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Vorschau Tour de France 2018, Etappen 10-15: Fünf Bergetappen in den Alpen und im Zentralmassiv
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05.07.2018

Vorschau Tour de France 2018, Etappen 10-15: Fünf Bergetappen in den Alpen und im Zentralmassiv

Info: TOUR DE FRANCE 2018 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



05.07.2017 – Was den ersten neun Etappen noch gefehlt hat, gibt es in der zweiten Woche der 105. Tour de France mehr als genug: Berge, Berge, Berge. Fünf Anstiege der 1. und sogar sechs der HC-Kategorie halten die Alpen und das Zentralmassiv bereit. Es gibt eine neue Bergankunft in La Rosière, eine legendäre Bergankunft in Alpe d'Huez, eine Quasi-Bergankunft auf der Côte de la Croix Neuve und dazu zwei Bergetappen, die mit längeren Abfahrten enden. Den Sprintern bleibt nicht viel mehr, als die Zähne zusammenzubeißen und auf die eine Chance zu hoffen, die sich ihnen auf der 13. Etappe bietet.


Vorschau auf die Tour de France 2018:
Strecke: Übersicht | Etappen 1-9 | Etappen 10-15 | Etappen 16-21
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Etappenübersicht Etappen 10-15

16.07. Ruhetag
17.07. Etappe 10: Annecy - Le Grand-Bornand (158,5 km)
18.07. Etappe 11: Albertville - La Rosière (108,5 km)
19.07. Etappe 12: Bourg-Saint-Maurice - Alpe d'Huez (175,5 km)
20.07. Etappe 13: Bourg d'Oisans - Valence (169,5 km)
21.07. Etappe 14: Saint-Paul-Trois-Chateaux - Mende (188,0 km)
22.07. Etappe 15: Millau - Carcassonne (181,5 km)
23.07. Ruhetag

Flach | Mittelgebirge | Hochgebirge | EZF | MZF | ! Bergankunft


Farbcodes für die Etappen-Vorschau:
leichtmittelschwerZeitfahrenRuhetag



Ruhetag





Etappe 10: Annecy - Le Grand-Bornand (158,5 km)

Nach neun flachen bis maximal hügeligen Etappen und einem Ruhetag gibt es die erste harte Prüfung in den Bergen. Eine Bergankunft gibt es aber noch nicht, es handelt sich um die einzige Alpenetappe mit einer Abfahrt zum Ziel. Doch mit den beiden Bergwertungen der 1. Kategorie auf Col de Romme (8,8 km à 8,9%) und Col de la Colombière (7,5 km à 8,5%) 28,5 km und 14,5 km vor dem Ziel wird den Kletterern im Finale einiges abverlangt. Schon in den ersten Streckenhälfte geht es über den ebenfalls zur 1. Kategorie gehörenden Col de la Croix Fry (11,3 km à 7,0%) und den HC-Anstieg Montée du plateau des Glières (6,0 km à 11,2%). Direkt nach dieser zweiten Bergwertung des Tages geht es über eine leicht ansteigende zwei Kilometer lange Schotterstraße noch weiter zum eigentlichen Gipfel des Col des Glières.


Profil der Etappe und der letzten Kilometer (Alle Profilen und Karten)

 
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Etappe 11: Albertville - La Rosière (108,5 km)

In den Pyrenäen gibt es zwar eine noch krassere Etappe – das 17. Teilstück ist nur 65 km lang – aber die zweite Alpenetappe wird mit vier Bergwertungen, davon zwei der HC-Kategorie, auf 108,5 km ebenfalls ein höchst intensives Erlebnis. Die beiden Bergwertungen der „hors catégorie“ auf der Montée de Bisanne (12,4 km à 8,2%) und dem Col du Pré (12,6 km à 7,7%) stehen nach 26 und 57,5 km auf dem Programm. Nach dem Col du Pré geht es fast direkt weiter mit dem Kategorie-2-Anstieg zum Cormet de Roselend (5,7 km à 6,5%), bevor man sich in eine rund 20 km lange Abfahrt stürzt. Es folgt nicht der steilste, aber der längste Anstieg der Etappe zum Ziel in La Rosière (17,6 km à 5,8%). Der schwerste Teil des Schlussanstiegs befindet sich im mittleren Teil: zwischen km 7 und 13 beträgt der Schnitt immerhin stolze 8,2%.

Besonderheiten: La Rosière ist erstmals überhaupt Zielort bei der Tour de France, dem Radsport aber nicht völlig unbekannt. Im Rahmen der Tour de l’Avenir gab es dort sogar schon zwei Zielankünfte: 2014 siegte Miguel Angel Lopez und die französische Nachwuchshoffnung Pierre Latour kam auf Platz sechs, 2015 gewann der Franzose Guillaume Martin vor dem Österreicher Gregor Mühlberger. Zudem war vor wenigen Wochen die 6. Etappe der Dauphiné praktisch eine exakte Kopie der gesamten Tour-Etappe, so dass viele Teilnehmer mit der genauen Streckenführung von Start bis Ziel bestens vertraut sind. Der Dauphiné-Etappensieger Pello Bilbao ist allerdings bei der Tour nicht dabei.


