frankreich, bestehend aus Berthon und Coralie Demay, mühte sich nach recht starkem Beginn am Ende auf Platz vier, was Berthon ausreichend viele Punkte einbrachte, um sich den Gesamtsieg endgültig zu sichern. Sie kommt auf 280 Punkte, Confalonieri auf 268 und die Deutsche Lisa Klein, die an der Seite von Katharina Hechler im Madison keine Akzente mehr setzen konnte, auf 250.

Vom Sonntag bis zur Final-Nacht werden nur noch vier Frauen auf der Berliner Bahn aktiv sein: Die beiden Deutschen Kristina Vogel und Miriam Welte sowie die Spanierin Helena Casas und die Tschechin Sara Kankovska werden sich in diversen Sprint-Disziplinen miteinander messen.

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