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Cofis Cycling Cosmos – Tour Spezial – Ewige Helden
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22.07.2018

Cofis Cycling Cosmos – Tour Spezial – Ewige Helden

Info: TOUR DE FRANCE 2018 (2.UWT)
Autor: Christine Kroth




22.07.18

Radsportfans sind wie Elefanten – sie vergessen nichts! Und vor allem vergessen sie nie ihre Helden! Erst recht nicht die, die nicht mehr aktiv sind!
Ihnen ist der heutige Beitrag gewidmet.



Sammlung aller Beiträge aus Cofis Cycling Cosmos


Ich muss zugeben, dass es auch für mich immer wieder eine Ehre ist, einen großen, ehemaligen Radsportler zu treffen. Erst im Januar hatte ich die Ehre.

Raymond Poulidor
82 Jahre ist er inzwischen alt und ein Nationalheld in Frankreich. Gewonnen hat er die Tour nie. Und auch Gelb hat er nie getragen. Achtmal hat er die Tour de France auf dem Podium beendet, dreimal als Zweiter, fünfmal als Dritter. Und gerade das macht ihn zu dem was er ist. Und das ist es auch was die Franzosen an dem bescheidenen Herren so lieben! Poulidor ist noch immer jedes Jahr bei der Tour dabei und inzwischen trägt er Gelb. Täglich sieht man ihn im gelben Hemd des Sponsors Crédit Lyonnais.
Poulidor ist auch familiär immer noch nah dran. Seine Enkel Mathieu und David Van der Poel sind große Stars im Cyclo-Cross.
Beim Cross-Weltcup in Nommay im Januar hatte ich die große Ehre, Monsieur Poulidor persönlich zu treffen und habe natürlich die Gelegenheit für ein gemeinsames Foto genutzt. Ein unvergessliches Erlebnis für mich. Seitdem verstehe ich noch viel mehr, warum die Franzosen diesen Mann so verehren.

Eddy Merckx
Auch der „Kanibale“, wie er genannt wird, ist dem Radsport noch immer eng verbunden und in Frankreich bei der Tour immer wieder als Gast dabei. Die Franzosen lieben den Belgier, der die Tour de France fünfmal gewonnen hat und als die größte lebende Legende im Radsport gilt.
Eine Radmarke trägt seinen Namen, er tritt immer wieder als Organisator und Kommentar bei Rennen in Erscheinung.
Und auch für ein Rennen für Jedermann steht er Pate. Den „Eddy-Merckx-Radmarathon“ im Salzburger Land hat er 2007 ins Leben gerufen und er fährt dieses Rennen auch jedes Jahr noch selbst.

Bernard Hinault
Er ist der letzte Franzose, der die Tour de France gewonnen hat. 1985 hat der Bretone seinen fünften und damit letzten Tour-Sieg errungen. 33 Jahre ist das jetzt her und die Franzosen warten seitdem sehnsüchtig auf einen Nachfolger.
Hinault war jahrelang der „Zeremonienmeister“ bei der Tour de France. Er war das Gesicht bei den Siegerehrungen, betreute Fahrer und Ehrengäste dort. Vor zwei Jahren hat er sich in den Ruhestand zurückgezogen, doch Radsport ist sein leben und so mischt er sich auch immer wieder ein. So war er im Vorfeld der Tour de France einer der größten und lautesten Kritiker von Chris Froome. Es ist gerade das, was die Franzosen an ihrem letzten Tour-Sieger so sehr schätzen.

Miguel Indurain
23 Jahre ist sein letzter von insgesamt fünf Siegen bei der Tour de France in Folge inzwischen her. In Frankreich wird er verehrt, in Spanien ist er ein Nationalheld.
Ein Rennen trägt seinen Namen, der „GP Miguel Indurain“ wird immer im April zwei Tage vor dem Start der Baskenland-Rundfahrt ausgetragen. Außerdem ist er Mitglied im spanischen Olympischen Komitee.

Federico Bahamontes
Vor 13 Tagen, am 09.07., feierte der Spanier Federico Bahamontes seinen 90. Geburtstag. Der „Adler von Toledo“ ist aktuell der älteste noch lebende Tour-de-France-Sieger. 1959 hat er die Tour gewonnen, sein einziger Sieg bei einer Grand Tour. 1963 stand er dann nochmal als Zweiter, 1964 als Dritter auf dem Podium. Er galt in seiner aktiven Zeit als einer der stärksten Kletterer, was ihm seinen Spitznamen eingebracht hatte.

Und zum Schluss möchten wir noch einige Fahrer erwähnen, die vor noch nicht allzu langer Zeit ihre Karriere beendet haben und die von den Franzosen nach wie vor verehrt werden.

Erst im vergangenen Jahr hat Thomas Voeckler bei der Tour seine Karriere beendet. Aber auch in diesem Jahr ist er bei der Tour dabei, als Kommentar und als Botschafter der ASO. Mehrfach trug er das Gelbe Trikot, gewann insgesamt vier Etappen bei der Tour und einmal die Bergwertung (2014).

Ende 2012 hängte David Moncoutié sein Rad an den berühmten Nagel. Der zweifache Tour-Etappensieger war über 12 Jahre lange der Franzose, der zuletzt am Nationalfeiertag eine Etappe hatte gewinnen können. 2005 war das und erst im vergangenen Jahr hat er in Warren Barguil einen Nachfolger gefunden. Moncoutié ist auch in diesem Jahr wieder als Kommentar bei der Tour dabei.

Trotz seiner Doping-Vergangenheit ist Richard Virenque bei den Franzosen immer noch sehr beliebt. Er gewann, nach seiner Rückkehr, zwei Tour-Etappen, u.a. 2002 am Mont Ventoux, und gewann 2004 das Bergtrikot. Danach zog er sich aus dem Radsport zurück. Aktuell ist er bei der Tour als Co-Kommentar mit dabei.

Auch der Tour-Blog geht morgen in den zweiten Ruhetag. Am Dienstag werden wir mit einer kleiner Überraschung für euch in die dritte Tour-Woche gehen! Ihr könnt gespannt sein!

A bientôt





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