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Etappe 12: Bourg-Saint-Maurice - Alpe d'Huez (175,5 km)

Eine sehr schwere, aber vor allem auch traditionsreiche und geschichtsträchtige Route ergibt am dritten und letzten Tag im ersten Hochgebirge dieser Frankreich-Rundfahrt die Königsetappe der Alpen. Und es ist die einzige Etappe überhaupt mit drei HC-Bergwertungen. Dazu gehören die ewig langen Kletterpartien auf den Col de la Madeleine (25,3 km à 6,2%) und den Col de la Croix de Fer (29,0 km à 5,2%), deren Gipfel man nach 53,5 km respektive 54,5 km vor dem Ziel erreicht. Dazwischen liegt der wesentlich kleinere, aber mit seinen extrem kurvigen Verlauf beeindruckende Anstieg Lacets de Montvernier (3,4 km à 8,2%). Am Ende entscheidet sich die Etappe aber in den 21 Kehren des Anstiegs nach Alpe d'Huez (13,8 km à 8,1%), wo es stets nicht nur um den Sieg und Zeitabstände, sondern auch um viel Prestige geht.

Besonderheiten: Zum ersten Mal seit drei Jahren steht der wohl legendärste Schlussanstieg der Tour de France wieder im Programm, Alpe d’Huez ist zum 29. Mal Etappenziel. Der Italiener Fausto Coppi war dort bereits 1952 der erste Sieger, aber erst seit 1976 ist Berg regelmäßig Teil des Tour-Programms. Lange war der 1986 erfolgreiche Bernard Hinault der einzige französische Sieger in Alpe d’Huez, doch zuletzt machten es ihm gleich drei Landsleute nach: Pierre Rolland triumphierte im Jahr 2011, Christophe Riblon gewann 2013 eine besondere Etappe, die den Anstieg sogar zweimal beinhaltete, und zuletzt feierte Thibaut Pinot 2015 den Sieg im 1850 Meter hoch gelegenen Ziel.


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Etappe 13: Bourg d'Oisans - Valence (169,5 km)

Nach den drei Alpenetappen gibt es einen etwas ruhigeren Tag für die Bergspezialisten, denn die einzige Flachetappe der zweiten Tour-Woche führt das Rennen rasch aus dem Gebirge hinaus. Vor zwei kleinen Bergwertungen nach 32,5 km und 60 km vor dem Ziel müssen sich die Sprinter nicht fürchten, aber im etwas hügeligeren Abschnitt zwischen 40 und 20 km vor dem Ende müssen ihre Teams achtgeben, dass sie Ausreißer unter Kontrolle behalten. Ein Kreisverkehr 350 Meter vor dem Ziel, der „geradeaus“ durchfahren wird, könnte der zu erwartenden Sprintankunft unter Umständen eine leicht chaotische Note verleihen.


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Etappe 14: Saint-Paul-Trois-Chateaux - Mende (188,0 km)

Die erste Hälfte dieser Etappe weist kaum nennenswerte Schwierigkeiten auf, doch dafür ist die zweite Streckenhälfte am Rande des des Zentralmassivs umso schwerer. Zuerst geht es rund 40 km praktisch nur bergauf bis zum Col de la Croix de Berthel (9,1 km à 5,3%), auf den wenig später der Col du Pont sans Eau (3,3 km à 6,3%) und ein ähnlich schwerer nicht kategorisierter Anstieg folgen. Nach den nächsten rund 30 km, die zum größten Teil aus Abfahrt bestehen, wartet mit der außerordentlich steilen Côte de la Croix Neuve (3,0 km à 10,2%) die schwerste Prüfung des Tages. Das Ziel befindet sich lediglich 1500 flache Meter hinter der Bergwertung auf dem Flughafen von Mende.

Besonderheiten: Die Ankunft in Mende unmittelbar hinter der Côte de la Croix Neuve ist mittlerweile auch schon ein kleiner Klassiker bei der Tour de France. Ihre Premiere hatte sie am 14. Juli 1995 gefeiert, als Laurent Jalabert die heimischen Fans am französischen Nationalfeiertag mit einem Sieg beglückte. 2005 war es der Spanier Marcos Serrano, der bei der Neuauflage ebenfalls als Solist mit einer knappen halben Minute Vorsprung finishte. Enger ging es 2010 und 2015 zu, als einmal Joaquin Rodriguez ein spanisches Sprintduell gegen Alberto Contador gewann, und fünf Jahre später der Brite Stephen Cummings die beiden Franzosen Thibaut Pinot und Romain Bardet knapp hinter sich ließ.


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Etappe 15: Millau - Carcassonne (181,5 km)

Die letzte Etappe der zweiten Tour-Woche führt wie das vorherige Teilstück durch die südlichen Ausläufer des Zentralmassivs und könnte für Klassementfahrer und Ausreißer gleichermaßen interessant sein. Die ersten zwei Streckendrittel sind noch nicht übermäßig schwer, der Col de Sié (10,2 km à 4,9%) ist der längste und schwerste Anstieg und es gibt teils auch längere flache Passagen und Abfahrten. Doch dann gibt es noch den Pic de Nore (12,3 km à 6,3%), einen Berg der 1. Kategorie, der in den 1990er Jahren beim Critérium International befahren wurde, aber bei der Tour erst jetzt seine Premiere feiert. Der Gipfel befindet sich 41,5 km vor dem Ziel und wird gefolgt von einer gut 30 km langen Abfahrt und einem kurzen flachen Schlussabschnitt.


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Ruhetag






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