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Rückschlag für Howard/O’Brien und Havik/Stroetinga in vierter Nacht des Londoner Sechstagerennens
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27.10.2018

Rückschlag für Howard/O’Brien und Havik/Stroetinga in vierter Nacht des Londoner Sechstagerennens

Info: Sixdays: Six Day London 2018
Autor: Felix Griep (Werfel)



London, 26.10.2018 – Die Führung beim Londoner Sechstagerennen hat auch in der 4. Nacht erneut gewechselt und gehört jetzt erstmals den Deutschen Roger Kluge/Theo Reinhardt. Die nächsten fünf Mannschaften liegen maximal 18 Punkte hinter den Weltmeistern, wobei für Yoeri Havik/Wim Stroetinga und Leigh Howard/Kelland O'Brien überraschend auch eine Runde Rückstand zu Buche steht. Im Omnium der Frauen gab es derweil einen packenden Zweikampf zwischen Kirsten Wild und Georgia Baker, der erst im letzten Sprint entschieden wurde.


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Latham/Tennant holen Punkterückstand auf
Zu Beginn der 4. Nacht im Londoner Lee Valley Velodrome ließen die um den Gesamtsieg kämpfenden Mannschaften die Chance auf viele Punkte verstreichen und verabschiedeten sich als erste Teams aus der Mannschaftsausscheidung, die schlussendlich durch die Deutschen Henning Bommel/Kersten Thiele gewonnen werden konnte. Die Favoriten wollten ihre Kräfte für die anschließende 20-Minuten-Jagd aufsparen, in welcher sie nach und nach alle einen Rundengewinn herausfuhren – mit Ausnahme von Chris Latham/Andy Tennant, die als Einzige gar zwei Rundengewinne erzielen konnten, was ihnen überraschend die alleinige Führung einbrachte. Nach dem Punkterennen (Sieger: Aaron Gate) und den Derny-Läufen (Sieger: Fintan Ryan und Joshua Harrison) konnten Latham/Tennant außerdem mit den beiden punktbesten Teams Leigh Howard/Kelland O'Brien und Yoeri Havik/Wim Stroetinga gleichziehen. Nach der 3. Nacht waren die Briten noch das punktschwächste der sechs Topteams gewesen und hatten 37 Punkte Rückstand auf die Spitze, an welcher sie nun selber thronten.

Rundenverlust für Niederländer und Australier
Es kam aber noch die 30-minütige zweite Jagd, die noch weitaus umkämpfter war als die erste. Als die letzten 40 Runden dieses Rennens anbrachen, hatten Latham/Tennant und alle ihre Konkurrenten bereits jeweils zwei Rundengewinne verzeichnet. Die Polen Wojciech Pszczolarski/Daniel Staniszewski waren die Ersten, denen ein dritter gelang. Die Dänen Marc Hester/Jesper Mørkøv machten es ihnen nach und auch die Deutschen Roger Kluge/Theo Reinhardt konnten elf Runden vor Schluss Rundengewinn Nummer drei perfekt machen. Den Zielsprint, der die Entscheidung über den Jagdsieg brachte, gewann dann zwar Pszczolarski knapp vor Kluge, doch die höchste Gesamtpunktzahl weisen Kluge/Reinhardt auf. Mit 277 Punkten liegen sie 8 vor Latham/Tennant, 11 vor Pszczolarski/Staniszewski und 18 vor Hester/Mørkøv. Die Niederlländer Havik/Stroetinga und die Australier Howard/O'Brien weisen nur 2 respektive 6 Punkte Rückstand auf, haben an diesem Freitag aber jeweils eine Runde Rückstand kassiert, die sie als unerwartetes Handicap mit in das Wochenende nehmen.

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Sprinter: Levy beinahe mit einer 9 vor dem Komma
Die Verschiebung der Kräfteverhältnisse aus der 3. Nacht bestätige sich bei den Sprintern – wieder erwischte Maximilian Levy den besseren Start in den Abend als Robert Förstemann. Levy konnte sogar seine Bestzeit über die 200 Meter von 10,102 auf sensationelle 10,004 Sekunden verbessern. In den letzten Jahren war kein einziger Sixdays-Sprinter auch nur in die Nähe der „magischen“ 10-Sekunden-Marke gekommen, die er nur haarscharf verfehlte. Auch im Keirin platzierte sich Levy vor Förstemann, beim Sieg des Russen Shane Perkins wurden sie Dritter und Vierter. Im Sprintduell der beiden Zeitfahrschnellsten hatte dann zwar Förstemann knapp die Nase vorn, in der Endabrechnung hat Levy seinen Vorsprung aber leicht von acht auf zehn Zähler ausbauen können.

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Frauen: Weltcup-Siegerin Wild mit knappem Erfolg
Nachdem am Donnerstag der dreitägige U21-Wettkampf zu Ende gegangen war, traten am Freitag erstmals die Frauen in London an, für die ein Omnium auf dem Programm stand. Nach Siegen im Scratch und Ausscheidungsfahren ging die Ausralierin Georgia Baker mit zwei Punkten Vorsprung auf die Favoritin Kirsten Wild ins entscheidende Punkterennen. Dort wechselte die Führung mehrfach und der Zweikampf blieb bis zur letzten Sprintwertung offen. An dieser kam Wild knapp vor Baker über die Ziellinie, was der schon am vorigen Wochenende beim Weltcup Saint-Quentin-en-Yvelines erfolgreichen Niederländerin mit einem Punkt Vorsprung den Sieg einbrachte. Die Britin Emily Nelson sammelte mit Abstand die meisten Sprintpunkte und kam damit zwar nicht mehr an Wild und Baker heran, nahm aber der Australierin Kristina Clonan, die nach den ersten drei Wettbewerben zwanzig Punkte vor ihr gelegen hatte, noch Rang drei ab.

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