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Zeitfahrsammlung komplett und wieder in Rot: Rohan Dennis gewinnt den Auftakt der 73. Vuelta a España
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25.08.2018

Zeitfahrsammlung komplett und wieder in Rot: Rohan Dennis gewinnt den Auftakt der 73. Vuelta a España

Info: VUELTA A ESPAÑA 2018 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Málaga, 25.08.2018 – Nach Siegen vor drei Jahren bei der Tour de France und diese Saison beim Giro d'Italia hat Rohan Dennis seine Sammlung an Zeitfahrsiegen bei Grand Tours komplettiert. Auf der 1. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2018 setzte sich der Australier gegen die starken Konkurrenten Michal Kwiatkowski und Victor Campenaerts durch und eroberte erneut das Rote Trikot, das er schon im vorigen Jahr nach dem Mannschaftszeitfahrsieg mit seinem BMC Racing Team für einen Tag getragen hatte.


Das Profil der 1. Etappe der Vuelta a España

Einzel- statt Mannschaftszeitfahren
Auftakt zur Vuelta a España – und gesucht wurde ein Nachfolger für Fabian Cancellara! Der längst nicht mehr aktive Schweizer hatte nämlich gewonnen, als anno 2009 die Spanien-Rundfahrt letztmals mit einem Einzelzeitfahren begonnen hatte. Es folgten acht Jahre mit einem Mannschaftszeitfahren auf der 1. Etappe, bevor diese kleine Tradition nun gebrochen wurde. Acht Kilometer durch die südspanische Stadt Málaga waren zu absolvieren und der Kurs bis auf eine leichte Steigung zwischen Kilometer fünf und sechs topfeben. Der erste der 176 Starter wurde erst um 17:26 Uhr von der Rampe geschickt, so dass die letzten Fahrer nach 20 Uhr im mystischen Schein der untergehenden Sonne ihre Runden drehten.

Die „magische“ Zehn-Minuten-Marke
Nachdem Martijn Tusveld (Sunweb) und Sebastian Langeveld (Education First-Drapac) als erste etwas schnellere Fahrer Zeiten von 10:08 und 10:04 abgeliefert hatten, war es Starter Nummer zwanzig, Dylan van Baarle (Sky), der es in 9:59,03 Minuten als Erster unter die 10-Minuten-Marke schaffte, an der sich viele der folgenden Fahrer die Zähne ausbissen. Andrey Amador (Movistar), Fabio Felline (Trek-Segafredo), Alessandro De Marchi, Brent Bookwalter, Dylan Teuns (alle drei BMC Racing) und Jonathan Castroviejo (Sky) verpassten diese Zeit, die genau einem Schnitt von 48 km/h entsprach, jeweils um weniger als drei Sekunden. Erst fast zwei Stunden nach Van Baarle gelang es mit Nelson Oliveira wieder jemanden, diese Hürde zu nehmen. Der Portugiese setzte sich mit 9:56,17 Minuten sogar an die Spitze des aktuellen Klassements. Auch fortan blieben einige Fahrer nur ganz knapp über zehn Minuten, bspw. Wilco Kelderman (Sunweb), Ion Izagirre (Bahrain Merida), Simon Geschke (Sunweb) und Benjamin Thomas (Groupama-FDJ), doch es gab auch noch drei Fahrer die sich von der Masse abhoben – und zwar deutlich.


Etappenvorschau zum Nachlesen:
Abendliches Auftaktzeitfahren in Málaga


Kwiatkowski bleibt bei Grand Tours sieglos
Oliveiras Führung währte wesentlich kürzer und wurde weitaus klarer beendet als jene von Van Baarle: Michal Kwiatkowski brachte die Führung mit seinen 9:45,64 Minuten bald schon wieder zurück in die Reihen des Teams Sky und konnte vor Erleichterung tief durchatmen als nur wenig später für Europameister Victor Campenaerts (Lotto Soudal) die Uhr bei 9:46,25 Minuten stehenblieb und dieser damit 61 Hundertstel langsamer war. Aber es sollte trotzdem nicht der Tag des ersten Grand-Tour-Etappensieges des mittlerweile 28-jährigen Polen werden, weil Rohan Dennis seiner Favoritenrolle absolut gerecht wurde. Schon an der Zwischenzeit nach 4,6 Kilometern ließ der gleichaltrige Australier die Stimmungskurve bei Kwiatkowski und dessen Team deutlich abfallen, weil er fünf Sekunden schneller war. Im Ziel waren es bei einer Endzeit von 9:39,81 Minuten genau 5,83 Sekunden, die zwischen dem Etappensieger Dennis und dem Etappenzweiten Kwiatkowski lagen. Dahinter folgten Campenaerts (+6,44), Oliveira (+16,36), Van Baarle (+19,22) und dann insgesamt 30 Fahrer mit Rückständen zwischen 20 und 30 Sekunden.

29 Sekunden zwischen Kelderman und Porte
In dieser großen Gruppe an Fahrern, die nur knapp über der Zehn-Minuten-Marke blieben, finden sich viele, die auch zu den Favoriten für die Gesamtwertung zählen. Von diesen waren Wilco Kelderman (Sunweb) und Alejandro Valverde (Movistar) die Besten, erreichten mit Rückständen von 22 und 24 Sekunden die Plätze 10 und 16. Emanuel Buchmann (Bora-Hansgrohe) und Simon Yates (Mitchelton-Scott) verloren jeweils 29, Nairo Quintana (Movistar) 30 Sekunden. Aber auch 35 Sekunden für Miguel Angel Lopez (Astana), 39 für Fabio Aru (UAE Emirates), 40 für Thibaut Pinot (Groupama-FDJ), je 45 für Rigoberto Uran (Education First-Drapac) und David De La Cruz (Sky), 48 für Richard Carapaz (Movistar) und selbst 51 für den kurz vor Vuelta-Start von einer Magen-Darm-Entzündung heimgesuchten Richie Porte (BMC Racing) sind nicht überaus dramatisch, zumal es angesichts acht großer Bergankünfte im Verlauf der Rundfahrt wohl noch weitaus größere Differenzen geben dürfte.

-> Zum Resultat

Am Sonntag gibt es auf der 2. Etappe auf dem Caminito del Rey eine erste kleine Mini-Bergankunft: Das Etappenziel liegt 400 Meter hinter einer Bergwertung der 3. Kategorie am Alto de Guadalhorce (7,1 km à 2,8%).

Video der Zielankunft






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