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Dichtes Gedränge an der Spitze des Klassements nach 1. Nacht des Londoner Sechstagerennens
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24.10.2018

Dichtes Gedränge an der Spitze des Klassements nach 1. Nacht des Londoner Sechstagerennens

Info: Sixdays: Six Day London 2018
Autor: Felix Griep (Werfel)



London, 23.10.2018 – Ein Alleingang irgendeines Teams muss man beim Londoner Sechstagerennen nicht befürchten. Das zeigte die erste Nacht im Lee Valley Velodrome, in der es an der Spitze sehr eng zuging. Die sechs besten Mannschaften liegen im Bereich von 73 bis 82 Punkten alle eng zusammen, wobei sich allerdings nur vier von ihnen in der Nullrunde befinden. Eine Runde Rückstand haben unter anderem die deutschen Madison-Weltmeister Roger Kluge/Theo Reinhardt, während die Dänen Marc Hester/Jesper Mørkøv als Führende übernachten.


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Havik/Stroetinga gewinnen die Eröffnungsjagd
Die vierte Auflage des 2015 neu ins Leben gerufenen Six Day London begann mit einer halbstündigen Jagd, die zwischen den Favoriten noch keine Abstände mit sich brachte: 9 der 16 Mannschaften lagen am Ende in der Nullrunde. Den Jagd-Sieg sicherten sich die sprintstarken Yoeri Havik/Wim Stroetinga, die in London bisher erst einmal gemeinsam angetreten und vor zwei Jahren Fünfte geworden waren. Als Gewinner der letzten beiden Austragungen des Berliner Sechstagerennens gehören die Niederländer gleichwohl zu den Topanwärtern auf den Sieg im Olympia-Velodrome von 2012. Ihre Führung behaupteten sie anschließend mit guten Ergebnissen im ersten Derny-Lauf (Stroetinga wurde Dritter) und im Punkterennen (Havik kam auf Platz fünf), ließen sich in der Mannschaftsausscheidung dann aber auffallend früh eliminieren – offensichtliches Kräftemanagement im Hinblick auf die folgende zweite Jagd. Sieger der Mannschaftsausscheidung wurden die Dänen Marc Hester/Jesper Mørkøv, die sich damit an die Spitze des Zwischenklassements schoben.

Vier Rundengewinne in der zweiten, kurzen Jagd
Die zweite Jagd war mit 20 Minuten zwar die kürzere, hatte aber weitreichendere Folgen als die erste. Die Führenden Hester/Mørkøv und die „ausgeruhten“ Havik/Stroetinga gingen früh gemeinsam in die Offensive und fuhren schnell den ersten Rundengewinn heraus. Ein solcher gelang direkt im Anschluss auch den Briten Chris Latham/Andy Tennant und den Australiern Leigh Howard/Kelland O'Brien, danach aber keinem weiteren Team mehr. Gewinner der Jagd wurden Howard/O'Brien, die beide Sprintwertungen für sich entscheiden konnten. Durch die Plätze eins und zwei für Tennant und Howard im zweiten Derny-Rennen, mit dem die 1. Nacht beendet wurde, schoben sich die vier rundengleichen Teams dann noch enger zusammen. Hester/Mørkøv (82 Punkte) blieben zwar Erste und Havik/Stroetinga (80) Zweite, aber Latham/Tennant (76) und Howard/O'Brien (73) sind auf Schlagdistanz. Auf Latham/Tennant lasten die britischen Hoffnungen, nachdem Mark Cavendish seinen Start absagen musste. Der London-Zweite der letzten beiden Jahre war im August mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber diagnostiziert worden und konnte seitdem so gut wie gar nicht trainieren.

Kluge nach einem Langestreckenflug noch nicht topfit
Roger Kluge/Theo Reinhardt (75) und Wojciech Pszczolarski/Daniel Staniszewski (74) sind zwar nach Punkten absolut konkurrenzfähig und Nick Stöpler/Melvin van Zijl (61) sowie Jules Hesters/Otto Vergaerde (60) sind auch nicht allzu weit zurück – doch sie weisen allesamt eine Runde Rückstand zu den Top Vier auf. Dieses Quartett darf aber keinesfalls schon abgeschrieben werden. Als amtierende Weltmeister und Vize-Europameister im Madison stehen natürlich vor allem die Deutschen Kluge/Reinhardt im Fokus, die zum Auftakt noch nicht in Topform schienen, was aber kaum verwundert. Zwar hatte Reinhardt eine passende und erfolgreiche Vorbereitung beim Weltcup in Saint-Quentin-en-Yvelines, wo er an der Seite von Moritz Malcharek im Madison auf Platz sechs fuhr und mit dem Vierer in der Mannschaftsverfolgung zweimal den deutschen Rekord verbesserte. Kluge dagegen bestritt bis Sonntag noch die Tour of Guangxi und musste an seinem einzigen freien Tag einen nicht gerade leistungsfördernden Flug von China nach Großbritannien auf sich nehmen.

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Sprinter: Deutscher Zweikampf um den Gesamtsieg?
Im Rahmenprogramm des Londoner Sechstagerennens darf natürlich auch ein Sprinter-Wettkampf nicht fehlen, der in diesem Jahr einige neue Gesichter zu bieten hat. Einzig Maximilian Levy ist kein Neuling in London, hatte dort in den letzten beiden Jahren jeweils den zweiten Gesamtrang belegt. Diesen hat er nach der 1. Nacht schon wieder inne, weil sein Landsmann Robert Förstemann im deutschen Zweikampf drei Punkte vor ihm liegt. Dritter der sechs Teilnehmer ist mit acht Punkten Rückstand der Brite Alexander Spratt. Förstemann hatte das Zeitfahren klar für sich entschieden und dann auch das Sprint-Duell mit Levy gewinnen können. Bei Spratts Sieg im Keirin machte Levy als Zweiter gegenüber dem Fünftplatzierten Förstemann erstmals wieder etwas Boden gut.

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