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Viviani sprintet zurück an die Macht – 13. Etappe, 3. Sieg und 40 Punkte Vorsprung auf Bennett
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18.05.2018

Viviani sprintet zurück an die Macht – 13. Etappe, 3. Sieg und 40 Punkte Vorsprung auf Bennett

Info: GIRO D’ITALIA 2018 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Nervesa della Battaglia, 18.05.2018 – Die Enttäuschung hielt nicht lange an. 24 Stunden nachdem er in Imola den Anschluss an das Hauptfeld verloren hatte, meldete sich Elia Viviani mit einem überlegenen Sprinterfolg zurück – seinem dritten Etappensieg beim 101. Giro d’Italia. Der am Vortag erfolgreiche Sam Bennett musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben und sieht seine Chancen auf das Maglia Ciclamino wieder schwinden.


Das Profil der 13. Etappe des Giro d‘Italia

Mosca erneut unter den Ausreißern
Von den Einzelzeitfahren abgesehen war die 13. Etappe diejenige mit den wenigsten Höhenmetern beim Giro d’Italia 2018 und damit klar eine Angelegenheit für die Sprintspezialisten, denen es tags zuvor in Imola bei widrigen Wetterbedingungen und mit einem happigen Anstieg unweit des Ziels nicht leicht gemacht worden war. Die Ausreißergruppe des Tages umfasste abermals fünf Fahrer – diesmal aber auch aus fünf verschiedenen Teams. Eugert Zhupa (Wilier Triestina-Selle Italia) war zum zweiten Mal in Folge und zum insgesamt dritten Mal bei diesem Giro in der Gruppe dabei; auch Andrea Vendrame (Androni Giocattoli Sidermec) und Markel Irizar (Trek-Segafredo) hatten in den bisherigen zwei Rennwochen schon Erfahrung als Ausreißer gesammelt. Außerdem waren Alessandro Tonelli (Bardiani CSF) und Marco Marcato (UAE Emirates) mit von der Partie. Bei Kilometer 9 gestartet, erreichte die Flucht bei Kilometer 15 ihren Höhepunkt: beinahe vier Minuten Vorsprung. Dann schalteten sich Bora-Hansgrohe und Quick-Step Floors ein, brachten das Feld zügig wieder eine Minute näher heran und hielten den Abstand fortan konstant bei rund drei Minuten.

Dunkle Wolken – aber zum Glück kein Regen
An den beiden Zwischensprints nach 70,0 und 127,1 von 180,0 Kilometern sammelte Zhupa die meisten Punkte – erst wurde er Zweiter hinter Marcato, dann holte er sich einen Sieg. Trotzdem liegt er im Sprintklassement noch immer deutlich hinter Marco Frapporti und Davide Ballerini (beide Androni Giocattoli Sidermec), die 25 bzw. 23 Punkte mehr aufweisen. Aus dem Feld punktete der bei den Zwischensprints eigentlich bisher immer präsente Elia Viviani (Quick-Step Floors) nur einmal und vergrößerte damit seinen Vorsprung in der Punktewertung, der gestern auf 22 Punkte geschmolzen war, um drei Zähler. Sein Jäger Sam Bennett (Bora-Hansgrohe) wollte an den Zwischensprints keinerlei Kräfte vergeuden. Bei der ersten Zielpassage in Nervesa della Battaglia war die Sonne dunklen Wolken gewichen, doch erneuter Regen blieb den Fahrern auf der 30,2 Kilometer langen Schlussrunde glücklicherweise erspart. Die fünf Ausreißer, die mit etwas weniger als einer Minute Vorsprung auf den Rundkurs gingen, wehrten sich tapfer gegen das Feld und hielten sich noch bis 6,3 Kilometer vor dem Ende an der Spitze des Rennens.


Das Profil des Montello-Anstiegs

Viviani findet zurück zu seiner Israel-Form
Wie auf der vorherigen Etappe hatte es auf der Schlussrunde auch eine Bergwertung gegeben, jedoch war der Anstieg nach Montello (2,9 km à 3,9%, max. 9%) nicht besonders schwer und auch nicht nennenswert selektiv. In einer anderen vorgelagerten Steigung hatte 28 Kilometer vor dem Ziel Tony Martin (Katusha Alpecin) einen Angriff lanciert und sich kurzzeitig mit Eros Capecchi (Quick-Step Floors), Davide Ballerini (Androni Giocattoli Sidermec) und Krists Neilands (Israel Cycling Academy) abgesetzt – doch nur fünf Kilometer später waren sie schon wieder eingeholt. Im Finale versuchte Marco Coledan (Wilier Triestina-Selle Italia) den Sprintern ein Schnippchen zu schlagen, attackierte in Sichtweite der Flamme Rouge, wurde aber wenige hundert Meter vor der Ziellinie wieder überholt. Sacha Modolo (Education First-Drapac) eröffnete den Endspurt, wurde aber noch bis auf Platz vier durchgereicht. Von seinem Hinterrad startete Viviani mit einem unwiderstehlichen Antritt und verwies Bennett sowie Danny van Poppel (LottoNL-Jumbo) deutlich auf die Plätze zwei und drei. Sein Vorsprung in der Punktewertung erhöhte sich damit wieder auf 40 Punkte.

-> Zum Resultat

Die Gesamtklassement-Besten hatten einen ruhigen Tag – auf den ersten 38 Positionen verändert sich gar nichts. Auf der 14. Etappe mit dem Finale am gefürchteten Monte Zoncolan (10,1 km à 11,9%, max. 22%) wird die Reihenfolge dagegen sicherlich wieder stark durcheinander gewirbelt.

Video der Zielankunft






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